Der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im Jahr 2010 ist uns noch gut in Erinnerung. Mit den Folgen des Vulkanausbruchs hat sich vor Kurzem der Bundesgerichtshof beschäftigt.

Im vorliegenden Fall ging es um eine Kreuzfahrt im karibischen Raum. Der Kläger hatte die Flüge gesondert zur Kreuzfahrt erworben und konnte die von Fort Lauderdale ausgehende Reise wegen des behördlichen Flugverbots nicht pünktlich antreten. Der Reiseveranstalter hatte daraufhin Stornogebühren in Höhe von 90 Prozent des Reisepreises erhoben.

Das Gericht entschied, dass in Fällen wie diesen „höhere Gewalt“ vorläge. Die Kreuzfahrt konnte zwar durchgeführt werden. Die Teilnahme war dem Reisenden offenbar nicht möglich, oder erheblich erschwert. In solchen Fällen dürften Reiseverträge ohne Stornogebühren gekündigt werden.