Internet auf hoher See: nützliche Hinweise für Skipper

Kreuzfahrtschiffe der neuesten Generation sind mit modernster Technik ausgestattet, um zu navigieren und den Reisenden erstklassigen Internetzugang zu gewährleisten. Was das anbelangt stellt sich die Frage, wie es in dieser Hinsicht mit Segel- oder Motoryachten bestellt ist.

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Florida - Sportboote und Segelyachte in den Florida Keys


Diese Schiffe bieten eine nahezu grenzenlose Freiheit. Einzelne Skipper nutzen die Gelegenheit, um sich für kurze Zeit vollkommen aus dem Tagesgeschehen auszuklinken. Sie gehen ein paar Tage vom Netz. Dennoch gibt es viele gute Gründe, um auf hoher See den Zugang zum Internet zu nutzen.

Es ist unstrittig, dass ein Internetzugang das Leben auf dem offenen Meer in vielfacher Hinsicht erleichtert. Das „Netz“ ermöglicht den Zugang zu Navigationsinformationen und hilft, mit Freunden und der Familie in Kontakt zu bleiben. Unser Leitfaden bietet Informationen für jene, die mehr wissen wollen.

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AQUIJO Segelyacht


Kein Internetzugang ohne aufwendige technische Lösungen

Der Aufenthalt auf hoher See erfordert enormen technischen Aufwand, um mit dem Land in Verbindung zu bleiben. Das größte Problem stellt die Entfernung dar. Zur Kompensierung der Reichweite erfordert dieses Thema größere, komplexere Satelliten. Als weitere Schwierigkeit erweist es sich, dass kleinere Boote ständig in Bewegung sind, sie schwanken. Die Bewegungen beeinträchtigen die Empfangsqualität. Satellitenverbindungen erfordern aus diesem Grund einen stabilen Standort. Aufwendige, kostspielige Technik gleicht dieses Manko aus. Ein funktionsfähiger Internetzugang ist unerlässlich, um unterwegs jederzeit Yachthäfen, Treibstoff, Lebensmittel und elementare Dienstleistungen zu finden.

 

 

Internet auf dem Boot: So funktioniert es

Im Zeitalter des Internets greifen die Skipper auf Satellitendienste zurück. Die Dienste-Anbieter unterstützen den Empfang von Nachrichten und Telefongesprächen und bieten die Möglichkeit zum Surfen im Internet und für den HDTV-Empfang.

Ein wirksamer und verlässlicher Internetzugang ist davon abhängig, wie weit die Boote von der Küste entfernt sind. Um den Zugang selbst unter extremen Bedingungen zu gewährleisten, bieten einzelne Hersteller Satellitenschüsseln in Verbindung mit Datentarifen, die wie bei landbasierten Mobiltelefon- oder Internetverträgen monatlich abgerechnet werden. Bootsführer, die eine umfassende Abdeckung wünschen, entscheiden sich für die Satellitentechnik, weil sie auf offenem Meer einen zuverlässigen Service garantiert. Die Technik setzt maßgeschneiderte und hochwertige Internet-Satellitensysteme voraus. Deren Kosten erreichen schnell Größenordnungen von bis zu 40.000 Euro. Bootseigner, die sich nicht zu weit von der Küste entfernen, verwenden anstelle der teuren Satellitenschüsseln Signalverstärker als kostengünstigere Lösung.

Mobilität hat im Internetzeitalter jederzeit Priorität. Angehörige freier Berufe arbeiten vom Boot aus und genießen als Zugabe landschaftlich reizvolle Orte. Die hybriden Arbeitskräfte tauschen das Büro gegen ein Yachtdeck und steigern neben ihrer Produktivität auch die Sicherheit, wenn sie zusätzlich ein VPN kostenlos nutzen.

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QCTOPUS Yacht


Verbindungsoptionen auf See und die damit verbundenen Kosten

Landgestütztes WiFi

Wer nah am Land herumschippert, nutzt nach dem Festmachen das WLAN der Marina als billigste Option für den Internetzugriff. In einigen Fällen wird kostenloser Internetzugang angeboten. In Spitzenzeiten, wenn sich viele Boote im Hafen aufhalten, erweist es sich oftmals als schwierig, eine stabile Verbindung unter Deck aufzubauen. In solchen Fällen verbessert ein WiFi-Booster die Verbindung. Ein Beispiel für diese Technik ist das WL510 WiFi Access System von Digital Yacht. Das Gerät wird mit dem Ethernet-Anschluss eines Laptops verbunden. Der Empfangsradius reicht bis zu 1,5 Kilometern; eine perfekte Lösung, um schwache Verbindungen in Yachthäfen zu verstärken.

 

 

Mobile Daten

Netzanbieter gewährleisten die Verwendung des Smartphones als Hotspot. Auf diese Weise wird die mobile Internetverbindung als WiFi-Hub für andere Geräte an Bord genutzt. Diese kostengünstige Option funktioniert ausschließlich in Fällen, in denen sich das Mobiltelefon nah am Ufer in Reichweite eines Mobilfunkmastes befindet.

Zusätzlich gibt es Geräte, die den Empfang eines schwachen 4G-Signals verstärken helfen. Viele Anbieter verwenden Antennen, die weitaus leistungsfähiger sind als die eines Mobiltelefons. Beim Einsatz dieser Technik wird ein vorhandenes 4G-Signal um das mehrfache verstärkt.

Datennutzung kostet

Wie bekannt, führt eine gesteigerte Datennutzung zu höheren monatlichen Kosten. Hinzu kommt, dass Konten mit angeblich unbegrenzter Datennutzung und „limitierten Obergrenzen" für die Datennutzung auf langen Reisen finanzielle Komplikationen bereiten. Die meisten „unbegrenzten" Mobilfunktarife begrenzen die Datenrate, sobald die Obergrenzen erreicht werden. Die darauf folgenden Einschränkungen bewirken eine Verzögerung der Empfangs- und Sendequalität, mit der Konsequenz, dass Video-Streaming und Zoom-Anrufe in der Praxis nicht mehr gegeben sind.

Fazit

Der Internetzugang auf hoher See und im Hafen ist eine Grundvoraussetzung der Schifffahrt. Vor der ersten Ausfahrt ist somit der Bedarf an Hard- und Software exakt zu abzuklären und auf die persönlichen Bedürfnisse abzustimmen.

 

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