Am frühen Morgen erreichen wir Las Palmas. Wir verlassen um 7.00 Uhr das Schiff und fliegen um 10.00 Uhr zurück nach München.

Seit unserem Start in Santos / Brasilien haben wir fast 4.000 Seemeilen nach Gran Canaria zurückgelegt. Wir haben in neun Häfen angelegt, von denen uns sieben vorher nicht bekannt waren. Während unserer Reise wurden wir von rund 330 Crewmitgliedern betreut, die aus 19 Nationen stammten.

Fazit: Eine wunderschöne Tour, ein angenehmes Schiff. An- und Abreise könnten für viele Passagiere besser organisiert werden. Sobald man allerdings auf dem Schiff ist, befindet man sich in kompetenter freundlicher Betreuung. Service, Essen, Getränke und die guten Informationen, alles stimmt und passt. Rundum ein gelungener Urlaub.

AIDAcara - Im Hafen von Mindelo/KapverdenAIDAcara - Im Hafen von Mindelo/Kapverden 

Anne Plau

Eigentlich sollten wir heute San Sebastian auf La Gomera anlaufen. Eine kurzfristige Änderung der Route führt uns nach Santa Cruz auf Teneriffa. Das ist bedauerlich, weil wir noch nie auf La Gomera waren und es gern kennen gelernt hätten. Teneriffa dagegen kennen wir gut. Allerdings gibt es in Santa Cruz immer genug Schönes zu sehen.

AIDAcara - Im Hafen von TeneriffaAIDAcara - Im Hafen von Teneriffa

Das Kreuzfahrtterminal liegt ganz nahe der Plaza España, also mitten im Ort. Wir starten unsere kleine Besichtigungstour nach Süden in Richtung Barranco de Santos. Die Kirche Nuestra Señora de la Conceptión hatte bei unseren bisherigen Aufenthalten immer geschlossen, heute haben wir Glück. Es ist die katholische Hauptkirche von Santa Cruz, man erkennt sie an dem auffälligen Turm. Sie ist außergewöhnlich prächtig ausgestattet.

Teneriffa - Iglesia de Nuestra Senora de la ConcepcionTeneriffa - Iglesia de Nuestra Senora de la Concepcion

Wir schlendern am Meer entlang und besichtigen das Auditorio de Tenerife, den spektakulären Bau von Santiago Calatrava, in dem Konzerte und Kongresse stattfinden, die Freibadanlage Parque Maritimo von César Manriques und das Castillo San Juan.

Teneriffa - Parque MaritimoTeneriffa - Parque Maritimo

Zurück gehen wir vorbei am Mercado Central, der pittoresken Markthalle, und dem futuristischen Bau des Kunst- und Kulturzentrums TEA. Schauen Sie sich den kleinen Laden an. Dort können Sie Objekte einheimischer Künstler zu akzeptablen Preisen kaufen.

Nach einem letzten Bummel durch das Zentrum genießen wir später noch einmal die Sonne auf dem Schiff. In Deutschland wird uns das warme Wetter fehlen.

Am Abend gibt es ein Büfett mit besonders leckeren Sachen, eine Abschiedsshow des Tanz- und Gesangsensembles und eine letzte Poolparty mit Lasershow.

weiterlesen: Tag 18 Las Palmas

 

Welch ein Unterschied zu Praia. Mindelo liegt am Ende einer großen Bucht und gefällt uns sofort. Mit einem Taxifahrer einigen wir uns auf eine Tour zum Monte Verde, dem höchsten Berg auf São Vicente, dann zum Ribeira Strand bis Calhau und durch das Landesinnere zurück nach Mindelo. Die Fahrt ist klasse. Jedes Teilstück unserer Tour ist unterschiedlich. Die Straße auf den Monte Verde hinauf ist mit Granitsteinen gepflastert, die Vegetation ist karg, ganz oben auf 750 m Höhe fahren wir in Wolken. Der Blick nach unten ist hier also nicht gut, und es ist richtig kalt.

Sao Vicente - Auffahrt zum Monte VerdeSao Vicente - Auffahrt zum Monte Verde

In Salamansa treffen wir auf hohe Wellen, hier ist Kite-Surfen angesagt. Die Saison ist allerdings vorbei, der Strand gehört uns und den wenigen anderen Kreuzfahrern, die sich heute hierher verirren. Es folgen die Strände von Baia Gatas und Baia Grande, flach abfallende Strände, die in der Hochsaison sicher gut besucht sind, dann fahren wir entlang der traumhaft schönen Dünenlandschaft von Praia Grande bis Calhau.

Sao Vicente - Die Dünenlandschaft von Praia GrandeSao Vicente - Die Dünenlandschaft von Praia Grande

Von dort geht es durch das Tal Ribeira de Calhau zurück nach Mindelo. Das Tal wird landwirtschaftlich genutzt, und die einzelnen Parzellen wirken wie Oasen.

Sao Vicente - Ribeira de CalhauSao Vicente - Ribeira de Calhau

In Mindelo sind die wenigen Gebäude, die man sich ansehen sollte, nah beieinander. Der Nachbau des Torre de Belém bei Lissabon, der Fischmarkt, die neue Strandpromenade, die zweistöckige Markthalle, einige noch von den Engländern erbaute Häuser mit kleinen Erkern, all das ist hübsch anzusehen. Die Kirche Nossa Senhora da Luz ist leider geschlossen. In Mindelo kann man sich gut einige Zeit aufhalten. Der Ort ist nicht so laut wie Praia, die Straßen und Plätze sind sauber.

