Auch heute fahren wir nicht auf die Aussichtsplattform des A’DAM Lookout. Es regnet zwar nur selten und auch nicht besonders viel, aber die Sicht ist einfach zu schlecht.

Von der Amstel bis zum Nieuw Markt

Gleich nach dem Frühstück geht es los. Mit der Straßenbahn fahren wir bis Oosteinde und folgen der Amstel stadteinwärts. Hier gibt es viel zu sehen, die Details finden Sie unter Amsterdam Sehenswürdigkeiten.

Die Magere Brug Die Blauwbrug mit Het Muziektheater Amsterdam

 

Wir passieren das Königliche Theater, die Magere Brug und die Hermitage Amsterdam. Dann überqueren wir die Blauwbrug, gehen am Opernhaus vorbei, über den Flohmarkt am Waterlooplein und stehen schon vor dem Rembrandthaus, der Wohn- und Arbeitsstätte des Künstlers. Es ist malerisch hier: gegenüber eine Schleuse, daneben ein winziges altes Haus mit dem Café Slyswacht und dahinter der Kanal Oudeschans mit der Keizersbrug.

Café De Sluyswacht Die Oudeschans mit Montelbaanstoren

 

Amsterdam hat übrigens mehr Kanäle als Venedig und circa 1280 Brücken. Als nächstes schauen wir uns die Zuiderkerk an und dann die Waag am Nieuw Markt.

Amsterdams Rotlichtviertel

Danach ist das Rotlichtviertel an der Reihe. In Amsterdam ist das ein völlig normales Quartier. Frauen in Schaufenstern, das Erotikmuseum und mitten drin die schöne Oude Kerk mit der ältesten Kirchenglocke der Stadt. Viele Amsterdamer Bürger liegen hier begraben, auch Rembrandts Frau. In der Oude Kerk werden noch Gottesdienste abgehalten, vor allem aber wird sie für wechselnde Ausstellungen genutzt.

Kunstinstallation in der Oude Kerk

Kunstinstallation in der Oude Kerk


Auf dem Oudekerkplein nicht weit vom Eingang der Kirche steht die Skulptur „Belle“, eine Ehrung für die Sexarbeiterinnen in aller Welt. Und eine Platte im Boden „de gestreelde borst“ zeigt eine Brust, die von einer Hand berührt wird. Amsterdam ist schon sehr speziell.

Skulptur Belle am Oudekerksplein Die Gestreichelte Brust

 

Mittags fahren wir zurück zur Azamara Journey. Das Kreuzfahrtterminal liegt nahe zum Zentrum Amsterdams, und bei einem vollen Tagesprogramm ist eine Pause nicht schlecht.

Rund um den Dam

Nachmittags fahren wir mit der Tram vom Kreuzfahrtterminal bis zum Dam, dem zentralen Platz Amsterdams. Am Dam liegen viele repräsentative Gebäude. Da ist zunächst der Königliche Palast. Er wird nur noch zur Repräsentation genutzt und kann besichtigt werden. In der prächtigen Nieuwe Kerk, der ehemaligen Krönungskirche, finden heute Ausstellungen, Konzerte und ähnliches statt. Das Nationalmonument, ein 22 Meter hoher Obelisk, erinnert an die Opfer der deutschen Besetzung.

Am Dam Das Nationaal Monument

 

Auch das Kaufhaus De Bijenkorf gehört zu den sehenswerten Gebäuden. Da es gerade wieder regnet, schauen wir uns das Kaufhaus näher an. Am besten gefallen uns die vielen verschiedenen Restaurants in der obersten Etage. Auch ein sehr idyllischer Außenbereich mit Blick auf Amsterdams Dächer gehört dazu. Wir gehen noch einmal bis zur Oude Kerk und passieren die Beurs van Berlage, die älteste Börse der Welt. Uns interessiert die Ausstellung, die in der Oude Kerk gezeigt wird. Gleichzeitig besichtigen wir diese beeindruckende Kirche.

Zwischen Damrak und Singel

Zum Abschluss bummeln wir durch das Viertel hinter dem Damrak und dem Einkaufszentrum Magna Plaza.

