Autor: Karl W. P. Beyer

Die Verbraucherzentrale Brandenburg wies vor Kurzem auf den obigen Sachverhalt hin. Anlässlich des Streiks des Kabinenpersonals bei der Lufthansa sollte wieder einmal an die Rechtslage erinnert werden.

Verpasst ein Urlauber wegen eines verspäteten Fluges seine Kreuzfahrt, muss die Fluggesellschaft für den entstandenen Schaden aufkommen. Das gilt auch für Hotelbuchungen, die infolge der Verspätung nicht angetreten werden können. So ist es im Montrealer Übereinkommen geregelt. Das Abkommen regelt Haftungsfragen im internationalen zivilen Luftverkehr. – Nicht zahlen muss die Airline, wenn sie selbst Opfer höherer Gewalt geworden ist. Höhere Gewalt liegt beispielsweise im Falle einer Naturkatastrophe vor.

Wurden zwei Flüge mit unterschiedlichen Gesellschaften gebucht und wird infolge des verspäteten ersten Flugs der Anschlussflug nicht erreicht, muss die erste Airline für den Schaden aufkommen.

Wichtig ist in solchen Fällen, dass sich die Reisenden die Zusammenhänge bestätigen lassen. Als da wären die Flugverspätung, zusätzliche Hotelaufenthalte oder Zusatzkosten für den Weitertransport.