- MSC World America im Detail
- MSC World America: Daten und Fakten
- Unser erster Eindruck von der MSC World America
- World Promenade und World Galleria prägen das Schiff
- Atmosphäre an Bord: international und deutlich amerikanisch geprägt
- Für wen eignet sich die MSC World America?
- Die Größe: größte Stärke und gleichzeitig Schwäche
- MSC World America Kabinen: große Auswahl, genaues Hinsehen lohnt sich
- Gastronomie: sehr gute Inklusivleistungen und viele kostenpflichtige Alternativen
- MSC World America Bars und Getränkepaket
- Entertainment und Attraktionen
- Pools und Außendecks
- Spa und Fitness
- Service und Sauberkeit
- MSC for Me App: hilfreich, aber zu dominant
- 14 Nächte auf der MSC World America: Was passiert nach sieben Tagen?
- Ausschiffung in Miami
- Stärken und Schwächen der MSC World America
- Unser Fazit zur MSC World America
- Häufige Fragen zur MSC World America
- Ist die MSC World America für Familien geeignet?
- Ist die MSC World America für ruhesuchende Gäste geeignet?
- Wird auf der MSC World America Deutsch gesprochen?
- Welche Kabine sollte man auf der MSC World America buchen?
- Sind Balkonkabinen mit Promenadenblick auf der MSC World America empfehlenswert?
- Lohnt sich das Premium-Getränkepaket?
- Sind Spezialitätenrestaurants notwendig?
- Reichen sieben Nächte für die MSC World America?
Die MSC World America ist ein Kreuzfahrtschiff der Superlative: mehr als 333 Meter lang, ausgelegt für bis zu 6.764 Gäste und vollgepackt mit Restaurants, Bars, Pools, Shows und Attraktionen. Im April 2026 waren wir insgesamt 14 Nächte an Bord und bereisten auf zwei kombinierten 7-Nächte-Routen ab und bis Miami die westliche und östliche Karibik.

MSC World America in Ocean Cay
Auf unserer Reise besuchten wir Puerto Plata, San Juan, Cozumel, Roatán, Costa Maya und zweimal die MSC-Privatinsel Ocean Cay. Wir bewohnten eine Fantastica-Balkonkabine und hatten außerdem Gelegenheit, zahlreiche weitere Kabinenkategorien zu besichtigen. Dazu gehörten Innen- und Außenkabinen, barrierefreie Kabinen, Terrassenkabinen, Promenaden-Balkonkabinen, Kabinen mit absenkbarer Fensterfront sowie eine Premium Suite Aurea.
Nach zwei Wochen an Bord blieb vor allem ein Eindruck: Die MSC World America lebt von ihrer enormen Vielfalt. Restaurants, Bars, Entertainment und Attraktionen, Pools, Spa und Fitness sowie ein internationales Bordleben sorgen dafür, dass kaum Langeweile aufkommt. Der Preis dafür sind lange Wege, viele Menschen und nur wenige wirklich ruhige öffentliche Bereiche. Wer diese Mischung aus Größe, Action und Gastronomie sucht, dürfte sich wohlfühlen; für eine stille, zurückhaltende Kreuzfahrt ist das Schiff weniger geeignet.
Transparenzhinweis: Wir haben diese Reise vollständig selbst bezahlt. Weder die Kreuzfahrt noch Leistungen an Bord wurden von MSC Cruises vergünstigt oder kostenlos zur Verfügung gestellt. MSC Cruises hatte keinen Einfluss auf die Inhalte oder unsere Bewertung.
Unsere MSC-Erfahrung: Wir waren im April 2026 insgesamt 14 Nächte auf der MSC World America unterwegs. Zusätzlich kennen wir mehrere weitere MSC-Schiffe, darunter MSC Seaside, MSC Armonia, MSC Lirica, MSC Musica, MSC Poesia, MSC Preziosa und MSC Sinfonia. Diese Erfahrungen helfen uns, die MSC World America nicht nur anhand einzelner Eindrücke, sondern im Vergleich zu anderen MSC-Schiffen einzuordnen.
MSC World America im Detail
Zu den wichtigsten Bereichen des Schiffs findest du eigene Erfahrungsberichte mit vielen Fotos, konkreten Tipps und unserer persönlichen Bewertung.
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MSC World America: Daten und Fakten
Die MSC World America wurde 2025 gebaut und gehört mit einer Bruttoraumzahl von 216.638 zu den größten Kreuzfahrtschiffen der Welt. Mit 2.614 Kabinen kann sie bis zu 6.764 Gäste aufnehmen. Hinzu kommen mehr als 2.100 Crewmitglieder.
| Baujahr | 2025 |
|---|---|
| Bruttoraumzahl | 216.638 BRZ |
| Länge | 333,3 Meter |
| Breite | 47 Meter |
| Höhe | 77,15 Meter |
| Decks | 22, davon 16 für Gäste |
| Kabinen | 2.614 |
| Maximale Gästezahl | 6.764 |
| Crewmitglieder | 2.138 |
| Pools | 7, darunter ein Pool mit verschiebbarem Glasdach und ein Yacht-Club-Pool |
| Whirlpools | 13 |
| Höchstgeschwindigkeit | 22,7 Knoten |
Unser erster Eindruck von der MSC World America
Die Einschiffung im neuen MSC-Terminal in Miami verlief bei uns schnell und unkompliziert. Die Koffer konnten sofort abgegeben werden. Wir entschieden uns allerdings dafür, unser Gepäck selbst mit an Bord zu nehmen und vorübergehend in einer Ecke unserer noch nicht fertiggestellten Kabine abzustellen. Das funktionierte problemlos und war für uns die angenehmste Lösung.
Schon beim Betreten des Schiffs herrschte überall Bewegung. Viele Gäste steuerten am Einschiffungstag offenbar direkt das Buffetrestaurant an, sodass es dort schnell voll wurde. Verglichen mit unserer Reise auf der MSC Seaside blieb die Situation dennoch entspannter: Einen Platz fanden wir ohne größere Schwierigkeiten.