Im Inneren des Magna Plaza Ebenen des Magna Plaza

 

Wir schlendern durch die Gassen bis zur Singel, dem ehemaligen Festungsgraben. Die Singel umschließt zusammen mit dem Kloveniersburgwal das alte Amsterdam, das heutigen Zentrum. Amsterdam ist eine interessante Stadt. Wie oft waren wir schon in Amsterdam? Und jedes Mal gibt es Neues zu entdecken oder schon Gesehenes muss aufgefrischt werden.

Oudezijds Kolk

Oudezijds Kolk


Passend zur Destination Amsterdam gibt es abends im Windows Café das Dutch Dinner Buffet: Holländische Spezialitäten in großer Vielfalt, z.B. Fisch in leckeren Variationen und eine opulente Käseauswahl. Wir konnten gar nicht aufhören zu essen.

Fortsetzung folgt

 

Nach einem traumhaft schönen Tag in Bremerhaven erwartet uns Amsterdam mit Regen. Morgens fahren wir durch die IJmuiden-Schleuse in den Nordseekanal und später in das IJ. Das ist an einem sonnigen Tag sicherlich eine interessante Fahrt. Heute zieht es uns nicht auf die Außendecks.

German Frühschoppen auf der Azamara Journey

Ab 11:30 Uhr findet der „German Frühschoppen“ statt, das heißt, es gibt regionale deutsche Spezialitäten. Das Buffet ist wegen des schlechten Wetters im Discoveries-Restaurant aufgebaut. Ob Sauerbraten, Würstchen, Kraut, Brezeln oder Apfelkuchen, an alles hat man gedacht. Natürlich auch an deutsches Bier.

Band beim Traditional German Frühschoppen

Band beim Traditional German Frühschoppen


Und die Präsentation der Speisen ist verlockend. Dazu spielt die „German Band“ deutsche Schlager und zünftige Musik. Es sieht so aus, als hätten die Musiker der Bordkapelle Spaß bei deutschen Liedern und Schlagern. Aber auch die mitreisenden Amerikaner, Neuseeländer oder Australier fühlen sich sichtbar wohl beim Frühschoppen.

Mittags erreichen wir Amsterdam. Das Kreuzfahrtterminal liegt nicht weit vom Amsterdamer Hauptbahnhof entfernt neben dem Konzertsaal Muziekgebouw aan’t IJ. Unser geplanter Ausflug für den Nachmittag fällt leider „ins Wasser“. Wir wollten auf den A’DAM Lookout. Das ist eine Aussichtsplattform auf einem Hochhaus gegenüber dem Hauptbahnhof. Das Gebäude ist weithin sichtbar. Der 360 Grad Blick von 100 Metern Höhe über Amsterdam soll grandios sein. Wir besuchen Aussichtsplattformen lieber bei klarem Wetter.

 

A'DAM Lookout

A'DAM Lookout


Das Rijksmuseum und Rembrandts Nachtwache

Unsere Alternative bei Regen ist der Museumplein mit einem Besuch des Rijksmuseums. Die Straßenbahn der Linie 26 hält fast vor dem Kreuzfahrtterminal. Am Hauptbahnhof steigen wir in die Linie 12 um und fahren bis zum Rijksmuseum. Das ist ein gewaltiges Bauwerk. Auf 12.000 Quadratmetern werden Kunst und Kunsthandwerk, unter anderem Gemälde, Silber und Porzellan, ausgestellt. Sehenswert ist auch die große kunstgeschichtliche Bibliothek, die über mehrere Stockwerke reicht.

Die Bibliothek im Rijksmuseum Rembrandts Nachtwache

 

Das berühmteste Ausstellungsstück im Rijksmuseum ist immer noch Rembrandts „Nachtwache“. Und wie die meisten der Besucher sehen wir uns dieses Meisterwerk natürlich an.

Amsterdams Museumplein

Zwischen Rijksmuseum und Museumplein bewundern wir den „i amsterdam-Schiftzug“. Wir gehen über den Museumplein, der heute einem See ähnelt. Rechts passieren wir erst das Van Gogh Musuem und dann das Stedelijk Museum, das moderne Kunst und Kunstinstallationen ausstellt.

Van Gogh Museum am Museumplein Empfangshalle des Stedelijk Museum

 

Überall ist reichlich Betrieb. Wie gut, das Amsterdam auch bei Regen genug Abwechslung bietet. Wir machen uns auf den Rückweg. Heute erwartet uns noch ein ganz besonderes Event: Der AzAmazing Evening.

