13. März 2026 - Costa Cruises wird in der Wintersaison 2026/2027 keine Kreuzfahrten im Orient anbieten. Darüber informiert die Reederei derzeit Gäste, die entsprechende Reisen bereits gebucht hatten, per E-Mail. Als Grund nennt Costa die weiterhin ungewissen Aussichten im Nahen Osten.

Mit der Entscheidung streicht Costa nicht nur die geplanten Orient-Kreuzfahrten, sondern auch die zuvor vorgesehenen Positionierungsfahrten der Costa Smeralda von und nach den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Nach Angaben der Reederei wolle man Gästen und Reisepartnern frühzeitig Klarheit und Planungssicherheit geben. Costa verweist in dem Schreiben darauf, dass man sicherstellen wolle, dass jede Reise „entspannend, angenehm und sorgenfrei“ verlaufe. Bereits derzeit ist nach Unternehmensangaben kein Schiff von Costa im Nahen Osten im Einsatz.
Costa Smeralda stattdessen auf den Kanaren
Statt im Orient soll die Costa Smeralda im Winter 2026/2027 auf den Kanarischen Inseln stationiert werden. Dort ist eine neue siebentägige Route zwischen den Kanaren und Madeira geplant.
Auch für die Costa Pacifica gibt es Änderungen. Das Schiff, das nach einem geplanten Werftaufenthalt ursprünglich ebenfalls für Reisen rund um die Kanaren und Madeira vorgesehen war, soll nun im westlichen Mittelmeer als Ergänzung zur Costa Toscana eingesetzt werden. Geplant sind dort einwöchige Kreuzfahrten sowie längere Reisen nach Südeuropa und Nordafrika. Laut Costa soll es dabei auch neue exklusive Langstreckenrouten geben.
Die neuen Reisen der Costa Smeralda auf den Kanaren sowie der Costa Pacifica im westlichen Mittelmeer und nach Nordafrika sollen ab Ende März über die Vertriebskanäle der Reederei buchbar sein.
Diese Optionen bietet Costa betroffenen Gästen an
Betroffene Gäste können ihre Buchung nach Angaben von Costa auf eine andere Kreuzfahrt umbuchen. Wer sich für diese Option entscheidet, erhält zusätzlich ein kostenloses Bordguthaben von 100 Euro pro Erwachsenem, maximal 200 Euro pro Kabine bei zwei Erwachsenen. Das Bordguthaben werde direkt mit der Endabrechnung verrechnet. Ein nicht genutzter Restbetrag werde jedoch nicht erstattet.
Alternativ bietet Costa auch eine Rückerstattung der bereits eingezogenen Beträge im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen an. Wurde die Reise per Überweisung bezahlt, sollen Gäste ihre Bankverbindung an Costa übermitteln. Bei Kreditkartenzahlung soll die Erstattung auf die verwendete Karte erfolgen.
Frist bis Ende April 2026
Nach Angaben aus dem Schreiben stehen die Kreuzfahrtexperten von Costa für Rückfragen und zur Klärung einer passenden Lösung bis zum 30.04.2026 zur Verfügung.
Zugleich erinnert die Reederei daran, bei einer Umbuchung auf andere Routen die jeweils erforderlichen Reisedokumente zu prüfen. Dazu zählen je nach Zielgebiet auch notwendige Visa für Einreise oder Transit.
Mit der Absage reagiert Costa offenbar vorsorglich auf die weiterhin unsichere Lage in der Region. Für gebuchte Gäste bedeutet das zwar eine erhebliche Änderung ihrer Urlaubspläne, gleichzeitig schafft die Reederei damit aber frühzeitig Klarheit für die Wintersaison 2026/2027.