oceania cruises 701 logo 150Im Jahr 2002 gründeten erfahrene Kreuzfahrt-Experten mit einem Schiff das Kreuzfahrt-Unternehmen Oceania Cruises. Die von Beginn an in Miami ansässige Gesellschaft charterte anfänglich ein im Jahr 1998 gebautes 30.000-Tonnen-Schiff, dem der Name Insignia gegeben wurde. Sehr bald erkannte das Management, dass nur ein Schiff der Mühe nicht wert war. Ein Schwesterschiff wurde gechartert und in Insignia umbenannt. Die vormalige „Insignia“ erhielt den Namen Regatta.

Oceania Cruises - Regatta in Portland/Maine

Oceania Cruises - Regatta in Portland/Maine

Die Unternehmensgeschichte

Die Geschäfte liefen mit den „Gebrauchtschiffen“ offenbar so zufriedenstellend, dass Ende 2005 ein drittes gebrauchtes Kreuzfahrtschiff angeschafft werden konnte; es erhielt den Namen Nautica. Ein viertes Schiffe dieser „Regatta-Klasse“ ist die erst im Frühjahr 2016 von Princess Cruises übernommene und für 40 Millionen US-Dollar umgebaute Sirena.

Im Februar 2007, die Immobilien- und Finanzkrise in den USA erreichte ihren Höhepunkt, wurde die Kapitalmehrheit der Gesellschaft von der US-Venture-Gesellschaft Apollo Corporation übernommen. Deren finanzieller Hintergrund ließ es zu, zwei weitere Schiffe bei den Fincantieri-Werften in Italien zu ordern. Die firmenintern Oceania-Klasse genannten Neubauten gerieten mit einer Tonnage von 66.084 und einer Länge von knapp 240 Metern mehr als doppelt so groß wie die zuvor angeschafften Schiffe der Regatta-Klasse. Die im Jahr 2011 und 2012 übernommenen Schiff erhielten den Namen Marina und Riviera.

Oceania Cruises - Riviera in Venedig

Oceania Cruises - Riviera in Venedig

Die Premium-Kreuzfahrtmarke Oceania Cruises arbeitete zuletzt unter dem Dach der 2007 gegründeten Prestige Cruise Holdings. Zur Abrundung des Portfolios erwarben diese im Jahr 2008 die Luxusreederei Regent Seven Seas Cruises. Sechs Jahre später, im Herbst 2014, übernahm die Norwegian Cruise Line (NCL) Prestige Cruise Holdings zum Preis von 3,025 Milliarden US-Dollar. Größter Aktionär der NCL ist im übrigen Apollo Capital Management LP.

Für was steht Oceania Cruises?

Kreuzfahrtschiffe der Oceania Cruises, Motto: “Your world. Your way”, stehen für Eleganz, Luxus, exzellente Küche und mehr als 330 spektakuläre und exotische Reiseziele rund um den Erdball. Die sechs maximal 684 oder 1.250 Gäste fassenden Schiffe sollen anspruchsvollen und erfahrenen Reisenden außerordentliche Reiseerfahrungen bieten.

Schiffsklassen und Namen

Oceania-Klasse-Schiffe

Beide Schiffe haben jeweils 625 Kabinen, davon 147 Suiten. Nur 34 der Kabinen (14 Innen- und 20 Außenkabinen) besitzen keine Veranden. Der Deckplan weist sechs Restaurants mit freier Platzwahl aus.

Oceania Cruises - Marina in Amsterdam

Oceania Cruises - Marina in Amsterdam

Regatta-Klasse-Schiffe

  • Regatta
  • Insignia
  • Nautica
  • Sirena

Alle vier Schiffe wurden zwischen 1998 und 2000 gebaut. Grundlegend überholt wurden die drei Erstgenannten im Jahr 2014. Die Sirena erfuhr eine Sanierung bei Übernahme durch Oceania Cruises im Jahr 2016.

Die kleineren Schiffe bieten im Gegensatz zu den Oceania-Klasse-Schiffen nur vier Restaurants. Zudem differieren die Restaurantangebote der Schiffe. Regatta-Klasse-Schiffe haben jeweils 342 Kabinen, davon 62 Suiten. Die Balkonquote ist weniger opulent als die der Oceania-Klasse. Die Schiffe haben 27 Innen- und 83 Außenkabinen.

Oceania Cruises im Verbund der Norwegian Cruise Line

Eines unterschied Norwegian Cruise Line (NCL) bis 2014 von den beiden größeren Wettbewerbern Carnival und Royal Caribbean. Diese Unternehmen leisten sich bereits längere Zeit ein paar feine First Class-Tochtergesellschaften für anspruchsvolle Reisende. NCL fehlten diese. Das bestens etablierte Unternehmen musste sich dagegen auf Mittelklasse-Angebote beschränken. Mit der Übernahme der Prestige Cruise Holdings Inc. und deren Tochterunternehmen Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises wurde das Marken-Portfolio der Gruppe optimiert und der Abstand zu den Wettbewerbern verringert. 

 

Autor: Karl W. P. Beyer
Redakteur