AzAmazing Evening im ehemaligen Arsenal von Amsterdam

Azamara Club Cruises bietet seinen Gästen auf jeder Kreuzfahrt in einem der Häfen eine inkludierte Abendveranstaltung. Während unserer Reise mit der Azamara Quest von Dubai nach Athen war das ein Ausflug vom Hafen Akaba / Jordanien aus zu den Beduinen im Wadi Rum.

Heute steht der Abend unter dem Motto „Choral evening at the National Maritime Museum”.

Das Amsterdamer Schifffahrtsmuseum

Das Amsterdamer Schifffahrtsmuseum


Passend zum Beginn des Transfers hat es aufgehört zu regnen. Vom Kreuzfahrtterminal fahren je 90 bis 100 Personen mit einem Grachtenboot zum Schifffahrtsmuseum im ehemaligen Arsenal. Die Fahrt ist nicht weit: Durch den Oosterdoksdoorgang, vorbei am Wissenschaftsmuseum NEMO ist es weniger als einen Kilometer. Dann legen die Boote direkt vor dem rekonstruierten Ostindiensegler „Amsterdam“ an. Das Museum ist nur für die Gäste der Azamara Journey geöffnet. Wir können umhergehen und die Exponate ansehen.

An Bord des Ostindienseglers Amsterdam Die Royal Barge des Scheepvartmuseums

 

Die lebendige Variante der Nachwache

Die künstlerischen Darbietungen finden im Innenhof des Museums statt unter einem Dach aus tausenden Glasfragmenten. Abends wird dieses Glasdach von kleinen LEDs beleuchtet und gleicht damit einem Sternenhimmel. Die Atmosphäre ist einmalig. Zu Beginn singt ein Shanty Chor bekannte Seemannslieder, es folgt ein Kammerorchester mit zwei Solisten. Und zum Abschluss marschiert eine lebendige Nachwache auf und posiert auf der Bühne. Es ist eine begeisternde Vorstellung.

Die Nachbildung der Nachtwache

Die Nachbildung der Nachtwache


Dazu werden Getränke gereicht und natürlich Käsehäppchen. Zu Beginn des Abends lief die Organisation der Boote etwas schleppend, aber die außergewöhnliche Veranstaltung ließ das schnell vergessen. Auch zurück fahren wir wieder mit den Grachtenbooten. Ein unvergesslicher Abend. In Amsterdam bleiben wir über Nacht.

weiterlesen: Tag 7: Amsterdam

 

Heute ist ein Seetag. Wir schlafen lange und frühstücken auf der Terrasse des Windows Café. Es wird Zeit einen Tag auszuspannen; wir waren bisher ganz schön viel unterwegs. Wir genießen den sonnigen Tag auf den komfortablen Liegen am Pool und auf unserem Balkon. Zwischendurch schießen wir Fotos vom Schiff.

Das Pooldeck der Azamara Journey

Das Pooldeck der Azamara Journey


Cocktail mit dem Captain

Am späten Nachmittag findet ein Event des Azamara Clubs statt. Der Captain – Master of the ship Johannes Tysse – lädt zum Cocktail-Empfang ein. Etliche seiner Offiziere und Manager sind auch da. Bei Azamara Club Cruises wird viel Wert auf die Bindung zu den Gästen gelegt. Das ist nicht ganz so schwer auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff. Es entspricht aber der Firmenphilosophie, dass die Offiziere und Manager sich auf dem Schiff sehen lassen und dann auch ansprechbar sind.

Hoteldirektor und Executive Chef beim Traditional German Frühschoppen

Hoteldirektor und Executive Chef beim Traditional German Frühschoppen


Abends essen wir im Discoveries Restaurant. Das Essen ist - wie nicht anders zu erwarten - vorzüglich. Auch die wechselnde Weine sind immer passend.

Kleine und feine Kreuzfahrtschiffe mit ausgezeichnetem Service

Zu Azamara Club Cruises gehören drei Kreuzfahrtschiffe. Mit dem Schwesterschiff Azamara Quest fuhren wir vor etwa zwei Jahren von Dubai durch den Sueskanal nach Athen. Es war eine unvergessliche Reise.

Die Azamara Schiffe sind kleine Schiffe mit weniger als 350 Kabinen. Sie sind komfortabel eingerichtet und bieten dem Gast erhebliche Freiräume. Dazu gehören lange Liegezeiten, Aufenthalte über Nacht und großzügige Essenzeiten.

