03. Juni 2025 – Mit der neuen Landstromanlage in Kopenhagen legt die AIDAnova erstmals emissionsfrei an und markiert damit einen Wendepunkt für saubere Kreuzfahrthäfen..
AIDAnova auf See
Königlicher Startschuss für sauberen Strom
Mit einem symbolischen Knopfdruck durch König Frederik X. von Dänemark ist am 2. Juni 2025 die neue Landstromanlage am Cruise Terminal Oceankaj in Kopenhagen offiziell in Betrieb gegangen. Unter den Augen von EU-Energiekommissar Dan Jørgensen und Verkehrsminister Thomas Danielsen schaltete die AIDAnova als erstes Kreuzfahrtschiff ihre Bordgeneratoren ab und bezog emissionsfreien Strom vom Land.
Meilenstein für die maritime Energiewende
Für AIDA Cruises ist Kopenhagen bereits der 14. Hafen in Europa mit Landstromanschluss. „Diese Anlage ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Schifffahrt“, betonte AIDA-Präsident Felix Eichhorn bei der Zeremonie. Die Reederei hatte den dänischen Partnern 2022 zugesagt, den Ausbau tatkräftig zu unterstützen – ein Versprechen, das nun eingelöst wurde.
Klimanutzen in Zahlen
- 360 Landstrom-Anläufe absolvierte AIDA Cruises bereits 2024 – fünfmal mehr als im Vorjahr.
- Über 500 sind für 2025 geplant; damit wird fast jeder zweite Hafenstopp in Nordeuropa mit sauberem Landstrom erfolgen.
Hafen Kopenhagen-Malmö setzt sich ambitionierte Ziele
Barbara Scheel Agersnap, CEO des Hafens Kopenhagen-Malmö, hob hervor, dass das Terminal schon 2025 Netto-Null-CO₂-Emissionen erreichen will. Die Landstromanlage bildet das Herzstück dieser Strategie, denn sie erlaubt es, Schiffe während der Liegezeit komplett fossilfrei zu versorgen.
AIDAnova: Vorreiter mit LNG – jetzt auch an der Steckdose
Die 2018 in Dienst gestellte AIDAnova fährt bereits mit verflüssigtem Erdgas (LNG) und ist für künftige alternative Kraftstoffe vorbereitet. Zusammen mit der Landstromnutzung sinken die lokalen Emissionen im Hafen nahezu auf null – ein Modell, das AIDA in immer mehr europäischen Destinationen ausrollt.
Europas Landstrom-Netz wächst rasant
Erst Ende März nahm Rotterdam seine erste Kreuzfahrt-Landstromanlage in Betrieb, ebenfalls mit der AIDAnova als Premierenschiff. Mit Kopenhagen steigt die Zahl der AIDA-Häfen mit Landstromanschluss nun auf 14 in sieben Ländern – Tendenz weiter steigend.
Ausblick
Die EU verlangt, dass bis 2030 alle großen Seehafenterminals Landstrom anbieten. Kopenhagen zeigt, wie es gehen kann: Durch enge Kooperation von Hafenbetreibern, Regierung und Reedereien lassen sich ehrgeizige Klimaziele erreichen – und Kreuzfahrtgäste genießen künftig sauberere Luft an Deck.