15.02.2012

Am Wrack der Costa Concordia arbeiten Spezialisten der niederländischen Bergungsfirma SMIT Salvage BV gegen die Zeit. Wie zu hören ist, liegt das Schiffswrack in instabiler Lage und droht auseinander zu brechen. Ein großer Teil der 2.400 Tonnen Schweröl ist noch immer in den Schiffstanks.

Während die Experten fieberhaft arbeiten, laufen sich die Anwälte warm. Wie der Deutschlandfunk und andere Medien heute melden, haben in Miami/Florida, dem Sitz der Konzernmutter Carnival Cruise Lines, 39 Passagiere des verunglückten Schiffes Klagen gegen das Unternehmen eingereicht. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, das Wohlergehen der Reisenden „vollständig missachtet“ zu haben. Insgesamt werden Zahlungen in Höhe von nicht weniger als 528 Millionen Dollar gefordert. Schon im Januar hatten mehrere Passagiere Klage gegen Carnival eingereicht. Der Erfolg der Klagen bleibt abzuwarten. Gemäß den Geschäftsbedingungen von Costa Crociere sind Klagen gegen das Unternehmen nur in Italien zugelassen.

Daran halten sich voraussichtlich 19 deutsche Passagiere, die nach Auskunft ihres Anwalts in Italien klagen wollen.

Costa Crociere hat mitgeteilt, das bisher vorliegende Entschädigungsangebot in Höhe von 11.000 Euro bis zum 31.03.2012 verlängern zu wollen.

Autor: Karl W. P. Beyer
Redakteur