Zusätzliche Sitzplätze befinden sich unter anderem im Freien oberhalb der World Promenade. Weitere Außenplätze gibt es auf Deck 19 in der Nähe des Zen Pools. Diese Bereiche entdeckt man allerdings nicht unbedingt sofort.
World Promenade und World Galleria prägen das Schiff
Am stärksten überraschte uns die World Promenade. Der offene Bereich am Heck schafft ein Raumgefühl, das klassische oder ältere Kreuzfahrtschiffe kaum bieten; besonders von den darüberliegenden Decks wirkt die Promenade fast wie ein eigener Stadtteil an Bord.
Tagsüber kann man hier im Außenbereich des Coffee Emporium sitzen und auf das Meer schauen. Am Abend wird die World Promenade illuminiert. Hinzu kommen Lichtshows, kurze Akrobatikdarbietungen und Veranstaltungen wie die Silent Party. Besonders schön ist der Blick vom Heck auf das Kielwasser und mit etwas Glück auf den Sonnenuntergang.
Mit der All-Stars Sports Bar, dem Coffee Emporium, Paxos, Promenade Bites, Sweet Temptations und weiteren Angeboten ist die World Promenade kein reiner Durchgangsbereich, sondern ein eigenständiges Zentrum des Schiffs.
Welche Bars uns besonders gefallen haben und wie wir das Premium-Getränkepaket bewerten, erfährst du im Beitrag MSC World America Bars und Getränkepaket: Erfahrungen und Tipps.
Auch die World Galleria im Inneren beeindruckt mit LED-Dach, Geschäften, Bars und Restaurants. Hier liegen unter anderem Eataly und die Fizz Champagne Bar. Ihr Charakter erinnert allerdings stärker an eine moderne Einkaufspassage an Land. Gerade dieser Kontrast machte für uns die World Promenade spannender: Sie wirkt eigenständiger und stärker mit dem Meer verbunden.
Orientierung ist anfangs nicht immer logisch
Trotz der klaren Deckpläne brauchten wir etwas Zeit, um die Wege zu verstehen. Wer die World Galleria auf der unteren Ebene in Richtung Heck verlässt, gelangt beispielsweise zunächst in das Casino und nicht direkt auf die World Promenade. Wer dagegen von der äußeren Promenade nach innen geht, kommt auf der oberen Ebene der World Galleria heraus.
Auch die Panorama Lounge ist am Abend nur über einen Weg durch das Casino erreichbar. Dort finden Themenpartys statt, später wird die Lounge zum After Dark Night Club. Dass die Besucherströme auf diese Weise regelmäßig durch das Casino geführt werden, dürfte kaum zufällig sein.
Atmosphäre an Bord: international und deutlich amerikanisch geprägt
Die MSC World America ist stark auf den amerikanischen Markt ausgerichtet. Das zeigte sich während unserer Reise sowohl bei den Speisen als auch beim Unterhaltungsprogramm. Pancakes, amerikanische Frühstücksgerichte, Sports-Bar-Konzept, Themenpartys und die Art der Animation passen klar zu einem überwiegend nordamerikanischen Publikum.
Die Gäste waren kulturell sehr vielfältig. Neben vielen US-Amerikanern reisten zahlreiche spanischsprachige Gäste mit. Die Atmosphäre war international, lebendig und meistens eher laut als zurückhaltend. Diese Vielfalt empfanden wir ausdrücklich als positiv.
Englisch war die wichtigste Bordsprache, gefolgt von Spanisch. In unserer ersten Reisewoche wurden Durchsagen zusätzlich auf Französisch wiederholt. Deutsche Durchsagen oder deutschsprachige Speisekarten gab es nicht. Möglicherweise war ein deutschsprachiger Ansprechpartner an Bord, wir wurden darauf jedoch nicht hingewiesen und benötigten ihn auch nicht.
Wichtig für deutschsprachige Gäste: Wer weder Englisch noch Spanisch versteht, kann Schwierigkeiten bekommen. Das betrifft nicht nur Veranstaltungen, sondern auch wichtige Hinweise zu Zeitumstellungen, Ausschiffung, Landgängen und organisatorischen Abläufen.
Für wen eignet sich die MSC World America?
Die MSC World America eignet sich besonders für Gäste, die große Schiffe, ein breites Unterhaltungsangebot und viel Abwechslung mögen. An Bord gibt es praktisch zu jeder Tageszeit etwas zu tun. Restaurants, Bars, Partys, Sportangebote, Kletterparcours, Wasserrutschen und verschiedene Poolbereiche sprechen sehr unterschiedliche Interessen an.
Auch Familien finden gute Voraussetzungen. Kinder und Jugendliche werden in altersgerechten Clubs betreut. Gleichzeitig gibt es für Eltern und Großeltern genügend eigene Angebote. Das Schiff funktioniert daher gut für Mehrgenerationenreisen, bei denen nicht jedes Familienmitglied den gesamten Tag gemeinsam verbringen möchte.
Von den meisten Kindern bekamen wir im Alltag erstaunlich wenig mit. Dazu tragen die großen Kinder- und Jugendbereiche sowie der ausschließlich Erwachsenen vorbehaltene Zen Pool bei.
Weniger geeignet ist die MSC World America für Gäste, die außerhalb ihrer Kabine viel Ruhe suchen. Wirklich stille öffentliche Räume gibt es kaum. Selbst im Adults-only-Bereich können laut telefonierende oder sich über mehrere Liegen hinweg unterhaltende Erwachsene die Entspannung beeinträchtigen.
Die Größe: größte Stärke und gleichzeitig Schwäche
Die enorme Größe ist die Grundlage für die Vielfalt an Bord. Gleichzeitig muss man bereit sein, lange Wege zu gehen. Unsere Kabine lag auf Deck 12 mittschiffs zwischen zwei Treppenhäusern. Schnell erreichbar war von dort praktisch kein bestimmter Bereich.
