11.09.2015 – Der Port of Miami ist der größte Kreuzfahrthafen der Welt. Im Hafen des Miami-Dade County wurden 2014 nahezu 4,8 Millionen Kreuzfahrt-Passagiere abgefertigt. Das leistet kein anderer Hafen der Welt. Hinzu kamen 167.000 Passagiere, die von Miami aus mit Schnellfähren Tagestouren ins 50 Meilen entfernte Bimini auf den Bahamas unternehmen.

Die Hafenverwaltung informiert auf ihrer Website, dass zurzeit 18 Gesellschaften mit 36 Schiffen Miamis Hafen anlaufen. Zukünftig werden es mehr, wenn 2015/2016 die noch im Bau befindliche Norwegian Escape, die Carnival Vista und im Winter 2017 die MSC Seaside sowie weitere, kleinere Schiffe hinzukommen.

Port of Miami - Terminal D

Port of Miami - Terminal D

Einen zusätzlichen Schub der Passagierzahlen lässt der Big Deal erwarten, über den die in Miami ansässige Royal Caribbean Cruises Ltd. mit Miamis Behörden spricht. Demnach soll in der nordöstlichen Sektion des Hafengeländes ein 400 Meter langer Liegeplatz für Royal-Caribbean-Schiffe geschaffen werden, an dem Schiffe der Oasis-Klasse oder größer anlegen und abgefertigt werden sollen.

Royal Caribbean - Firmenzentrale in Miami

Royal Caribbean - Firmenzentrale in Miami

Royal Caribbean plant, 100 Millionen US-Dollar in das Projekt zu investieren, um ein 15.800 m² Terminal mit Nebenflächen, Parkgelegenheiten etc. zu errichten. Gemäß einem zwischen der Gesellschaft und dem Miami-Dade County geschlossenen Memorandum of Unterstanding soll die Anlage spätestens am 31. Juli 2018 fertiggestellt sein. Royal Caribbean pachtet demnach das Gelände für zuerst einmal 20 Jahre. Die Pachtzahlung beträgt anfänglich 9,5 Millionen US-Dollar. Sie steigt jährlich um 1,5 Prozent und ist auf 1,55 Millionen abgefertigte Passagiere ausgelegt. Wird die Personenzahl überschritten, werden 5,50 US-Dollar Zahlung pro weiteren Passagier fällig. Der Wert des Pakets beläuft sich nach Schätzungen des County auf 250 Millionen US-Dollar. Würde der Hafenbereich für Cargo-Zwecke genutzt, würden sich die jährlichen Einnahmen des County lediglich auf 1,2 Millionen US-Dollar belaufen.     

  

Autor: Karl W. P. Beyer
Redakteur