28.10.2014 – In Abu Dhabi (VAE) hat die Kreuzfahrt-Saison 2014/2015 begonnen. Als erstes Schiff legte am vergangenen Samstag die MS Rotterdam der Holland America Lines im Zayed Hafen an. Das Schiff befindet sich auf dem Weg von Rotterdam nach Kapstadt. Bis zum Saisonende werden in der Hauptstadt des gleichnamigen Emirats 93 Schiffe und 220.000 Passagiere erwartet. Bei den Schiffen entspricht dies einer Steigerung von 24 Prozent. Die Passagierzahlen werden um voraussichtlich 16 Prozent gesteigert.

Mit blumiger Sprache werden von den Reedereien „Tausendundeine-Nacht-Kreuzfahrten“ verkauft. Die Wochentouren starten zumeist in Dubai und laufen die Häfen von Muscat und Khasab (beide Oman) und das mehr als 620.000 Einwohner zählende Abu Dhabi an. Nach Angaben der Abu-Dhabi-Onlinenachrichtenagentur „The National Business“ werden für die Zukunft steigende Passagierzahlen vorausgesehen. In vier bis fünf Jahren werden bereits das Jahr über 130 Kreuzfahrtschiffe und 300.000 Passagiere in Abu Dhabi erwartet.

 Abu Dhabi - Sheikh Zayed bin Sultan al Nahyan Moschee

Für 2016 wird die Fertigstellung eines neuen Kreuzfahrtterminals erwartet. Die Anlage soll dann gleichzeitig drei Schiffe und bis zu 2.500 Passagiere abfertigen. Die Konzeption des Terminals orientiert sich am Hafen Barcelona. - Doch auch an anderen Orten der Golf-Region rechnen die Behörden mit zunehmenden Passagierzahlen. So wird davon ausgegangen, dass das “Mina Rashid Cruise Terminal“ in Dubai anstelle von fünf Schiffen wie bisher, nunmehr sieben Schiffe und 14.000 Passagiere gleichzeitig versorgen kann. Für Doha wird erwartet, dass der bisherige Handelshafen ab 2016 ausschließlich Kreuzfahrtschiffen zur Verfügung steht. Die gewerbliche Schifffahrt wird in ein neu errichtetes 7,4 Milliarden US-Dollar kostendes Hafengebiet  verlagert.  

Für die Vereinigten Arabischen Emirate ist in 2014 ein neues, vielfach verwendbares Einreisevisum erforderlich. Das 55 US-Dollar teure Visum soll die Reisen zwischen Abu Dhabi und den Nachbarstaaten vereinfachen. Die Behörden rechnen nicht damit, dass es zu Komplikationen mit dem neuen, vielfach verwendbaren Einreisevisum kommt.

Autor: Karl W. P. Beyer
Redakteur