15.06.2015 – „Aus Schaden wird man klug“, denkt sich der unbefangene Leser, wenn er gleichlautend von AIDA Cruises und der Meyer Werft vernimmt, dass AIDA Cruises einen Milliardenauftrag an die Meyer Werft in Papenburg für den Bau zweier Mega-Kreuzfahrtschiffe vergeben hat. Der Liefertermin ist auf die Jahre 2019 und 2020 festgesetzt worden.

Nachdem die Bestellung zweier Kreuzfahrtschiffe bei Mitsubishi im japanischen Nagasaki nicht nach den Wünschen von AIDA Cruises ablief, wird auf einen allemal bewährten deutschen Lieferanten gesetzt. Innovativ sollen sie sein, die weltweit ersten Kreuzfahrtschiffe, die nach dem „Green Cruising“ Konzept entwickelt werden. Als erste Kreuzfahrt-Reederei der Welt führt AIDA Cruises eine neue Schiffsgeneration „saubererer“ Schiffe ein, die zu 100 Prozent mit LNG, das heißt Flüssigerdgas, betrieben werden. Das Unternehmen erklärt, dass durch den Einsatz dieser Technik die Emissionen von Rußpartikeln und Schwefeloxiden vollständig ausgeschlossen werden.

AIDAprima - Soll im Oktober 2015 in Dienst gehenAIDAprima©AIDA Cruises

Der AIDA Präsident Michael Ungerer lässt sich zu diesem Auftrag wie folgt zitieren: „Wir setzen unsere Innovationskraft und Kreativität ein, um unseren Gästen mit diesen außergewöhnlichen Schiffen unvergleichliche Urlaubserlebnisse zu schaffen. Mit noch mehr Individualität, Vielfalt, persönlichem Freiraum und Service werden wir nicht nur unsere AIDA Fans, sondern auch unzählige neue Gäste begeistern“.

Mit der Konzipierung, der Entwicklung und dem Bau der neuen Schiffsgeneration kommen Schiffe auf den deutschen Kreuzfahrtmarkt, die alles bisher Dagewesene übertreffen. Die Schiffe sollen über eine Tonnage von 180.000 GT (BRZ) und jeweils mehr als 2.500 Kabinen verfügen. Spannend dürfte es auch werden, wenn die Schiffe nach ihrer Fertigstellung über die Ems in Richtung Nordsee verbracht werden. Es stellt sich unwillkürlich die Frage, ob dafür eine Emsvertiefung ansteht. – Im Übrigen gilt, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch zu wenig Informationen über dieses ehrgeizige Neubauprogramm vorliegen. Die kommenden Monate dürften spannend werden. 

Autor: Karl W. P. Beyer
Redakteur