Autor: Karl W. P. Beyer

Gegen 10.00 Uhr legt MSC POESIA im Hafen von Alicante an der Costa Blanca an. Der Aufenthalt beträgt dürftige 7 Stunden, d. h., nach spätestens 6½ Stunden müssen wir wieder an Bord sein. MSC bietet die folgenden Ausflugsziele an: Guadelest, Altea & Jalon und Elche mit dem Palmengarten. Das sind, jedes für sich genommen, sehr interessante Ziele. Wir kennen sie alle von mehreren Kurzurlauben in dieser Region. Für uns besteht somit kein Handlungsbedarf. Wir beschränken uns also nur auf den Besuch des über der Stadt thronenden Kastells und einen anschließenden Stadtrundgang in der 330.000 Einwohner zählenden Großstadt.

MSC Poesia

MSC Poesia 


Von Alicantes Kreuzfahrtterminal ins Zentrum gehen

Wir verschmähen auch den von der Reederei gestellten, überteuerten Shuttle-Bus. Vom öffentlichen Bus, der ebenfalls am Kreuzfahrt-Terminal hält, ist nichts zu sehen. Also gehen wir in Richtung Stadt. Zu Beginn verläuft der Weg mit der Fahrstraße. Später können wir auf der Mole laufen. Das gibt mehr Sicherheit und einen guten Ausblick auf die Stadt und das Meer. Auf Höhe des Hotels Meliá Alicante wechseln wir an der Plaza de la Puerta del Mar auf eine mit Mosaiksteinen gepflasterte, am Hafenbecken entlang führende Promenade.

Alicante - Hafenpromenade

Alicante - Hafenpromenade


Aufstieg zum Castillo de Santa Bárbara

Wie gelangt man nun zum auf dem Hausberg Benacantil in 166 Meter Höhe gelegenen Castillo de Santa Bárbara, ohne sich zu verausgaben? Wir hätten am Kreuzfahrtterminal ein Taxi nehmen können, das uns über die Fahrstraße hinauf zur Festung gebracht hätte. Die Kosten liegen vermutlich zwischen 12 bis 15 Euro. Da wir uns für das Laufen entschieden haben, wenden wir uns am Ende der Promenade nach rechts und gehen den Paseo de Gómiz entlang. Der Weg verläuft oberhalb des Postiguet Strandes entlang einer von Palmen gesäumten Promenade. Nach etwa 700 Metern Wegstrecke erreichen wir einen Tunneleingang. Der sich nun anschließende circa 200 Meter lange Tunnelweg führt zu einem Lift, der ohne Unterbrechung zum Kastell hinauf fährt. Soweit erinnerlich, beträgt der Fahrpreis 2,40 Euro. Eintritt in die Anlage wird nicht erhoben.

El Postiguet Strand Tunnelweg zur Festung

 
 

Die vom 9. Jahrhundert an erbaute Festung hat über die Zeit eine sehr wechselhafte Geschichte erfahren. Zuletzt, bis 1962, diente sie sogar als Gefängnis. Das Bauwerk erstreckt sich über mehrere Ebenen. Von hier oben bietet sich ein weitreichender Blick auf die Stadt, den Hafen, die Küstenlinie und die angrenzenden Berge. Selbst auf eine kleine Bar müssen die Besucher nicht verzichten. Für uns ist dieser Ort ein Muss.

Festungstürme

Durchblick auf das Mittelmeer

 

Festungsturm Ruhepause in der Bar der Festungsanlage

 
 
 

Das nächste Ziel – die Plaza de la Ayuntamiento

Den Rückweg hinunter zur Altstadt bestreiten wir über den La Ereta Park. Bald darauf stehen wir an der Plaza de la Ayuntamiento vor dem sehenswerten, im barocken Stil erbauten Rathaus. Das Gebäude wird auf beiden Seiten von mächtigen, 35 Meter hohen, Türmen flankiert. Über die Front des Hauses ziehen sich 12 Balkone. Um die Plaza herum stehen weitere repräsentative Gebäude. Auf der Plaza plätschert eine moderne Brunnenanlage.