Sao Vicente - Mindelo - Avenida MarginalSao Vicente - Mindelo - Avenida Marginal

Die AIDAcara liegt im Porto Grande unterhalb der Ruine Fortim del Rei. Für den Weg entlang am Wasser, der sehr malerische Blicke auf die weite Bucht und Mindelo bietet, braucht man zu Fuß etwa 20 Minuten.

Sao Vicente - Die HafenbuchtSao Vicente - Die Hafenbucht

Mindelo und São Vicente haben uns sehr gut gefallen.

weiterlesen: Tage 15 und 16 - Auf See

 

Über AIDA: Die Reisen mit AIDA Schiffen sind meines Erachtens exakt für den deutschen Markt konzipiert worden. Das macht natürlich Sinn, da 98% der Passagiere Deutsche sind. Sämtliche Angebote treffen in hohem Maße den deutschen Geschmack, angefangen bei der Bordsprache Deutsch, der zwanglosen Kleidung, dem Essen in Büfettform und den Mitmach-Shows. Wohlfühlen wird ganz groß geschrieben.

Leider beziehen die meisten Reisenden dieses Wohlfühlen nur auf sich und nehmen wenig bis gar keine Rücksicht auf andere. Lässige Kleidung wird dann schnell nachlässig, ein frisch gedeckter Tisch ist mitten in einer Essenszeit kaum zu bekommen, und es ist sehr schwierig ungestört eine Show zu genießen.

AIDA wirbt damit, dass viele Dinge im Reisepreis enthalten sind, die bei anderen Gesellschaften bezahlt werden müssen, z.B. der Service. Natürlich ist alles sehr sauber und ordentlich, sonst würden die Gäste nicht wieder kommen. Trotzdem ist es ein Unterschied, denn der Service ist zwar gut aber durchaus reduziert. Die Kabinen werden einmal am Tag gereinigt, nicht zweimal – wie wir es von Mitbewerbern gewohnt sind. Essen und Getränke zu den Mahlzeiten holt man sich selbst, und die Bestecke stehen in Besteckständern auf den Tischen. Das hat ein gehobenes Jugendherbergsniveau.

AIDAcara - Markt RestaurantAIDAcara - Markt Restaurant

Wenn man gepflegt essen und trinken und dazu auch noch umsichtig bedient werden möchte, muss man dafür bezahlen. Aber all dies wissen wir, bevor wir auf ein AIDA Schiff gehen.

Ein Riesenplus auf unseren Reisen mit AIDA war immer die Crew. Alle Mitarbeiter, vom General Manager bis zur Kabinenstewardess, machen einen richtig guten Job und überzeugen durch freundliche Kompetenz.

weiterlesen: Tag 17 - Santa Cruz

 

Wir wissen nicht exakt, was uns in Praia erwartet.

Kapverden  Die Oberstadt von PraiaKapverden  Die Oberstadt von Praia

Wir würden jedoch gern eine Tour nach São Jorge, einem landschaftlich besonders schönen Tal, oder zur Cidade Velha machen, der ehemaligen Hauptstadt Santiagos, jetzt eine Ruinenstadt und seit 2008 UNESCO Weltkulturerbe. Am Hafen warten viele Taxen, die nach Preistabelle fahren. Hier regiert schon der Euro. Die Fahrt zur Cidade Velha einschließlich Aufenthalt kostet 40 EUR, für weitere 10 EUR hält der Fahrer überall dort, wo wir wollen. Wir handeln nicht; die Kapverden gehören zu den ärmsten Ländern der Welt.

Die Hauptstadt Praia ist laut, dreckig und wenig ansehnlich. Wir passieren einige moderne Gebäude, wie den Sitz der Regierung, das Stadion oder die Universität, auf die unser Fahrer voller Stolz hinweist, die uns aber nicht gefallen. Erst als wir den Ort verlassen, wird es für uns interessanter. Die Insel ist sehr karg und trocken, aber trotzdem gefällt uns die Landschaft. Cidade Velha liegt etwa 15 km von Praia entfernt. Vom aufwändig restaurierten Fort São Filipe oberhalb von Cidade Velha kann man auf den Ort und die Inseln davor blicken. Vom Ort selbst darf man nicht zuviel erwarten. Die ehemalige Kathedrale ist immer noch eine Ruine, in der Hühner herumlaufen. Der zentrale Platz im Ort ist allerdings sehr pittoresk, weil dort schon einige Gebäude restauriert wurden.

Kapverden - Platz in Cidade VelhaKapverden - Platz in Cidade Velha

Insgesamt aber muss man Cidade Velha nicht gesehen haben.

Wir verlassen unser Taxi in der auf einem Plateau gelegenen Oberstadt Praias an der Praça Alexandre Albuquerque. Von der alten Garnison Jaime Moto aus kann man gut die Bucht von Praia überblicken. Auch die Kirche Nossa Senhora da Graca ist sehenswert. Im Gegensatz zum unten gelegenen Teil der Stadt ist hier alles sehr sauber, es gibt einladende kleine Cafés und Läden, einen sehr afrikanisch anmutenden Markt.

Kapverden - Gemüsemarkt in PraiaKapverden - Gemüsemarkt in Praia

Wir hatten diese Vielfalt nicht erwartet. Einen Bummel durch Praias Oberstadt kann man nur empfehlen.

weiterlesen: Tag 14 - Mindelo / São Vicente

 

 

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