Die Küche ist hervorragend, ebenso die im Reisepreis enthaltenen wechselnden Weine und sonstigen Getränke. Der Service ist umsichtig, was bei einer Besatzungsstärke von 407 Personen und höchstens 690 Passagieren nicht verwunderlich ist.

Azamara Journey - Aqualina Restaurant

Azamara Journey - Aqualina Restaurant


Formelle Kleidung wird an Bord nicht erwartet, überwiegend sieht man sportlich lässige Freizeitkleidung. Wobei lässig nicht nachlässig bedeutet.

Die Klientel ist international. Auf der Azamara Journey reisen mit uns rund 300 Nordamerikaner, viele Australier, Neuseeländer, Briten, Nordeuropäer und auch 25 Deutsche. Überall auf dem Schiff, beim Essen oder in den Bars treffen wir auf interessante Menschen, mit denen wir uns gern und gut unterhalten.

weiterlesen: Tag 5 - Bremerhaven

 

Um 9:00 Uhr ist wegen des starken Nebels kaum etwas zu sehen. Wir hoffen aber, dass sich dieser Nebel bald lichten wird. Laut Wettervorhersage soll es richtig schön werden.

Verwandlung eines Kreuzfahrtschiffs

Vor uns liegt die „Deutschland“. Sie wird sie umgestaltet in „World Odyssey - Semester at sea“.

Columbuskaje Bremerhaven - World Odyssey - Semester at sea

Columbuskaje Bremerhaven - World Odyssey - Semester at sea


Zweimal im Jahr bietet die Colorado State University Kurse auf See an. Der Lehrstoff hat einen Bezug zu den Ländern, die bereist werden. Nach der Theorie an Bord geht es dann in den Ländern um die Praxis vor Ort. Alle äußeren Zeichen, dass dieses Schiff die Deutschland ist, werden hier in Bremerhaven gerade abgeschraubt und übermalt.

Es gibt einen kostenlosen Shuttlebus von der Columbuskaje bis zum Auswandererhaus. Von dort ist es nicht weit zu allen Sehenswürdigkeiten Bremerhavens.

Hansekogge, Walfänger und Schlepper

Wir starten mit dem deutschen Schifffahrtsmuseum. Das Gebäude soll kernsaniert werden, so dass nur wenige Ausstellungsräume geöffnet sind. Trotzdem gibt es noch genug zu sehen, z.B. die alte Hansekogge aus dem Jahr 1380.

Deutsches Schifffahrtsmuseum mit Museumsschiffen Museumsschiffe im alten Hafen

 

Im Außenbereich können drei Schiffe besichtigt werden: ein Walfänger und zwei Schlepper. Im alten Hafen liegt auch die Bark „Seute Deern“, ein knapp 100 Jahre alter Segler, jetzt ein Museums- und Restaurantschiff. Besichtigt werden kann auch das U-Boot „Wilhelm Bauer“, das als Technikmuseum gilt.

Dreimastbark Seute Deern

Dreimastbark Seute Deern


Das Deutsche Auswandererhaus

Auf das Auswandererhaus sind wir schon sehr gespannt. Es ist das größte europäische Erlebnismuseum zum Thema Aus- und Einwanderung. Jeder Besucher übernimmt für den Rundgang die Identität eines Auswanderers. Man erfährt die Vorgeschichte, durchlebt intensiv die einzelnen Stationen der Auswanderung und erfährt die Details über das spätere Leben. Alle Schicksale sind umfassend recherchiert. Das ist beeindruckend. Den Bereich der Einwanderung finde ich nicht so interessant. Möglicherweise waren nur die Grenzen meiner Aufnahmefähigkeit erreicht.

Deutsches Auswandererhaus Karteikästen im Deutschen Auswandererhaus

 

Bremerhaven von oben und vom Wasser aus gesehen

Als nächstes fahren wir im Hotel Atlantic Sail City auf die Aussichtsplattform in der 20. Etage. Der Nebel ist inzwischen verschwunden, der Himmel ist strahlend blau, und wir haben den Panoramablick schlechthin.

In der Einkaufspassage Mediterraneo machen wir eine Pause. Dann gehen wir die Promenade an der Weser entlang bis zum historischen Wasserstandsanzeiger und weiter bis zum Anleger der Autofähre. Sie pendelt auf der Weser zwischen Bremerhaven und Nordenham-Blexen. Wir möchten gern das Bremerhavener Panorama vom Wasser aus ansehen. So richtig lohnt diese Fahrt nicht, aber der Blick auf Bremerhaven ist trotzdem schön.