Ein Beispiel: Den für uns besten Gin Tonic gab es im The Gin Project, besonders gutes Bier unter anderem in der All-Stars Sports Bar. Wer beides für einen Sundowner auf den eigenen Balkon holen möchte, ist einige Minuten und gefühlt mehrere Hundert Meter unterwegs.
Ähnlich ist es beim Essen. Wer am Zen Pool liegt und seinen Lieblingsburger bei Pizza & Burger auf Deck 6 holen möchte, hat einen langen Weg vor sich. Burger gibt es zwar auch am Hauptpool auf Deck 18, dort ist die Auswahl aber nicht identisch.
Viele Geschäfte und kostenpflichtige Angebote liegen an zentralen Verbindungswegen. Auch wenn man die Shops nur einmal besucht, läuft man im Verlauf der Reise immer wieder an ihnen vorbei. Das ist geschickt geplant, kann aber mit der Zeit etwas aufdringlich wirken.
Das Aufzugssystem
Vor der Aufzugfahrt wählt man auf einem Bedienfeld das gewünschte Deck aus und bekommt anschließend einen bestimmten Aufzug zugeteilt. Im Aufzug selbst gibt es keine klassische Deckauswahl mehr.
Das System soll die Fahrten effizienter verteilen. Subjektiv warteten wir trotzdem teilweise länger als auf anderen Schiffen. Außerdem muss man schon vor dem Einsteigen wissen, wohin man möchte. Ändert man unterwegs sein Ziel, muss man aussteigen und eine neue Fahrt anfordern. Wir nutzten daher häufig die Treppen.
MSC World America Kabinen: große Auswahl, genaues Hinsehen lohnt sich
Die MSC World America besitzt 2.614 Kabinen und Suiten. Das Angebot reicht von kompakten Innenkabinen über Außen- und Balkonkabinen bis zu Terrassenkabinen, Aurea-Suiten und den exklusiven Unterkünften des MSC Yacht Club.
Ausführliche Details findest du direkt zu unserer Fantastica-Balkonkabine 12132, zu Promenaden-Balkonkabinen, Innenkabinen, Terrassenkabinen, Infinite-Ocean-View-Kabinen und zur Premium Suite Aurea.
Wir wohnten 14 Nächte in der Fantastica-Balkonkabine 12132 auf Deck 12. Die Kabine lag mittschiffs und besaß einen klassischen Balkon mit direktem Meerblick. Für zwei Personen war das Platzangebot ausreichend. Es gab ein Sofa, genügend Stauraum und ein komfortables Bett. Unsere Koffer konnten unter dem Bett verstaut werden.
Der Balkon war nicht besonders breit, aber für zwei Personen gut nutzbar. Zur Ausstattung gehörten zwei Stühle und ein Hocker. Da ein richtiger Balkontisch fehlte, stellten wir zusätzlich einen Tisch aus der Kabine nach draußen. Danach konnten wir auf dem Balkon auch gut essen.
Technisch war die Kabine gut ausgestattet. Auf beiden Bettseiten befand sich jeweils ein USB-Anschluss. Weitere USB-Anschlüsse und Steckdosen gab es am Schreibtisch. Klimaanlage, Fernseher und Safe funktionierten einwandfrei.
Verbesserungspotenzial sahen wir bei den Nachttischen, die keine Schubladen hatten. Mit Schubladen ließen sich Kleinteile ordentlicher verstauen. Auch im Bad gab es einen ungewöhnlichen Kritikpunkt: Das WC war aus unserer Sicht sehr kurz. Männer müssen aufpassen, die Innenseite nicht versehentlich zu berühren. Der Wasserdruck in der Dusche hätte ebenfalls etwas stärker sein können.
Insgesamt bewerten wir unsere Fantastica-Balkonkabine im Vergleich zu anderen Balkonkabinen mit der Schulnote 2. Genau diese Kabine und Lage würden wir erneut buchen.
Fantastica oder Bella?
Für uns waren die Fantastica-Vorteile durchaus relevant. Wir konnten die Kabine selbst auswählen und hatten Einfluss auf unsere Essenszeit. Gerade auf einem so großen Schiff ist die Lage der Kabine wichtig. Die günstigste Bella-Kategorie, bei der MSC die Kabine zuteilt, würden wir persönlich nicht buchen.
Promenaden-Balkonkabinen: attraktiv, aber nicht für jeden
Die Balkonkabinen mit Blick auf die World Promenade sind optisch reizvoll. Gäste können das Geschehen auf der Promenade verfolgen, ohne die eigene Kabine zu verlassen. Gleichzeitig muss man Einschränkungen bei Privatsphäre und Ruhe akzeptieren.
Von gegenüberliegenden Kabinen, den oberen Decks und teilweise aus den Buffetrestaurants kann in Richtung Balkon und bei geöffneten Vorhängen auch in die Kabine geschaut werden. Bei Veranstaltungen auf der World Promenade ist es zudem entsprechend laut. Wer Privatsphäre und einen freien Meerblick erwartet, sollte eine klassische Balkonkabine buchen.
Kabinen mit absenkbarer Fensterfront
Die von uns besuchte Infinite-Ocean-View-Kabine 10107 wirkte angenehm lang und deutlich großzügiger als eine klassische Außenkabine. Die fast raumhohe Fensterfront besteht aus einem festen unteren und einem absenkbaren oberen Teil. Dadurch gelangt frische Luft in die Kabine, und der Blick nach draußen ist wesentlich besser als durch ein gewöhnliches rundes Kabinenfenster.
Einen echten Balkon ersetzt dieses Konzept für uns allerdings nicht. Bei warmem und feuchtem Wetter gelangen Wärme und Luftfeuchtigkeit unmittelbar in die Kabine. In kühleren Fahrtgebieten könnte die Kategorie interessanter sein.