Plaza de la Ayuntamiento

Plaza de la Ayuntamiento


Die Altstadt El Barrio

Vom Rathaus gehen wir nur wenige Minuten bis zur an der Plaza Abad Penalva gelegenen  Konkathedrale San Nicolas de Bari.

Die Kirche wirkt von außen recht schlicht und unscheinbar. Im Inneren beeindruckt sie durch eine Kuppelhöhe von 45 Metern sowie durch etliche Kunstschätze. Das Rathaus und die Kathedrale liegen zusammen mit dem umgebenden Kapuzinerkloster und dem Archäologischen Museum in der in den letzten Jahren aufwendig restaurierten - El Barrio genannten – Altstadt. Das Viertel „glänzt“ zudem mit vielen einladenden Bars und Restaurants.

Alicantes Konkathedrale Kirche Santa Maria

 
 

An Museen hat die Stadt einiges zu bieten. Vorrangig zu nennen, sind das bereits erwähnte Archäologische Museum, ein Kunstmuseum sowie ein Krippenmuseum. Wen es interessiert, der kann auch das Stierkampfmuseum in der Stierkampfarena an der Plaza de España besuchen. 

Der Mercado Central

Uns zieht es zum Zentralmarkt (Mercado Central) an der Avenida Alfonso X el Sabio. Diese für Spanien so typische Markthalle hat an allen Werktagen vormittags geöffnet. Wann immer wir die Möglichkeit haben, besuchen wir solche Hallen. Das Angebot an Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse ist immer gut anzusehen.

Mercado Central

Mercado Central


Nach unserem Besuch im Mercado Central schlendern wir die Avenida Alfonso X el Sabio westlich in Richtung des großen Kreisverkehrs, der Plaza de los Luceros. Auf dem Weg dorthin wollen wir nicht versäumen, kurz bei El Corte Ingles herein zu schauen.

Plaza de los Luceros

Plaza de los Luceros


Explanada de España

Einhundert Meter hinter dem Kreisel liegt die Bezirksregierung der Provinz Alicante. Ein sehenswertes Gebäude. - Wir gehen bis zum Kreisverkehr zurück und wenden uns dann auf der Avenida Federico Soto dem Hafen zu. Wir spazieren die in der Mitte von Bäumen bestandene Straße hinunter bis zur Explanada de España.

Explanada de España

Explanada de España


Die von Palmen gesäumte Promenade gilt als eine der schönsten Uferpromenaden Spaniens. Einmalig sind die rund 6,5 Millionen verbauten Mosaiksteine, die dem Betrachter eine Wellenbewegung suggerieren. Eine empfehlenswerte Adresse für einen Drink ist das an der Promenade gelegene Penelope Café.

Kreuz und quer durch Alicante

Wer will, kann danach noch einmal durch die Stadt streunen. Nördlich der Explanada verläuft die Calle de San Fernando. Wenn man diese in östlicher Richtung geht, steht man kurz darauf an der Plaza de Gabriel Miró. Der Umweg lohnt sich. Hohe Bäume, ein Brunnen und stattliche Häuser, allen voran das sanierte Gebäude der Correos y Telegrafos, säumen den Platz. Nördlich schließt die Carrer del Cid an den Platz an. Wir gehen die Straße in östlicher Richtung. Nach 250 Metern stoßen wir in der Nähe des Tryp Alicante Gran Sol Hotel auf die Rambla de Méndez Núñez. Zum Abschluss gehen wir hier noch ein paar Schritte.

Vor dem Mercado Central Plaza de Gabriel Miro

 
 
 

Danach kehren wir zum Schiff zurück. Einschließlich mehrerer Tapas- und Getränkepausen waren wir knapp 4½ Stunden unterwegs.

(Update Dezember 2017)