Bremerhavens Panorama

Bremerhavens Panorama


Zurück gehen wir wieder die Promenade entlang, passieren den Museumshafen und schauen auf den kleinen Hafen, in dem die Ausflugsboote ablegen. Dann fahren wir mit dem Shuttlebus zur Azamara Journey. An der Columbuskaje suchen wir noch nach der Stelle, an der Elvis Presley, damals Rekrut der US Army, 1958 an Land ging. Eine Bronzetafel auf der Kaje erinnert an dieses Ereignis. Wir sehen die Tafel leider nicht, weil ein Kran sie verdeckt.

Bremerhaven ist ein attraktives Ziel: Die gepflegten Promenaden an der Weser, die einladenden Cafés und Restaurants, dazu Top-Museen wie das Auswandererhaus und das Schifffahrtsmuseum. Das alles hat uns sehr gut gefallen.

Bremerhavens Semaphor

Bremerhavens Semaphor


weiterlesen: Tag 6 - Amsterdam

 

Die Azamara Journey ist auf dem Weg nach Oslo und kommt dort laut Plan um 8:00 Uhr an. Wir stehen aber schon sehr früh auf, damit wir die Fahrt durch den Oslofjord erleben können.

Oslo vom Oslofjord aus gesehen

Das ist ein Vorteil unserer Kabine: Schon vom Balkon aus können wir die Landschaft genießen. Es ist leicht neblig, aber später ist es den ganzen Tag über klar, sonnig und warm. Langsam gleiten wir an der Halbinsel Bygdoy vorbei und am Astrup Fernley Museum, wir sehen auf das gewaltige Osloer Rathaus und die Akershus Festung.

Astrup Fearnley Museum Oslos Rathaus

 

Unser Liegeplatz ist in Bjørvika, gegenüber dem Opernhaus und vor dem Gebäudekomplex Salt, nicht wie vorher angezeigt unterhalb der Akershus Festung. Dort wird gegen 10:00 Uhr die Mein Schiff 4 anlegen.

Vom Liegeplatz der Azamara Journey ist es nicht weit bis zum Bahnhof. Dort – exakt: in der Ostbanehallen - öffnet um 9:00 Uhr die Touristeninformation. Wie fast immer auf unseren Reisen, werden wir auch die Sehenswürdigkeiten in Oslo auf eigene Faust erkunden. Wir kaufen das Tagesticket für den Nahverkehr. Mit der Linie T1 der Osloer Schnellbahn, die im Stadtzentrum unterirdisch verläuft, fahren wir auf den Berg Holmenkollen.

Ostbanehallen Im alten Bahnhof

 

Holmenkollen - die älteste Skisprungschanze der Welt

Dort wollen wir die gleichnamige Skisprungschanze besichtigen. Schon vom Schiff aus ist sie zu sehen. Die Skisprungschanze Holmenkollen wurde 1892 eröffnet und ist die älteste der Welt. Sie ist das Wahrzeichen von Oslo und gilt als meistbesuchte Attraktion Norwegens. 2010 wurde sie erneuert. Der frei schwebende Schanzenturm ragt 60 Meter in den Himmel. Innen führt ein Schrägaufzug zum Absprungbereich und zu einer Aussichtsplattform.

Holmenkollen Schanze

Holmenkollen Schanze


Die Bahn klettert den relativ steilen Berg hinauf bis auf eine Höhe von über 450 Metern. Die Höhenmeter werden an jeder Bahnstation angezeigt. Wir fahren durch beschauliche Vororte und können immer wieder auf den Oslofjord und die Stadt blicken. Nach 25 Minuten Fahrtzeit steigen wir bei 278 Höhenmetern an der Station Holmenkollen aus. Bis zum Schanzenbereich sind es noch einmal gut 15 Minuten Fußweg den Berg hinauf. Die Holmenkollen-Schanze ist tatsächlich ein spektakuläres Bauwerk.

Durch das Skimuseum in den unteren Etagen gehen wir bis zum Schrägaufzug. Immer 14 Personen haben Platz in der Kabine, aber wir sind früh dort und müssen kaum anstehen. Auf der Aussichtsplattform erwartet uns eine 360 Grad Rundumsicht über die Stadt, den Oslofjord und die umliegenden Wälder. Passend zu unserer Ankunft lösen sich die wenigen Wolken auf. Die Aussicht ist überwältigend.