Terrassenkabinen und Premium Suite Aurea
Die von uns besichtigte Terrassenkabine 9157 verfügte über zwei echte Sonnenliegen, zwei Stühle und einen Hocker. Die etwa 4,5 mal 2,5 Meter große Terrasse war lang, aber vergleichsweise schmal. Mehrere darüberliegende Decks können auf die Terrasse hinabblicken. Aufgrund der eingeschränkten Privatsphäre würde uns persönlich die größere Außenfläche den Aufpreis nicht wert sein.
Die barrierefreie Terrassenkabine 9149 war deutlich breiter. Sowohl die Kabine als auch die Terrasse boten wesentlich mehr Bewegungsfreiheit. Das größere, schwellenlose Bad war praktisch gestaltet. Gerade für Gäste mit Bewegungseinschränkungen kann die eigene Sonnenliege auf der Terrasse einen echten Mehrwert bieten.
Die besichtigte Premium Suite Aurea war breiter als eine normale Balkonkabine und konnte bis zu sechs Personen aufnehmen. Es gab ein ausziehbares Schlafsofa und ein zusätzliches Etagenbett im Eingangsbereich. Einen getrennten Wohn- und Schlafbereich hatte sie jedoch nicht. Unser Eindruck: eher eine besonders große Balkonkabine oder Juniorsuite als eine klassische Suite.
Der MSC Yacht Club bildet mit eigenen Suiten, Restaurant, Lounge, Pooldeck und Concierge-Bereich ein weitgehend eigenständiges „Schiff im Schiff“. Da wir den Yacht Club nicht selbst genutzt haben, beschränken wir uns bei unserer Bewertung auf die frei zugänglichen Bereiche der MSC World America.
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Gastronomie: sehr gute Inklusivleistungen und viele kostenpflichtige Alternativen
Das gastronomische Angebot gehört zu den Stärken des Schiffs. Zur Auswahl stehen mehrere Bedien- und Buffetrestaurants, Imbissangebote sowie zahlreiche kostenpflichtige Spezialitätenrestaurants.
Ausführliche Details findest du direkt bei La Foglia, zum Buffetrestaurant, zu Pizza & Burger, Promenade Bites und den Spezialitätenrestaurants.
Unser fest zugewiesener Tisch befand sich im Restaurant La Foglia. Das Abendessen wurde in drei Sitzungen um 17:30 Uhr, 19:30 Uhr und 21:30 Uhr angeboten. Unsere Tischzeit um 21:30 Uhr war uns etwas zu spät. Ideal wäre für uns etwa 20:45 Uhr gewesen.
Am ersten Abend erhielten wir einen schlechten Tisch in einer Ecke, direkt neben einer stark frequentierten Servicetür. Wir baten um einen Wechsel. Am folgenden Abend bekamen wir einen deutlich besser gelegenen Tisch, den wir für den Rest der Reise behielten.
Der Service war freundlich, zuvorkommend und sehr bemüht. Das Essen schmeckte insgesamt gut und war meistens ordentlich gewürzt. Wirklich enttäuschende Gerichte waren selten. Bei hochwertigeren Fleischgerichten wie Rinderfilet schwankte die Qualität etwas, was in einem inkludierten Bedienrestaurant dieser Größenordnung allerdings nicht völlig ungewöhnlich ist.
Nach einer Woche wiederholten sich die Menüs, weil die meisten Gäste nur sieben Nächte an Bord bleiben. Aufgrund der umfangreichen Auswahl auf der Karte empfanden wir das nicht als großes Problem.
Buffet, Frühstück und Pizza & Burger
Das Frühstück im Buffetrestaurant war ausgesprochen vielfältig. Neben europäischen Klassikern gab es viele amerikanische Angebote wie Pancakes. Omeletts wurden frisch nach Wunsch zubereitet. Lachs war ebenfalls vorhanden, allerdings etwas versteckt. Besonders gut gefiel uns ein Avocadosalat. Brötchen und Brot waren ordentlich, aber kein herausragendes Merkmal des Frühstücks.
Das Buffetrestaurant war fast immer gut besucht, wir fanden jedoch meistens einen Platz im Außenbereich. Viele Gäste bevorzugten die Innenplätze. Am Einschiffungstag war es mittags besonders voll.
Bei Pizza & Burger auf Deck 6 gibt es Pizza, Burger, Apfelkuchen, Softeis und weitere unkomplizierte Speisen. Geschmacklich waren wir zufrieden. Die Burger werden allerdings in größerer Menge vorproduziert und waren deshalb häufig nur lauwarm. Wir würden lieber einige Minuten warten und dafür einen frisch zubereiteten Burger erhalten.
Spezialitätenrestaurants: attraktiv, aber für uns nicht notwendig
Zu den Spezialitätenrestaurants gehören unter anderem Eataly, Paxos Greek Taverna, Butcher’s Cut, HOLA! Tacos & Cantina, Kaito Sushi und Kaito Teppanyaki. Die Vielfalt ist beeindruckend und erweitert das gastronomische Angebot deutlich.
Wir haben während unserer 14 Nächte keines dieser Restaurants genutzt. Das hatte nichts mit mangelndem Interesse zu tun. Uns reichte das im Reisepreis enthaltene Essen vollkommen aus. Wir waren sogar froh, zwischendurch wieder echten Hunger zu bekommen.
Besonders schön fanden wir das Paxos direkt an der World Promenade. Das Restaurant verfügt über einen ansprechenden Innenbereich, eine Fischtheke und attraktive Außenplätze. Eataly ist ebenfalls hochwertig gestaltet. An den Wänden stehen teilweise frische Kräuter, und durch die große Fensterfront blickt man auf das Meer.
