Amsterdam - Königlicher Palast

Amsterdam Sehenswürdigkeiten


Amsterdams Palette der Sehenswürdigkeiten ist – wie die ganze Stadt - bunt und abwechslungsreich. Die Metropole der Niederlande lässt sich nicht gerade einmal an einem Wochenende entdecken. Gästen, die sich dennoch nur für kurze Zeit in Amsterdam aufhalten, empfehlen wir die Highlights des Zentrums zu besuchen. 

Unsere Top-Favoriten in Amsterdam

Es fällt uns schwer, aus der Fülle der gebotenen Attraktionen die TOP-Favoriten auszuwählen. Schließlich ist die getroffene Wahl auch von persönlichen Interessen geleitet.

I amsterdam-Schriftzug

I amsterdam-Schriftzug


A’DAM Lookout

Wir beginnen mit dem A’DAM Lookout. Gegenüber Amsterdams Hauptbahnhof steht das ehemalige Shell-Hochhaus. Der fast 100 Meter hohe Bau erhielt im Jahr 2016 nach zweijährigem Umbau eine neue Bestimmung. Clou des Gebäudes ist eine Aussichtsplattform, die bei klarer Sicht einen faszinierenden 360-Grad-Ausblick über die Stadt gewährt. Eine Sky-Bar, ein Restaurant sowie Europas höchste Schaukel (Extrapreis 5,00 Euro) machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis.

A'DAM Lookout

A'DAM Lookout


 Erreichbar mit der zwischen dem Hauptbahnhof und dem gegenüberliegenden Buiksloterweg pendelnden Fähre. Ein kurzer Fußweg schließt sich an.
Ticket Lookout: Erwachsene 13,50 Euro.

Amsterdams Museumplein

Dort, wo im Amsterdamer Stadtteil Oud-Zuid die Internationale Weltausstellung des Jahres 1883 stattfand, stehen an einer weitläufigen Grünfläche mehrere Museen. Insgesamt soll Amsterdam seinen Gästen zwischen 50 bis 60 Sammlungen bieten. Bei den Einrichtungen des Museumplein handelt es sich fraglos um die „Schwergewichte“ der städtischen Museumslandschaft. 

Das riesige Rijksmuseum ist den Künsten, dem Handwerk und der Historie gewidmet. Mit etwa 12.000 Quadratmeter Fläche ist es das größte Museum der Hauptstadt. Exponate sind u. a. Silbergegenstände, alte Puppenhäuser, asiatische Kunst, Porzellane sowie eine umfangreiche Gemäldesammlung des „Goldenen Zeitalters“. Herausragende Arbeiten stammen von Frans Hals, Rembrandt, Jan Steen, Vermeer. Das berühmteste Ausstellungsstück des Museums ist Rembrandts „Nachtwache“. Es würde Tage, wenn nicht gar Wochen dauern, alle Exponate zu sehen.

Rembrandt-Gemälde - Die Nachtwache

Rembrandt-Gemälde - Die Nachtwache


Nur wenige Hundert Schritt vom Rijksmuseum entfernt liegt das Stedelijk Museum. Gegründet wurde es 1895. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich zum Hort moderner Kunst. Ausgestellt werden Kunstschaffende der klassischen Moderne, deutsche Expressionisten, Videokünstler, Vertreter der Pop Art sowie zeitgenössische deutsche und britische Künstler.

Das zwischen dem Stedelijk Museum und dem Rijksmuseum liegende Van Gogh Museum beansprucht für sich, die weltweit größte Ausstellung von Gemälden, Zeichnungen und Briefen des Künstlers zu präsentieren. Ausgestellt werden auch Arbeiten seiner Freunde und Weggefährten, wie Gauguin oder Toulouse-Lautrec.

Das Rjksmuseum vom Museumplein gesehen Die Ehrengalerie des Rijksmuseums Van Gogh Museum Stedelijk Museum

 

An den Museumplein grenzt noch das Concertgebouw. Eine Stiftung musikbegeisterter Bürger bewirkte im 19. Jahrhundert die Errichtung des weltberühmten Konzerthauses.

