Wie gut funktioniert das Internet auf Kreuzfahrtschiffen?

Wie gut funktioniert das Internet auf Kreuzfahrtschiffen?

Wer möchte nicht gern einige Wochen auf einem Kreuzfahrtschiff verbringen, um neue Länder und Kulturen zu erkunden. Das ist der Traum vieler Menschen. Beim heutigen Stand der Technik kommt allerdings schnell die Frage auf, wie verlässlich das Internet auf Kreuzfahrtschiffen ist.

Die Reisenden möchten Fotos an Familie und Freunde schicken, Touren an den Reisezielen koordinieren und generell mit der Welt verbunden bleiben. In diesem Artikel untersuchen wir, welche Punkte in Bezug auf Internet an Bord eines Kreuzfahrtschiffs zu beachten sind.

Norwegian Epic in Livorno


Wie kommt das Internet an Bord?

Die Mobilfunknetze, die in den üblichen Verträgen angeboten werden, beziehen sich normalerweise nur auf terrestrische Gebiete. Sobald man sich von den Landmassen weiter entfernt, gibt es keine Verbindung mehr. Ähnlich wie beim Flugzeug können auch Kreuzfahrtschiffe dank Satellitentechnik ein eigenes Mobilfunknetz aktivieren.

Sicherheit für das Surfen an Bord

Wie bei anderen Hotspots gelten auch beim Surfen an Bord bestimmte Sicherheitsregeln.

  • aktualisierte Antivirenprogramme und Firewall
  • Nutzung sicherer Passwörter mit Groß-, Kleinbuchstaben und Zahlen
  • Verzicht auf das Versenden sensibler Daten
  • Einsatz von VPN für sichere Datentransfers (Lesen Sie mehr über VPN und seine Vorteile für Reisende.)

Gelten Roaming-Angebote auf einem Kreuzfahrtschiff?

Roaming-Verträge, wie sie bei der Reise in andere Länder typisch sind, funktionieren nicht auf hoher See – und das, obwohl Tausende von Schiffen auf den Meeren zirkulieren. Sobald Urlauber das Festlandnetz verlassen, werden Sie vom Netzanbieter darüber informiert. Es folgt der Wechsel in ein nicht-terrestrisches Netz, das jedoch sehr teuer sein kann.

Wir empfehlen deshalb, die Funktion zum automatischen Einwählen in Netzwerke zu deaktivieren, um unnötige Kosten zu vermeiden. Auch bei den Roaming-Kosten kann der Verbraucher eine Obergrenze setzen, die vom Anbieter nicht überschritten werden darf. Die Folge: Die Verbindung wird unterbrochen. Die für das Internet an Bord verwendete Satellitentechnik kann je nach Anbieter sehr kostenintensiv ausfallen.

Norwegian Epic 658 Deck 18 Blick auf Hauptpool und Sundecks

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Wie gut ist das Netz?

E-Mails abrufen oder Nachrichten schreiben ist kein Problem. Dienste wie Streaming oder Videoanrufe funktionieren auf einem Kreuzfahrtschiff hingegen nur eingeschränkt. Die Gründe dafür liegen auf der Hand.

Die Satellitenverbindung ist nicht so stark wie an Land. Viele Nutzer auf dem Schiff, die oftmals gleichzeitig auf das Netz zugreifen, sorgen für eine Überlastung des Systems. Speziell in abgelegenen Regionen, beispielsweise im Norden oder auf hoher See kann das Signal besonders schwach sein. Gleiches gilt, wenn schlechte klimatische Verhältnisse herrschen.

Während zu Beginn des Satelliten-Internets nicht alle Kabinen eines Schiffes gleich starkes Internet erhielten, fokussieren sich die Reedereien jetzt auf diesen Aspekt. Jede Kabine hat derzeit über das interne Bord-Satellitensystem Zugang zum Internet. Die meisten Schiffe besitzen außerdem ein spezielles Internet-Terminal mit optimiertem Netz.

 Einflussfaktoren für die Stärke des Internets an Bord im Überblick:

  • klimatische Bedingungen
  • geografische Position des Kreuzfahrtschiffs
  • Anzahl der Menschen an Bord, die gleichzeitig das Internet nutzen.
  • technische Ausstattung in den Kabinen

Fazit

Internet auf hoher See ist verfügbar, aber recht teuer und mitunter langsam. Vor der Nutzung des Internets an Bord von Kreuzfahrtschiffen sollten die Sicherheitsvorkehrungen für das eigene Gerät geprüft und der individuelle Bedarf an Gesprächsminuten ermittelt werden.


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