Hurtigruten plant den Einsatz emissionsfreier Postschiffe

Hurtigruten plant den Einsatz emissionsfreier Postschiffe


31. März 2022 – In Zusammenarbeit mit der norwegischen Forschungsorganisation SINTEF entwickelt Hurtigruten Norwegen emissionsfreie Schiffe für die norwegische Küste. Nach den beiden weltweit ersten Hybrid-Expeditionsschiffen MS Roald Amundsen und MS Fridtjof Nansen plant das norwegische Traditionsunternehmen für die klassische Postschifflinie eine zukunftsweisende Innovation. Die Reederei beabsichtigt, ab 2030 das erste emissionsfreie Postschiff auf der Postschiffroute einzusetzen.

Seit dem Jahr 1893 befahren Hurtigruten-Schiffe die Postschiffroute entlang der norwegischen Küste. Die Reise startet in Bergen und endet in Kirkenes, nahe der russischen Grenze. Im Verlauf einer Fahrt laufen die Postschiffe 34 Häfen an. Die Schiffe versorgen die Küstengemeinden und dienen Einheimischen und Touristen als Linienschiffe, um von einem Hafen zum nächsten zu gelangen. Die Region gilt als einmalig und schützenswert.

Die Idealvorstellung ist die, emissionsfreie Schiffe auf der Route entlang der norwegischen Küste einzusetzen. Gegenwärtig wird die Hurtigruten-Flotte einem beispiellosen Modernisierungsprogramm unterzogen. Dessen Ziel es ist, die CO2-Emissionen um 25 Prozent und die Stickoxid-Emissionen der Schiffe um 80 Prozent zu senken.

Hurtigrutenpostschiff -Richard With im Geirangerfjord

Hurtigrutenpostschiff -Richard With im Geirangerfjord


Es kommt noch besser: Hurtigruten arbeitet mit dem norwegischen Forschungsinstitut SINTEF an dem zukunftsorientieren Projekt eines emissionsfreien Schiffsbetrieb entlang der norwegischen Küste. Das Vorhaben umfasst alle Aspekte eines neuen Schiffbauprogramms, vom Design über Antrieb, Energie und Treibstoff bis hin zu Hotelbetrieb und digitalen Lösungen. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie werden technologische und betriebliche Lösungen für emissionsfreie Hurtigruten-Postschiffe an der norwegischen Küste erforscht. Hurtigruten beschreibt SINTEF als eine der größten unabhängigen Forschungseinrichtungen in Europa. Das Unternehmen sei weltweit führend im Bereich umweltfreundlicher maritimer Technologien und Energiesysteme.

Nach Ansicht von Hurtigruten bestehen diverse Möglichkeiten, die künftige Infrastruktur für grüne Energie zu nutzen. Mehrere Häfen planen gegenwärtig den Aufbau von Landstromanschlüssen. Hurtigruten ist überzeugt, dass Norwegen eine leistungsfähige Forschungs- und Schifffahrtsindustrie besitzt. In der Politik gäbe es große Bereitschaft, die nachhaltige Schifffahrt zu unterstützen. Sofern sich in der Planungs- und Umsetzungsphase nicht noch unüberwindbare Hürden zeigen, dürfte dem Einsatz eines emissionsfreien Postschiffs vom Jahr 2030 an nichts mehr im Wege stehen. Die Konkurrenz, gemeint ist Havila-Kystruten, schläft nicht.

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