Das Concertgebouw am Museumplein

Das Concertgebouw am Museumplein


Scheepvartmuseum

Es ist unstrittig: Die Niederlande sind eine Nation der Seefahrer. Ein ehemaliges Lagerhaus der Marine präsentiert in mehr als 25 Räumen Gemälde, Modellschiffe, Navigationsinstrumente, alte Seekarten und vieles andere mehr.

Im Außenbereich des Museums wird in einem Bootshaus die 17 Meter lange Königliche Barke ausgestellt. Ein weiteres sehenswertes Ausstellungsstück ist der Ostindien-Segler „Amsterdam“. Er ist eine Rekonstruktion des im Jahr 1749 vor der britischen Küste havarierten gleichnamigen Segelschiffs.

Schifffahrtsmuseum Amsterdam Ostindiensegler Amsterdam

 

Anne-Frank-Huis

Das in der Prinsengracht gelegene Museum ist dem jüdischen Holocaust-Opfer Anne Frank gewidmet. Dessen Geschichte ist weltweit bekannt. Anne Frank lebte im Zweiten Weltkrieg mehr als zwei Jahre mit sieben anderen Verfolgten versteckt in einem Hinterhaus der Prinsengracht 263. In dieser Zeit verfasste sie ihr berühmtes Tagebuch. Im August 1944 wurde die Gruppe an die Gestapo verraten.

Beginenhof (Begijnhof)

Eine kleine Kirche, kleine Häuser, winzige Gartenanlagen. Der Begijnhof ist ein Kleinod im Zentrum der Stadt. Er wurde ab 1346 als Wohnort alleinstehender, religiöser Frauen errichtet. Sie wollten keine Nonnen sein, verschrieben sich aber sozialen Aufgaben, wie der Armen- und Krankenpflege. Ähnliche Einrichtungen gibt es auch in anderen Regionen der Niederlande.

Im Beginenhof Beginenhof Kirche

 

Der Dam

Der zentrale Hauptplatz Amsterdams ist der bekannteste Platz der Niederlande. An jener Stelle befand sich im Mittelalter der Stadtkern. Heute stehen dort repräsentative Bauten und Objekte von nationaler Bedeutung. Als da wären … 

… das Koninklijk Paleis, der Königliche Palast war ursprünglich Amsterdams Rathaus. Im Jahr 1808 wurde es auf Geheiß von Louis Napoléon, er war zeitweilig König von Holland, in einen königlichen Palast umgewandelt. Im Paleis empfängt die niederländische Königliche Familie ihre offiziellen Gäste.

Der Königliche Palast

Der Königliche Palast


… die Nieuwe Kerk - mit dem Bau der zweitältesten Kirche Amsterdams wurde im Jahr 1408 begonnen. Sie steht dem Königlichen Palast gegenüber. Bemerkenswert ist, dass die Kirche keinen Turm besitzt. Ein Turmbau wurde aus politischen Gründen verhindert. Nach der Reformation wurde die Kirche zeitweilig als Handelsbörse genutzt. Im Jahr 1814 wurde sie zur Krönungskirche aller niederländischen Monarchen bestimmt. Heute wird das Gotteshaus zu Ausstellungszwecken und Konzerten verwendet.

… das National Monument - das Mahnmal mit dem 22 Meter hohen Obelisk in Sichtweite des Königlichen Palasts ist den Opfern der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg gewidmet. Das Denkmal trägt die Inschrift „Nie wieder!“

Weitere Bauten des Dam:

Bemerkenswert sind ferner das Grand Hotel Krasnapolsky und das Luxuskaufhaus De Bijenkorf.

Der Boulevard Damrak verbindet den Dam mit der Centraal Station.

Die Nieuwe Kerk Das Nationaal Monument Der Dam mit dem Bijenkorf Am Damrak

 

De Waag

Die burgähnliche De Waag steht am Nieuwmarkt. Sie entstammt dem 15. Jahrhundert und diente ursprünglich als Stadttor. Mit der Ausdehnung der Stadt verlor das Tor seine Funktion. Fortan war der Bau der Standort der Stadtwaage. In den Obergeschossen residierten einzelne Zünfte und praktizierten die Chirurgen. Heutzutage beherbergt De Waag ein Restaurant und ein Café.