Alle Spezialitätenrestaurants kosten Aufpreis. Während unserer Reise lagen komplette Menüs beispielsweise bei etwa 40 US-Dollar im Kaito Sushi, 45 US-Dollar im Paxos, 55 US-Dollar im Eataly und 60 US-Dollar im Butcher’s Cut. Hinzu kamen in vielen Fällen 18 Prozent Restaurant-Trinkgeld. Preise und Konditionen können sich ändern.
Ob ein Spezialitätenrestaurant den Mehrpreis wert ist, muss jeder Gast selbst entscheiden. Für uns persönlich war der zusätzliche Nutzen begrenzt, weil die inkludierte Verpflegung bereits gut und abwechslungsreich war.
MSC World America Gastronomie ausführlich ansehen
MSC World America Bars und Getränkepaket
Die Barlandschaft ist eines der interessantesten Merkmale der MSC World America. Besonders gut gefielen uns The Gin Project, Masters of the Sea, die All-Stars Sports Bar und das Coffee Emporium.
Ausführliche Erfahrungen zu den einzelnen Bars, Getränkekarten, Poolbars, Ocean Cay sowie Easy- und Premium-Getränkepaket findest du auf unserer Seite MSC World America Bars und Getränkepaket: Erfahrungen und Tipps.
All-Stars Sports Bar
Die Sportsbar bietet eine ungewöhnlich große Bierauswahl. Besonders gern tranken wir Blue Moon und Lagunitas IPA vom Fass. Viele weitere Sorten gibt es in Flaschen oder Dosen. Außerhalb der Sportsbar war es dagegen häufig Glückssache, ob neben Heineken, Miller oder Budweiser ein interessanteres Bier verfügbar war.
Die Sportsbar ist meistens lebendig und eher laut. Viele Gäste bestellen an der Bar und nehmen ihre Getränke mit in den Außenbereich am Heck. Dort befinden sich Sofas und Tische mit Blick auf das Meer. Für uns war dieser Bereich einer der schönsten Orte, um den Abend ungezwungen mit einem guten Bier zu beginnen.
The Gin Project und Masters of the Sea
The Gin Project und Masters of the Sea bilden gemeinsam einen über zwei Decks verteilten Pub- und Barbereich. Beide Ebenen sind durch eine Wendeltreppe verbunden. Vom Gin Project blickt man teilweise in den darunterliegenden Pub. Bei Liveauftritten entsteht so auf beiden Ebenen eine besondere Atmosphäre.
Im The Gin Project kann der Gin Tonic nach Geschmacksrichtung zusammengestellt werden. Wir wählten häufig eine kräuterige Variante mit Gin Mare, Mediterranean Tonic, Gurke, Kirsche, Thymian und Zitrusfrüchten. Der Service war hervorragend und gehörte für uns zum besten Barservice an Bord.
Masters of the Sea erinnert an einen modernen Pub. Dort wird unter anderem Bier aus der schiffseigenen Brauerei ausgeschenkt. Mehrmals täglich gab es Livemusik. Ohne Konzert war die Atmosphäre vergleichsweise ruhig, während der Auftritte entstand eine sehr gute Stimmung.
Coffee Emporium
Das Coffee Emporium war für uns ein guter Ort am Tag. Neben klassischen Kaffeespezialitäten gab es warme Kakaogetränke mit Aromen wie Kokosnuss, Haselnuss, Orange oder Zimt. Kleine Fruchttörtchen und ungewöhnlich belegte Brötchen ergänzten das Angebot, waren jedoch kostenpflichtig. Innen sitzt man bequem, zusätzlich gibt es Außenplätze an der World Promenade.
Weitere Bars
Die Casino Bar ist laut und trubelig, bietet aber eine große Getränkeauswahl und hat besonders lange geöffnet. Nach dem Ende der Veranstaltungen in der Panorama Lounge führt der Weg fast automatisch an ihr vorbei.
Die Dolce Vita Bar liegt auf der unteren Ebene der World Galleria. Neben einem großen Sitzbereich mit Sesseln und Sofas gibt es eine Bühne für Livemusik und Tanzkurse. Die Fizz Champagne Bar besitzt einen Innen- und einen attraktiven Außenbereich. Die Zest Juice Bar bietet Smoothies, Säfte, Proteinshakes und weitere gesündere Getränke.
Weniger überzeugend fanden wir den Service an einigen Poolbars. Getränke waren teilweise nicht kalt genug, und die Wartezeiten konnten länger sein. Zwischen einem Gin Tonic von einer Poolbar und einem sorgfältig zubereiteten Drink im The Gin Project lagen qualitativ Welten.
Lohnt sich das Premium-Getränkepaket?
Wir hatten während der Reise das Premium-Getränkepaket. Grundsätzlich waren wir damit zufrieden, der Preis ist allerdings hoch. Während unserer Reise waren in der Regel Getränke bis 16 US-Dollar enthalten. Bei einem Getränk für 17 US-Dollar musste die Differenz bezahlt werden.
Für Bierliebhaber, Gin-Fans und Gäste, die regelmäßig hochwertige Kaffee- und Kakaospezialitäten trinken, ist das Premium-Paket aus unserer Sicht sinnvoll. Wer nur Standardbier, Wein, Softdrinks und einfache Mischgetränke bestellt, kommt möglicherweise auch mit einem günstigeren Paket aus.
Ärgerlich war die wechselnde Verfügbarkeit. Einige Biere oder Aperol Spritz waren an einer Bar erhältlich und am nächsten Tag nicht mehr. Im The Gin Project waren nur wenige Gins ohne Aufpreis verfügbar; eine der inkludierten Sorten war während unserer gesamten Reise nicht erhältlich.
Positiv ist, dass das Getränkepaket auch auf Ocean Cay gilt. Allerdings ist die Auswahl auf der Insel kleiner, und weiter vom Schiff entfernte Bars schließen teilweise früh. Bei unserem Aufenthalt waren am späten Nachmittag bereits alle Strandbars geschlossen. Wir holten deshalb Getränke vom Schiff und nahmen sie mit an den Strand.