Ski-Museum der Holmenkollen Schanze Holmenkollen Stadion Blick von der Schanze auf Oslo Auslauf der Holmenkollen Skischanze

 

Wir fahren mit dem Schrägaufzug zurück. Mutige können auch an einer Zipline, die entlang der Schanze verläuft, nach unten schweben. Nichts für uns, zudem finden wir den Preis dafür mit mehr als 76 EUR ziemlich hoch. Auf dem Rückweg sehen wir uns den Landebereich mit den Tribünen an. In dieser Arena finden auch regelmäßig Events statt, heute bspw. spielt eine Band. Es ist Sonntag, und viele Besucher strömen zum Holmenkollen.

Monumentale Skulpturen im Vigelandspark

Mit der Linie T1 fahren wir zurück, steigen jedoch auf Höhe des Frognerparks aus. Teil dieses Parks ist der so genannte Vigelandpark. Es ist der weltweit größte Skulpturengarten, den ein einziger Künstler geschaffen hat. Über 200 Skulpturen aus Bronze, Granit und Schmiedeeisen des Bildhauers Gustav Vigeland aus den Jahren 1907 bis 1943 sind hier installiert. Besonders eklatant ist die 17 Meter hohe Figurensäule „Monolitten“, die die Entwicklung des Menschen in seinen Lebensstadien zeigt.

Vigelandspark - Monolith

Vigelandspark - Monolith


Am Eingang des Parks steigen wir in die Tram der Linie 12, die Richtung Hauptbahnhof fährt. Wir nutzen gern die Gelegenheit mit einer Tram zu fahren, weil man während einer Fahrt so viel sehen kann.

Ein spektakuläres Opernhaus unter Eisschollen

Mittags machen wir Pause auf der Azamara Journey. Von der Außenterrasse des Restaurants sehen wir auf das 2008 eröffnete Opernhaus. Es wurde als Halbinsel in den Fjord hineingebaut und kann nicht anders als spektakulär bezeichnet werden. Das Dach sieht aus wie übereinander geschichtete riesige Eisschollen, die bis zum Wasser reichen. Insgesamt sind es rund 20.000 m² Dachfläche, belegt mit zehn bis zwanzig Zentimeter dicken Marmorplatten.

Oslos neues Opernhaus

Oslos neues Opernhaus


Auf dem Dach kann man spazieren gehen. Das ist auch gewünscht, weil die auf dem Dach vorsichtig laufenden Personen von weitem wie watschelnde Pinguine aussehen. Und im Wasser vor dem Opernhaus ist die Skulptur „Hun Ligger“ installiert, die an einen treibenden Eisberg erinnert.

Der Dom von Oslo und das Rathaus

Unser erstes Ziel am Nachmittag ist die Oslo Domkirke. Der Dom von Oslo wurde im 17. Jahrhundert gebaut und 1697 geweiht. Die Kanzel, die Altartafel und die Orgelfassade sind im Original erhalten. Ein sehenswertes Bauwerk, besonders beeindruckend finden wir die Deckenmalereien.

Oslo Domkirke Deckenmalereien in Oslos Dom

 

Rund um den Dom wurden in den Jahren 1841-1858 Arkaden gebaut, die als Markthallen dienten. Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz und wurden 1960 umfassend restauriert. Heute befinden sich dort Läden und gastronomische Betriebe.

Mit der Tram 12 fahren wir einige Stationen in Richtung Aker Brygge bis zum Rathausplatz. Wir möchten unbedingt noch das Rathaus besichtigen, das um 16:00 Uhr geschlossen wird. Das Rathaus ist der Sitz der politischen und administrativen Führung Oslos.

Oslos Rathaus Die Halle des Osloer Rathauses

 

Es wurde 1950 eröffnet. Hier wird jedes Jahr der Friedensnobelpreis verliehen. Besonders schön sind die Eingangshalle und die öffentlich zugänglichen Empfangsräume, die mit Motiven aus der norwegischen Geschichte und Kultur ausgeschmückt sind.

