16.02.2017 – Die Kreuzfahrt-Initiative e. V., die Interessensvereinigung führender Kreuzfahrt-Vertriebsstellen in Deutschland, hat in Hamburg ihren Fair Play Award an Schiffsreisen-Veranstalter verliehen. Die Auszeichnungen gingen an Norwegian Cruise Line, Hapag Lloyd Cruises und Royal Caribbean.

Die Initiatoren der Kreuzfahrt-Initiative (31 Mitglieder) beklagen bei Kreuzfahrt-Veranstaltern in einem dynamischen Marktumfeld u.a. verstärkten Direktvertrieb, Verlagerung von Prozessen auf die Vertriebsebene und sinkende Vergütungen. Es liegt nahe, die gewerblichen und wirtschaftlichen Interessen des Kreuzfahrtenvertriebs gegenüber den Veranstaltern zu formulieren und möglichst durchzusetzen.

Norwegian Breakaway  verlässt New York

Norwegian Breakaway  verlässt New York


Im Jahr 2015 bewerteten die Mitglieder der Kreuzfahrt-Initiative erstmalig die 45 am deutschen Markt vertretenen Kreuzfahrt-Anbieter nach dem Schulnotensystem von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend). - Wie im Vorjahr landete im Jahr 2016 Norwegian Cruise Line mit der Gesamtnote 1,88 auf dem ersten Platz. Ebenfalls wie im Vorjahr landete Hapag Lloyd auf dem zweiten Platz (Note 1,92). Der dritte Preis ging an Royal Caribbean. Deren Tochtermarken Azamara Club Cruises (Premium Plus) und Celebrity Cruises (Premium) kamen auf die nächsten Ränge.

Hapag Lloyd - MS Europa 2

Hapag Lloyd - MS Europa 2 vor Samos


Gegenüber dem Jahr 2015 verbesserten sich die Ergebnisse. Der Verein schließt daraus, dass der konstruktive Dialog der Kreuzfahrt-Initiative mit den Reedereien funktioniert. Schließlich erbringen die in dem Bündnis organisierten Vertriebsstellen hohe Vorleistungen für die Reedereien und Veranstalter. Die Abrechnung der Vertriebsprovisionen erfolgt erst bei Abreise, also bis zu 20 Monate nach einer Buchung.Azamara Quest auf der Elbe vor Hamburg

Azamara Quest auf der Elbe vor Hamburg


Nach unserem Dafürhalten ist es zwar erhellend, welche Redereien/Veranstalter für vorteilhaftes Handeln im Interesse der Initiative gewürdigt wurden. Viel interessanter wäre es aber zu wissen, wie sich die Ergebnisse der bedeutenden Player am deutschen Markt von den Noten der Preisträger unterscheiden.