Alle Bars und Getränkepakete im Detail ansehen
Entertainment und Attraktionen
Die MSC World America bietet weit mehr als klassische Shows und Poolanimation. Zu den wichtigsten Erlebnisbereichen gehören The Harbour, Jaw Drop @ The Spiral, Cliffhanger, der MSC Sportplex, die Luna Park Arena, das World Theatre und die Panorama Lounge.
Ausführliche Erfahrungen findest du direkt zu den großen Poolpartys, zur World Promenade, Luna Park Arena, Panorama Lounge, Jaw Drop, Adventure Trail, Cliffhanger und zum Formula Racer.
Jaw Drop @ The Spiral
Die trockene Rutsche führt über elf Decks hinab zur World Promenade. Wir nutzten sie während der Reise sechsmal, häufig am frühen Abend, um schnell vom oberen Bereich zur Promenade und zur Sportsbar zu gelangen. Jaw Drop macht Spaß, ist kostenlos und ist nicht nur Dekoration, sondern tatsächlich eine praktische Verbindung zwischen den Decks.
The Harbour und der Kletterparcours
The Harbour ist ein großer Freizeitbereich für Familien. Wir absolvierten den Kletterparcours zweimal. Gäste werden mit einem Klettergurt in ein Sicherungssystem eingehängt, das während des Parcours nicht eigenständig verlassen werden kann.
Einige Hindernisse sind einfach, andere führen hoch über das Schiff und erfordern etwas mehr Überwindung. Die Nutzung war während unserer Reise im Reisepreis enthalten. Wir absolvierten den Parcours zweimal und hatten auch als Erwachsene viel Spaß daran.
Cliffhanger und Formula Racer
Cliffhanger ist eine Schaukel, die Gäste über den Rand des Schiffs in Richtung Meer bewegt. Wir beobachteten die Attraktion nur, wollten sie ursprünglich aber selbst testen. Während unserer Reise kostete die Fahrt 10 US-Dollar pro Person.
Den Formula Racer probierten wir aus. Im besten Fall fährt man in zwei Rennsimulatoren gegeneinander. Für Anfänger ist die Steuerung nicht einfach. Wir verbrachten einen erheblichen Teil des Rennens in der Bande oder im virtuellen Kiesbett. Ein- und Ausstieg erfordern etwas Beweglichkeit und Kraft. Der Preis lag bei 12 US-Dollar pro Person.
Sportplex, Partys und Animation
Im Sportplex spielten wir Basketball. Außerdem werden dort Bumper Cars angeboten. Die Fahrzeuge wirkten recht langsam, und die Fläche ist naturgemäß begrenzt. Während unserer Reise kostete die Nutzung 7 US-Dollar.
Wir besuchten unter anderem die White Night, Silent Partys, Miami Nights, Tropical Party, Latin Night und Glow Party. Viele Veranstaltungen enthalten einen stark animierten Teil, bei dem Gäste Bewegungsabläufe zu bekannten Musiktiteln nachmachen. Häufig steht der Kreuzfahrtdirektor im Mittelpunkt.
Manchmal funktionierte dieses Konzept sehr gut, manchmal war uns die Animation zu viel. Bei einer 14-Nächte-Reise fällt außerdem auf, dass sich die Abläufe nach sieben Tagen weitgehend wiederholen.
Eine wetterbedingt in die Panorama Lounge verlegte White Night entwickelte bei unserer Reise überraschend mehr Stimmung als die Veranstaltung auf dem Pooldeck. Da die Party direkt in der Lounge begann, blieb das Publikum länger zusammen, und die Atmosphäre war hervorragend.
Entertainment und Attraktionen ausführlich ansehen
Pools und Außendecks
Ausführliche Erfahrungen findest du direkt zum Zen Pool, Hauptpool Mar Azul, Botanic Garden Pool, Wasserpark, Thermalbereich und Fitnessstudio.
Unser bevorzugter Außenbereich war der Zen Pool. Der Zugang ist Gästen ab 18 Jahren vorbehalten. Kinder nahmen wir dort während unserer Reise nicht wahr. Es gab keine klassische Daueranimation und nur gelegentliche Sunset-Chill-Veranstaltungen.
Wir fanden praktisch immer freie Sonnenliegen. Das oft kritisierte Reservieren von Liegen hielt sich in Grenzen. Problematischer war der Mangel an Schatten. Überdachte, kostenpflichtige Premiumliegen beanspruchen einen erheblichen Teil der Fläche. Dass diese Plätze überdacht sind, zeigt, dass MSC den Wunsch nach Schatten erkannt hat – leider wird er in den inkludierten Bereichen nicht ausreichend erfüllt.
Der Zen Pool war deutlich angenehmer als der Hauptpool. Dort sorgten Animateure und sehr laute DJ-Sets über weite Teile des Tages für eine lebhafte Atmosphäre. Gäste, die Ruhe suchen, werden den Zen Pool daher zu schätzen wissen.
Vollkommen still ist es auch dort nicht. Erwachsene, die laut telefonieren, Videogespräche führen oder sich über mehrere Liegen hinweg unterhalten, können ebenso störend sein wie Kinder in anderen Poolbereichen.
Spa und Fitness
Weitere Details zum MSC Aurea Spa, zum Thermalbereich und zum Training an Bord bündelt unser Beitrag MSC World America Pools, Spa und Fitness.
Das im Reisepreis enthaltene Fitnessstudio ist modern ausgestattet und besitzt eine hervorragende Lage hoch oben auf dem Schiff. Durch die großen Fenster blickt man auf das Meer und Teile des Schiffs. Wir nutzten hauptsächlich die Cardiogeräte und machten Yogaübungen in einem separaten, ruhigen Raum. Überlaufen wirkte das Gym bei unseren Besuchen nie.