Der König ist zuhause

Über den Fridtjof-Nansen-Platz gehen wir in Richtung Karl Johanns Gate, die vom Hauptbahnhof bis zum Königlichen Schloss führt. Wir passieren das Nationaltheater und gehen direkt auf die sehr schönen Gebäude der Universität zu. Nach links haben wir uneingeschränkte Sicht auf das Schloss.

Das Königliche Schloss

Das Königliche Schloss


Hier lebt der norwegische König Harald V. mit seiner Königin Sonja. Über dem Schloss weht die norwegische Flagge. Das bedeutet: der König ist zuhause. In den Sommermonaten, von Ende Juni bis Mitte August, kann das Schloss besichtigt werden. Sehenswert ist der Wachwechsel der königlichen Garde, der jeden Tag um 13:30 Uhr stattfindet.

Wir gehen die Karl Johann Gate entlang. Die Straße ist zwischen dem Schloss und dem Storting sehr repräsentativ. Es gibt einen parkähnlichem Mittelstreifen, schöne Geschäfte und das bekannte Grand Hotel. Das Storting, das norwegische Parlament, ist ein wuchtiges und imposantes Gebäude und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Neben der Karl Johans Gate verlaufende Baumallee Das Storting - Norwegens Parlament

 

Am Hafen von Pipervika

Noch einmal gehen wir bis zum Rathausplatz, diesmal bis zum Nobels Fredssenter. Im Nobel Friedenszentrum erfährt man alles über Alfred Nobel, den Friedensnobelpreis und die Preisträger. Außerdem gibt es wechselnde Ausstellungen, insbesondere zu den Themen Frieden, Krieg und Konfliktlösung.

Am Fjord, im Hafen von Pipervika, laufen die Boote zur Museumsinsel Bygdoy aus.

Fähranleger Bygdoy

Fähranleger Bygdoy


An den westlichen Piers beginnt Aker Brygge, früher ein Werftgelände, jetzt ein attraktives Geschäfts- und Wohnviertel. Mit mehr als 40 gastronomischen Betrieben ist die Promenade davor ein beliebter Treffpunkt für Osloer und Touristen.

Gegenüber auf einer Anhöhe liegt die Festung Akershus. Sie entstand um 1300 als mittelalterliche Burg und wurde im 17. Jahrhundert zum Schloss umgebaut. Heute wird das Schloss von der Regierung zu Repräsentationszwecken genutzt. Auf dem weitläufigen Festungsgelände gibt es verschiedene Museen. Die Aussicht auf den Hafen, das Rathaus und das quirlige Aker Brygge soll den leichten Aufstieg lohnen.

Akershus Festung Akershus Festung mit Kreuzfahrtschiff

 

Unterhalb der Festung Akershus hat die Mein Schiff 4 festgemacht. Wir sahen sie morgens vom Holmenkollen aus beim Einlaufen in den Hafen. Später – gegen 20:00 Uhr - sehen wir sie durch den Fjord davonfahren.

Mit der Tram fahren wir zur Station am Hauptbahnhof. Zum Abschluss sehen wir uns noch das Operhaus ganz aus der Nähe an. Erst das offene Foyer, dann spazieren wir auf das Dach. Und zwar bis ganz nach oben. Es ist richtig: hinunter geht man überaus vorsichtig, der Vergleich zu einem watschelnden Pinguin ist sehr treffend.

Oslos neuem Opernhaus aufs Dach gestiegen Das Neue Opernhaus

 

White Night Party auf der Azamara Journey

Gegen 19:30 Uhr sind wir zurück auf der Azamara Journey. An diesem Abend ist auch auf der Azamara Journey viel los. Die so genannte White Night Party wird zelebriert. Das heißt, es gibt ein tolles Dinner Buffet draußen auf Deck 9. Um den Pool und auf dem offenen Laufgang darüber sind Tische und Stühle aufgestellt. Alles ist weiß dekoriert.

White Night an Bord der Azamara Journey in Oslo

White Night an Bord der Azamara Journey in Oslo


Das Essen ist besonders lecker und köstlich. Passend zum Liegeplatz Oslo gibt es eine unglaubliche Auswahl an Lachsspezialitäten. Es ist ein wunderschöner Abend, den wir sehr genießen.

Um 22:00 Uhr verlässt die Azamara Journey den Hafen von Oslo. Wir haben heute sehr viel gesehen. Trotzdem ist ein Tag viel zu wenig für diese sehenswerte Stadt.

weiterlesen: Tag 4 - Auf See