16.09.2015 – Die in Miami/Florida ansässige Carnival Corporation ist mit zehn global agierenden Marken, 100 Schiffen und p. a. 11 Millionen Gästen das größte Kreuzfahrt-Unternehmen der Welt. Die Bedeutung des Unternehmens erfordert besondere Anstrengungen zur Einhaltung von Umweltzielen. Carnival hat soeben die Nachhaltigkeitsziele für das Jahr 2020 formuliert. Darin wird die Verantwortung des Unternehmens gegenüber der Umwelt, den Gästen, den Mitarbeitern und gegenüber der Allgemeinheit bestärkt.

Arnold Donald, CEO der Carnival Corporation: „… der Schutz der Umwelt ist einer der kritischsten Bereiche Carnivals; es ist notwendig, die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens öffentlich zugänglich zu machen“. Die Gesellschaft erklärte im November 2014, dass sie die CO2-Emissionen an Bord der Schiffe um 20 Prozent reduziert hat. Diese Verbesserung war erst für das Folgejahr vorgesehen. Auf dem Erfolg aufbauend, formuliert das Unternehmen die bis zum Jahr 2020 umzusetzenden Ziele in den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Sicherheit sowie der Allgemeinheit. Es folgt ein Auszug aus dem umfangreichen Maßnahmenkatalog.

Carnival Imagination im Hafen von Miami
Carnival Imagination im Hafen von Miami

Im Bereich des Umweltschutzes sollen die Treibhausgasemissionen gegenüber 2005 um 25 Prozent reduziert werden. Unternehmensweit wurden Strategien zur Energieeinsparung entwickelt. Vier Costa- und AIDA-Schiffe werden in Zukunft mit Flüssiggas angetrieben, einem der saubersten fossilen Brennstoffe. Die 2016 startende AIDAprima wird als erstes Kreuzfahrtschiff der Welt auf einen Dual-Antrieb zurückgreifen. In den Häfen wird Flüssiggas eingesetzt; auf hoher See wird konventioneller Brennstoff verwendet, dessen Verbrennungsrückstände gereinigt werden. Das Unternehmen erklärt, 400 Millionen US-Dollar in die Entwicklung von Abgasreinigungs-Systemen investiert zu haben.

Carnival Legend auf Reede vor Belize
Carnival Legend auf Reede vor Belize

Zentrales Thema ist die Abfallvermeidung. Bis zum Jahr 2020 soll der Abfall an Bord der Schiffe um fünf Prozent reduziert werden. Jedes Schiff des Konzerns befolgt einen Abfall-Management-Plan. Ebenfalls bestehen Richtlinien für das Wasser-Management an Bord der Schiffe. Bis 2020 müssen an Bord fünf Prozent Wasser eingespart werden. Annähernd 73 Prozent des Wasserbedarfs wird von den Schiffen produziert. Die restlichen 27 Prozent werden an Land aufgenommen. Abwasser werden an Bord gereinigt. Bis zum Jahr 2020 soll die Fähigkeit zur Wasserreinigung um 10 Prozent verbessert werden.

Carnival Valor auf Reede vor Grand Cayman
Carnival Valor auf Reede vor Grand Cayman

Bislang bieten zwar nur sechs Häfen in der Welt die Möglichkeit zur Landstromversorgung. Dennoch wird Carnival in Zukunft alles tun, um die Zahl der für Landstromversorgung vorgesehenen Schiffe auszubauen. Zwischen 2015 und 2022 wird das Unternehmen 18 effizientere und nachhaltigere Neubauten in Dienst stellen. Die Maßnahmen treffen auch Lieferanten, die zu nachhaltig arbeitenden Partnern erzogen werden sollen. - Der ökologische Fußabdruck des Kreuzfahrtriesen soll kleiner werden.

Autor: Karl W. P. Beyer
Redakteur