princess-cruises-logoAchtzehn Kreuzfahrtschiffe der Princess Cruises bieten im Jahr 2016 Kapazitäten zwischen 672 und 3.560 Betten. Das Unternehmen beziffert die gesamte Kapazität auf 40.280 Betten. Alle Schiffe tragen das Symbol einer Meerjungfrau am Schornstein. Auf 150 Routen sind die Princess-Kreuzfahrtschiffe auf allen Meeren rund um den Globus unterwegs. Sie legen in 300 Häfen der Welt an. Zuletzt reisten jährlich mehr als 1,7 Mio. Kreuzfahrt-Passagiere mit Schiffen der Reederei.

In den Jahren 2013 und 2014 reihten sich zwei Schiffe der neugeschaffenen Royal Class in die Flotte ein. Es sind die Royal Princess und die Regal Princess. Beide Kreuzfahrtschiffe sind 330 Meter lang und über 36 Meter breit, vermessen sind die edel gestalteten Schiffe mit 141.000 BRZ. Die Zahl der Kabinen und Suiten wird mit 1.780 angegeben; bei Doppelbelegung entspricht das 3.560 Passagieren. Die Quote der Balkonkabinen beider Kreuzfahrtschiffe liegt nach Reederei-Angaben bei 81 Prozent. Unter dem Namen Majestic Princess wird derzeit ein weiteres Schiff der „Königsklasse“ gebaut. Es wird im Frühjahr 2017 den Dienst aufnehmen. Bestimmt ist es für den chinesischen Markt.

Princess Cruises - Regal Pprincess in HamburgPrincess Cruises - Regal Princess in Hamburg©Princess Cruises

Die Erfolgsgeschichte begann im Jahr 1965 mit einem Schiff. Damals charterte ein gewisser Stanley B. McDonald ein Passagierschiff mit dem Namen Princess Patrizia, um damit Kreuzfahrten von Los Angeles entlang der mexikanischen Westküste anzubieten. Das Schiff war allein wegen einer fehlenden Klimaanlage nicht für Kreuzfahrten unter mexikanischer Sonne geeignet. Der Start des Unternehmens war zwar ein solider Fehlschlag, trotzdem erwies er sich in der Nachschau als Beginn eines durchschlagenden Erfolgs.

Princess Cruises - Island PrincessPrincess Cruises - Island Princess

Denn zwei Jahre später folgte die Princess Italia. Dieses Schiff war schon eher für Kreuzfahrten tauglich, kam es doch den damaligen Ansprüchen der Gäste wesentlich näher. Die Flotte wurde schließlich noch um die Princess Carla erweitert.

Princess Cruises - Grand PrincessPrincess Cruises - Grand Princess

Im Jahr 1974 übernahm das weltgrößte Schifffahrtsunternehmen, die Peninsular & Oriental Steam Navigation Company (P&O) die Gesellschaft. Unter dem Namen P&O Princess Cruises wurde das Geschäft nicht zuletzt infolge der gegebenen Finanzkraft von P&O erfolgreich fortentwickelt. Weitere Schiffe kamen hinzu.

Die Gesellschaft profitierte ungemein von der beliebten US-Fernsehserie Love Boat. Die Episoden spielten auf Schiffen der Reederei, nämlich der Pacific Princess und der Island Princess. Millionen Fernsehzuschauer lernten Kreuzfahrten als attraktive Reiseform kennen und schätzen, sowie nebenbei auch das Unternehmen Princess Cruises.

Princess Cruises - Sapphire Princess in Ketchikan/AlaskaPrincess Cruises - Sapphire Princess in Ketchikan/Alaska

Nichts ist so erfolgreich wie der Erfolg. Das Schifffahrtsunternehmen expandierte weiter. Im Jahr 1988 wurde die italienische Reederei SITMAR Cruises integriert. Durch diesen Zusammenschluss wurde P&O Princess Cruises eines der größten amerikanischen Kreuzfahrtunternehmen. Der Herbst des Jahres 2000 brachte die Abspaltung und Verselbständigung des Betriebsteils P&O Princess Cruises plc.

Princess Cruises - Ruby Princess in Fort LauderdalePrincess Cruises - Ruby Princess in Fort Lauderdale

Der Firmensitz wurde nach Santa Clarita/Kalifornien verlegt. Seit der Zeit werden die Princess-Schiffe in Hamilton/Bermudas registriert. Es dauerte noch weitere drei Jahre, dann übernahm die Carnival Corporation für den Kaufpreis von 5,4 Mrd. US-Dollar die Reederei. Princess Cruises wurde auf Carnival verschmolzen und operiert seit dieser Zeit als Premiummarke unter dem Dach der Holland America Group als eine von zehn eigenständigen Marken der Carnival Corporation & plc, Miami.

(Karl Beyer – Update Februar 2016)

Autor: Karl W. P. Beyer
Redakteur