Den kostenpflichtigen Thermalbereich des MSC Aurea Spa besuchten wir an einem regnerischen Nachmittag. Wir nutzten unter anderem die finnische Sauna, Wärmeliegen, den Eisraum, die Erlebnisdusche mit wechselnden Wasser- und Lichteffekten sowie den kleinen Pool mit Unterwasserliegen.
Die Ausstattung ist ansprechend, der Preis war aus unserer Sicht allerdings hoch. Zudem war es bei unserem Besuch bereits im Eingangsbereich recht laut. Auch in der Sauna unterhielten sich einige Gäste mit hoher Lautstärke. Das ist nur eine Momentaufnahme, entsprach aber nicht ganz der Ruhe, die wir in einem kostenpflichtigen Spa erwartet hatten.
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Service und Sauberkeit
Die Sauberkeit an Bord war vorbildlich. Kabinen, Restaurants, Bars und öffentliche Bereiche wirkten gepflegt. Unser Kabinensteward war freundlich, sprach uns mit Namen an und reinigte die Kabine einmal täglich. Handtücher wurden zuverlässig ausgetauscht. Bei einzelnen Verbrauchsartikeln mussten wir gelegentlich nachfragen.
Ungewohnt fanden wir, dass viele Gäste benutztes Geschirr vor ihre Kabinentüren stellten. Auf unseren Kreuzfahrten mit überwiegend europäischem Publikum hatten wir das in dieser Häufigkeit seltener erlebt.
Verbesserungsfähig ist die Verfügbarkeit von Desinfektionsspendern. Gerade an den Aufzügen, deren Bedienfelder täglich von Tausenden Gästen berührt werden, vermissten wir entsprechende Spender. Vor dem Haupteingang des Buffetrestaurants stand meistens eine Mitarbeiterin mit einer Flasche Desinfektionsmittel. Wer einen anderen Eingang nutzte, traf dort nicht immer jemanden an. Waschbecken zur Händereinigung waren jedoch vorhanden.
Der Barservice schwankte je nach Bereich. The Gin Project, Masters of the Sea, Fizz, Dolce Vita und Zest Juice Bar blieben uns positiv in Erinnerung. An den Poolbars und in der stark frequentierten Sportsbar waren die Wartezeiten teilweise länger.
MSC for Me App: hilfreich, aber zu dominant
Die MSC-for-Me-App funktionierte grundsätzlich. Nervig war allerdings, dass man mit dem Bord-WLAN verbunden sein musste, um auf die App zuzugreifen. Wer über die eigene SIM-Karte im Internet surfte, musste die Mobilfunkverbindung unterbrechen und erneut in das Schiffs-WLAN wechseln.
Besonders störend empfanden wir, dass Tagesprogramm, viele Getränkekarten und teilweise auch die Abendkarte nur digital verfügbar waren. Dadurch musste das Smartphone praktisch ständig mitgeführt und immer wieder mit dem Bord-WLAN verbunden werden.
Digitale Informationen sind sinnvoll. Sie sollten gedruckte Alternativen aber nicht vollständig ersetzen – insbesondere nicht auf einem Schiff, auf dem ein erheblicher Teil der Kommunikation ohnehin nur auf Englisch und Spanisch erfolgt.
14 Nächte auf der MSC World America: Was passiert nach sieben Tagen?
Unsere 14-Nächte-Reise bestand aus zwei kombinierten 7-Nächte-Routen. Nach der ersten Woche mussten auch Gäste, die an Bord blieben, das Schiff in Miami für die vorgeschriebenen US-Einreiseformalitäten verlassen.
Back-to-back-Gäste sollten sich um 9:00 Uhr im Les Dunes Restaurant treffen. Dort warteten wir etwa 30 Minuten. Anschließend verließen wir gemeinsam das Schiff und standen nochmals rund 30 Minuten in einer zunächst unbewegten Schlange. Danach dauerte die eigentliche Abfertigung ungefähr weitere 20 Minuten.
Besonders ärgerlich war, dass das Buffetrestaurant trotz einer angegebenen Öffnungszeit bis 9:00 Uhr bereits um 8:35 Uhr keine Gäste mehr einließ. Kaffee und Kakao bekamen wir noch im Coffee Emporium. Essen und weitere Getränke waren erst ab etwa 11:00 Uhr wieder erhältlich.
Wer 14 Nächte oder länger bucht, sollte diesen Wechseltag kennen. Das Schiff selbst, das Unterhaltungsprogramm und die Speisekarten sind überwiegend auf einen 7-Tage-Rhythmus ausgerichtet.
Ausschiffung in Miami
Am letzten Morgen musste die Kabine bis 8:00 Uhr geräumt werden. Frühstück gab es maximal bis etwa 9:00 Uhr, und bis 9:30 Uhr sollten alle abreisenden Gäste das Schiff verlassen haben.
Das Gefühl am Abreisetag war das genaue Gegenteil des ersten Tages. Während man bei der Einschiffung freundlich willkommen geheißen wird, wirkte die Ausschiffung hektisch und wenig herzlich. Zahlreiche Durchsagen erinnerten die Gäste immer wieder daran, das Schiff zu verlassen.
Nach der Ausschiffung warteten wir im Bereich des MSC-Terminals auf ein Taxi beziehungsweise einen Uber. Die Atmosphäre erinnerte eher an ein lautes Parkhaus als an einen angenehmen Abschluss der Reise.
Direkten öffentlichen Nahverkehr bis zum Schiff gab es bei unserer Reise nicht. Wir empfehlen daher, für An- und Abreise ein Taxi, einen Uber oder einen vorab organisierten Transfer einzuplanen.
