02.12.2014 – Nahezu unbemerkt absolvierte die MSC Magnifica einen 17-tägigen Trockendock-Aufenthalt in Rotterdam. Die MSC-Reederei beauftragte mit den Arbeiten Hollands größtes Schiffsbauunternehmen, die Damen Shipyards Group. Die Arbeiten wurden von der Damen Shiprepair in Rotterdam durchgeführt.

Um das beinahe 294 m lange und 32 m breite Schiff der MSC-Musica-Klasse aufzunehmen, wurde das mit 307 Metern Länge größte Dock der Werft bereitgestellt. Anlass für den Werftaufenthalt waren Stahlarbeiten und die Reinigung sowie der Anstrich des Unterwasserschiffs. Im Verlauf der Arbeiten mussten die beiden Rolls-Royce-Propelleranlagen abgenommen werden. Die Werft bezeichnete die Arbeiten an den Ruderanlagen als komplexen Job. Der Bereich musste vor Beginn der Verrichtungen hermetisch abgeschlossen und unter Druck gesetzt werden. Vorherige Planung und gute Vorbereitungen hätten sich nach Werftangaben ausgezahlt.

MSC Magnifica auf der Elbe vor Stade

Der Prozessverantwortliche der Damen-Werft erklärte, dass die Arbeiten reibungslos abliefen. Die herausfordernde Aufgabe konnte in der vorgesehenen Zeit ausgeführt werden. Dies sei absolut wichtig, da die Einsatzzeiten der Schiffe exakt getaktet sind. Während des Dockaufenthalts blieb die Mannschaft an Bord. Nach Werftangaben stellte die Crew eine spezielle Herausforderung dar, da während des Werftaufenthalts neben der eigentlichen Arbeit bei Landgängen der Besatzungsmitglieder umfangreiche Sicherheits-Checks vorgenommen werden mussten. Das Schiff hat nach Abschluss der Werftarbeiten inzwischen wieder seinen regulären Dienst ab Hamburg aufgenommen.

MSC Magnifica in Kopenhagen

Die Damen-Werft wurde bereits im Jahre 1927 gegründet. Das Unternehmen ist an diversen Standorten in den Niederlanden tätig. Außerdem werden weltweit Tochterunternehmen unterhalten. Am heutigen Tag wird mit der Saga Sapphire ein weiteres Kreuzfahrtschiff ins Rotterdamer Dock gehen. Davor absolvierten die MS Astor und die MS Marco Polo der britischen „Cruise and Maritime Voyages“ ebenfalls Kurzbesuche bei der Werft.

Autor: Karl W. P. Beyer
Redakteur