28.10.2016 – “And the winner is … Meyer Werft”, so oder so ähnlich konnte die Schlagzeile lauten. Die britischen P&O Cruises, ein Carnival-Tochterunternehmen, beabsichtigen bekanntlich, ein 180.000-Tonnen-Kreuzfahrtschiff mit LNG-Antrieb bei der Papenburger Meyer Werft bauen zu lassen.

Weitere Informationen zu dem Bauvorhaben enthüllte Carnival U.K.‘s CEO David Noyes in Londons SkyGarden vorgestern im Rahmen einer Pressekonferenz. Das bislang noch namenlose Kreuzfahrtschiff soll 5.200 Gäste aufnehmen und an Größe und Ausstattung die bislang sieben Flottenmitglieder von P&O UK übertreffen. Bei der Motorentechnik wird auf umweltfreundlichen LNG-Treibstoff gesetzt. Im Jahr 2020 soll das größte bis dahin für den britischen Markt gebaute Schiff in Dienst gehen.

Zu erwarten ist ein Kreuzfahrtschiff der Superlative. Geplant sind u.a.:

  • 17 Restaurants, davon 7 Spezialitätenrestaurants
  • 12 Bars und Lounges
  • 13 Unterhaltungsbereiche
  • 4 Swimming Pools (davon 1 Innenpool) und 16 Whirlpools

Ein dreistöckiges, verglastes Atrium mit einem prächtigen Treppenhaus soll das „Herzstück“ des Schiffes werden. Einer der Unterhaltungsbereiche im obersten Bereich des Schiffes wird mit einem gigantischen, transparenten „Glas Dom“ versehen sein. Dazu gehören ein Pool mit Wasserlandschaft, eine ausfahrbare Bühne und Whirlpools. Tagsüber soll der Bereich Unterhaltungs-, Entspannungs- und Speiseoptionen bieten. Am Abend und in der Nacht wandelt er sich zur vielseitig verwendbaren Show-Ebene.

P&O Cruises - Neubauvorhaben - Rendering

P&O Cruises - Neubauvorhaben - Rendering©P&O Cruises

Das P&O-Management betont, auf Wunsch der Passagiere die Umwelt nach innen bringen zu wollen. Dies soll mittels eines gedeckten Promenadendecks geschehen, dessen Länge mit ½ Meile (ca. 800 Meter) beziffert wird. Ähnlich wie bei den NCL-Kreuzfahrtschiffen der Breakaway-Klasse oder den MSC-Schiffen der Seaside-Klasse wird die Promenade mit Restaurants und sonstigen Lustbarkeiten ausgestattet werden.

Damit das Vorhaben gelingen möge, haben die P&O Cruises namhafte Schiffs- und Hoteldesigner verpflichtet, darunter die Architekten des gegenwärtigen Flaggschiffs, der Britannia. Offen bleibt hinsichtlich der avisierten Größenverhältnisse die Frage, wie der Neubau durch die Ems bugsiert werden soll. Übrigens: In den nächsten Jahren dürfen die Passagiere über den Schiffsnamen entscheiden. 

Autor: Karl W. P. Beyer
Redakteur