Autor: Karl W. P. Beyer

Die zur Carnival-Gruppe gehörende britische Reederei P&O Cruises bezeichnet die mit 116.017 BRZ vermessene Ventura als Grand-Class-Kreuzfahrtschiff. Bis zur Indienststellung der Britannia im März 2015 war die Ventura das Flaggschiff der Reederei. Anders als das Schwesterschiff Azura wurde das Schiff als Familienschiff mit ausreichend großen Einrichtungen für Kinder und Heranwachsende geplant und gestaltet.

P&O Ventura in St. Johns/Antigua

Dem im Jahr 2008 in Dienst gestellten Schiff fehlen zwar die spektakulären Ausstattungsstandards der jüngst in Dienst gestellten Superschiffe mit atemberaubenden Rutschbahnen, beeindruckenden Boardwalks, handgearbeiteten Karussells oder schwenkbaren Aussichtsgondeln. Stattdessen empfängt das von Fincantieri in Monfalcone gebaute Kreuzfahrtschiff seine Gäste mit großzügigen Salons, einer gediegenen Gastronomie, vielfältigen Bordshops sowie einer weitläufigen Poollandschaft und üppigen Sonnendecks. Die Linienführung der Ventura ist schnörkellos; verspieltes Design geht ihr völlig ab. Sowohl die Kabinen als auch die öffentlichen Bereiche sind solide und einladend. Die Ausstattung ist hochwertig. Nach einem Werftaufenthalt in der Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss im Jahr 2013 befindet sich das Schiff zudem in einem erstklassigen technischen und optischen Zustand.

P&O Ventura Superior Deluxe Balkonkabine P&O Ventura - Ausreichend Liegeflächen

Die Atmosphäre eines Kreuzfahrtschiffs wird neben der „Hardware“ wesentlich durch die Passagiere geprägt. Hierzu ist anzumerken, dass die Ventura durch und durch ein britisches Schiff ist, das mit deutschen Club- und Wohlfühlschiffen keineswegs vergleichbar ist. Freunde der britischen Lebensweise und des gepflegten Umgangs miteinander halten es auf diesem Schiff eine Weile gut aus.

P&O Ventura - Sequence Dance