Stärken und Schwächen der MSC World America
Das hat uns gut gefallen
- außergewöhnliche World Promenade
- enorme Vielfalt an Restaurants, Bars und Attraktionen
- gute Qualität der inkludierten Gastronomie
- The Gin Project, Masters of the Sea und weitere Bars
- All-Stars Sports Bar mit schönem Außenbereich
- Jaw Drop @ The Spiral und Kletterparcours im The Harbour
- Adults-only-Bereich am Zen Pool und modernes Fitnessstudio mit Meerblick
- sehr gute Sauberkeit
- freundliche Crew
- internationales und vielfältiges Publikum
Das hat uns weniger gefallen
- außerhalb der Kabinen kaum wirklich ruhige Bereiche
- lange Wege auf dem sehr großen Schiff
- wenig Schatten am Zen Pool
- kostenpflichtige Premiumliegen beanspruchen viel Platz
- wechselnde Verfügbarkeit von Getränken
- Aufpreise trotz Premium-Getränkepaket
- lange Wartezeiten im Bedienrestaurant, besonders zu Wochenbeginn
- Tagesprogramm und viele Karten nur in der App
- teures Internet
- umständlicher Wechseltag für Back-to-back-Gäste
- hektische Ausschiffung
- kein durchgehender äußerer Rundgang um das Schiff

MSC World America San Juan
Unser Fazit zur MSC World America
Die MSC World America lebt von Gegensätzen. Sie bietet mehr Auswahl, Unterhaltung und gastronomische Abwechslung als viele kleinere Schiffe – verlangt ihren Gästen dafür aber auch lange Wege, Trubel und eine gewisse Reizfülle ab.
Für uns prägte vor allem die World Promenade die Reise. Dazu kamen Lieblingsorte wie The Gin Project, Masters of the Sea und die All-Stars Sports Bar, der Zen Pool sowie Jaw Drop und der Kletterparcours. Diese Mischung aus Rückzugsorten und Action machte das Schiff über zwei Wochen interessant.
Weniger überzeugten uns die langen Wege, die wechselnde Getränkeverfügbarkeit, manche Aufpreise, der knappe Schatten und die starke Abhängigkeit von der App. Auch der Back-to-back-Wechseltag und die Ausschiffung in Miami ließen sich angenehmer organisieren.
Wieder an Bord gehen würden wir trotzdem. Für eine weitere Reise dürften uns sieben Nächte reichen, weil wir das Schiff inzwischen gut kennen und sich viele Abläufe nach einer Woche wiederholen. Entscheidend ist daher weniger das Alter der Gäste als ihre Erwartung: Wer Vielfalt, Gastronomie, Entertainment und internationales Bordleben sucht, bekommt sehr viel geboten. Für Ruhe und Abgeschiedenheit gibt es passendere Schiffe.
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Weitere Reisen und aktuelle Angebote findest du in unserer Übersicht der MSC Kreuzfahrt-Angebote.
Häufige Fragen zur MSC World America
Ist die MSC World America für Familien geeignet?
Ja. Das Schiff bietet Kinder- und Jugendclubs, den Familienbereich The Harbour, einen Kletterparcours, Wasserrutschen, den Sportplex und zahlreiche weitere Entertainment- und Freizeitangebote. Gleichzeitig finden Erwachsene eigene Bars, Restaurants, das Spa und den Adults-only-Bereich am Zen Pool.
Ist die MSC World America für ruhesuchende Gäste geeignet?
Eher nicht. Das Schiff ist lebendig, gut ausgelastet und in vielen Bereichen laut. Der Zen Pool ist ruhiger als der Hauptpool, bietet aber nur begrenzt Schatten und ist ebenfalls nicht immer vollkommen still.
Wird auf der MSC World America Deutsch gesprochen?
Während unserer Reise waren Englisch und Spanisch die wichtigsten Bordsprachen. In der ersten Woche gab es zusätzlich französische Durchsagen. Deutsche Speisekarten und regelmäßige deutsche Durchsagen gab es nicht.
Welche Kabine sollte man auf der MSC World America buchen?
Das hängt von den eigenen Prioritäten ab. Eine klassische Balkonkabine mit Meerblick bietet Privatsphäre und frische Luft. Promenaden-Balkonkabinen sind interessant für Gäste, die das Geschehen beobachten möchten, können aber lauter sein und bieten weniger Privatsphäre. Bei Bella-Kabinen bestimmt MSC die Lage. Wir würden deshalb mindestens Fantastica buchen. Mehr Details findest du in unserem ausführlichen Beitrag zu den MSC World America Kabinen.
Sind Balkonkabinen mit Promenadenblick auf der MSC World America empfehlenswert?
Balkonkabinen mit Blick auf die World Promenade können reizvoll sein, wenn Gäste das Geschehen auf der Promenade beobachten möchten. Wer Wert auf Privatsphäre, Ruhe und freien Meerblick legt, sollte jedoch eher eine klassische Balkonkabine mit Meerblick buchen.
Lohnt sich das Premium-Getränkepaket?
Für Gäste, die besondere Biere, Gin Tonics, Aperol Spritz sowie Kaffee- und Kakaospezialitäten trinken, kann sich das Premium-Paket lohnen. Die wechselnde Verfügbarkeit und einzelne Aufpreise trotz Premium-Paket empfanden wir jedoch als ärgerlich. Mehr Details enthält unser Beitrag zu den MSC World America Bars und Getränkepaketen.
Sind Spezialitätenrestaurants notwendig?
Aus unserer Sicht nicht. Das Angebot in den inkludierten Bedien- und Buffetrestaurants war so gut und vielfältig, dass wir während unserer 14 Nächte kein Spezialitätenrestaurant besuchten. Die kostenpflichtigen Restaurants erweitern die Auswahl, sind aber kein Muss. Mehr Details findest du im Beitrag MSC World America Gastronomie: Restaurants, Buffet und Erfahrungen.
Reichen sieben Nächte für die MSC World America?
Sieben Nächte reichen aus, um die wichtigsten Bereiche kennenzulernen. Auch bei einer 14-Nächte-Reise bleiben noch Angebote übrig. Allerdings wiederholen sich Speisekarten, Animation und Veranstaltungen nach einer Woche weitgehend.













