1. April 2026 – Handtuchreservierungen auf dem Pooldeck gehören auf vielen Kreuzfahrtschiffen seit Jahren zu den meistdiskutierten Themen unter Gästen. Jetzt soll eine Reederei laut Brancheninformationen eine neue technische Lösung testen: Ein KI-gestütztes System soll erkennen, ob eine Liege tatsächlich genutzt wird oder lediglich mit einem Handtuch, einer Tasche oder einem Buch reserviert wurde.
Nach den bislang bekannt gewordenen Informationen soll das neue System auf ausgewählten Kreuzfahrtschiffen in einer Testphase eingeführt werden. Ziel ist es demnach, ungenutzte Liegen auf dem Pooldeck nach einer bestimmten Zeit wieder freizugeben und so die Situation für andere Gäste zu entspannen.
Intern soll das Projekt angeblich unter dem Namen Smart Sunbed Control laufen. Zum Einsatz kommen sollen Sensoren in den Liegen, eine kameragestützte Erfassung der Belegung sowie eine Zeitmessung, die registriert, wie lange eine Liege ohne anwesende Person blockiert wird.

Automatische Freigabe nach definierter Toleranzzeit
Das System soll nicht sofort eingreifen, sobald ein Gast seine Liege kurz verlässt. Nach aktuellem Stand ist vielmehr eine Toleranzzeit von 30 Minuten vorgesehen. In dieser Zeit können Gäste beispielsweise schwimmen gehen, sich an der Bar etwas holen oder das Buffet besuchen, ohne ihren Platz direkt zu verlieren.
Erst wenn die Liege über diesen Zeitraum hinaus unbelegt bleibt, obwohl sie weiterhin mit persönlichen Gegenständen reserviert ist, soll das System reagieren. Zunächst erscheint laut den vorliegenden Informationen auf einem kleinen Display an der Liege ein Hinweis. Im Anschluss wird die Liege im System als wieder verfügbar markiert.
Das Handtuch oder andere abgelegte Gegenstände sollen dabei ausdrücklich nicht entfernt werden. Stattdessen geht es offenbar nur darum, die Liege offiziell wieder freizugeben und damit für mehr Transparenz auf stark nachgefragten Sonnendecks zu sorgen.
Test auf sonnenreichen Routen geplant
Getestet werden soll die Technik zunächst auf Schiffen, die in besonders beliebten Warmwasserregionen unterwegs sind. Dazu könnten Reisen im Mittelmeer, rund um die Kanaren oder in der Karibik zählen. Gerade auf diesen Routen ist der Andrang auf die besten Plätze am Pooldeck oft besonders groß.
Ein Insider aus dem Umfeld des Projekts soll erklärt haben, dass klassische Hinweise in den Bordprogrammen oder Durchsagen bislang nur begrenzte Wirkung gezeigt hätten. Mit einer technischen Lösung wolle man nun einen neuen Ansatz ausprobieren, um Konflikte zwischen Gästen zu reduzieren.
Auch Anbindung an die Bord-App im Gespräch
Besonders interessant ist eine weitere Funktion, die sich offenbar noch in der Prüfung befindet. Demnach könnte die Technik künftig mit der Bord-App verbunden werden. Gäste würden dann in Echtzeit sehen können, in welchen Bereichen des Pooldecks aktuell noch freie Liegen verfügbar sind.
Zusätzlich sei angedacht, dass Gäste eine kurze Benachrichtigung erhalten, wenn ihre reservierte, aber nicht genutzte Liege kurz vor der automatischen Freigabe steht. Ob diese Funktion tatsächlich umgesetzt wird, ist derzeit allerdings noch offen.
Ein typisches Kreuzfahrt-Thema mit viel Diskussionspotenzial
Kaum ein Thema sorgt auf Kreuzfahrten regelmäßig für so viele Diskussionen wie Handtücher auf ungenutzten Liegen. Während manche Gäste früh am Morgen ihre Plätze sichern, wünschen sich andere mehr Fairness und eine konsequentere Regelung durch die Reedereien. Die Idee, dieses Problem mit Sensorik und künstlicher Intelligenz anzugehen, wirkt daher zwar modern, dürfte aber ebenfalls schnell für neue Debatten sorgen.
Ob und in welcher Form ein solches System tatsächlich eingeführt wird, bleibt abzuwarten. Schon jetzt ist aber klar: Sollte die Technik kommen, dürfte sie auf vielen Schiffen intensiv beobachtet werden.
Und bevor jetzt die Suche nach den ersten Schiffen mit Smart Sunbed Control beginnt: Natürlich handelt es sich bei dieser Meldung um einen Aprilscherz. Wir wünschen trotzdem einen entspannten 1. April – mit oder ohne freie Liege auf dem Pooldeck.