De Waag

De Waag


Amsterdams berühmteste Brücken

Amsterdam wurde am Wasser errichtet. Die Zahl der Brücken wird auf knapp unter 1.300 beziffert. Wenige Brücken sind aus Holz gebaut. Die berühmteste Holzbrücke ist die Magere Brug. Die im Jahr 1691 errichtete Zugbrücke überbrückt die Amstel auf Höhe der Kerkstraat. Sie ist für Fußgänger und Radfahrer freigegeben. Mehrmals täglich wird sie für den Bootsverkehr geöffnet, und abends wird sie von 1.800 Lampen illuminiert. Ebenfalls sehenswert ist die Blauwbrug. An ihrem Standort mündet die Herengracht in die Amstel. Die Steinbrücke ähnelt dem Pont Neuf in Paris. Die Brückenpfeiler sind Schiffsbugen nachempfunden. Auf den Kandelabern der Brücke thronen goldene Kaiserkronen. Der Name stammt von einer blau gestrichenen Holzbrücke, die dort ehemals stand.

Die Magere Brug Die Blauwbrug mit Het Muziektheater Amsterdam

 

Amsterdams Kirchen

Nicht alle Kirchen im Stadtzentrum werden noch zu Gottesdiensten genutzt. Sie wurden entwidmet und fanden andere Verwendungen. Drei traditionsreiche Kirchen werden noch zu Gottesdiensten genutzt. 

In der Nähe des Rembrandthuis liegt am Waterlooplein die römisch-katholische Mozes en Aäronkerk. Offiziell wird sie St.-Antonius-Kirche genannt. Die dreischiffige, im klassizistischen Stil erbaute Basilika fällt im Stadtbild u. a. wegen ihrer beiden Laternentürme und dem von vier Säulen getragenen Eingangsportal auf.

In der Westerkerk wurde Rembrandt begraben. Das im Jahr 1631 geweihte Gotteshaus war ursprünglich die größte protestantische Kirche der Welt. Der 85 Meter hohe Turm ist mit der Kaiserkrone Maximilians von Österreich geschmückt. Der Turm diente ursprünglich als Glockenturm und Aussichtsposten. Eine Turmbesteigung ist möglich. Der Lohn des Treppensteigens ist ein hervorragender Ausblick über die Stadt.

Mitten im Rotlichtmilieu Amsterdams erhebt sich am Oudekerksplein die Oude Kerk. Sie ist ein eindrucksvolles Beispiel holländischer Backsteingotik. Man sagt, dass die dreischiffige Kirche das älteste erhaltene Bauwerk Amsterdams ist. Hier wurden Generationen berühmter Amsterdamer Bürger begraben. Annähernd 10.000 Menschen sollen in 2.500 Grabstellen ruhen. Neben regelmäßigen Gottesdiensten wird das Gotteshaus zu Ausstellungszwecken verwendet.

Mozes en Aäronkerk

Oude Kerk Kunstinstallation in der Oude Kerk Bronzefigur Belle am Oudekerksplein

 Der Oudekerksplein diente ursprünglich als Friedhof. Im Jahr 1655 wurde das Gräberfeld entwidmet und aufgehoben. Nahe am Eingangsbereich der Oude Kerk ist als Reminiszenz an das umgebende Rotlichtviertel ein kleines Bronzerelief mit der Bezeichnung „Gestreelde Borst“ (gestreichelte Brust) ins Pflaster eingelassen. An anderer Stelle des Platzes fordert eine „Belle“ genannte Skulptur dazu auf, den „Sexarbeiterinnen“ in der gesamten Welt Respekt entgegenzubringen.

 

 

 

Rembrandtplein mit der Nachtwache

Etwa 400 Meter vom Rembrandthaus-Museum entfernt liegt der Rembrandtplatz. Ins Auge fällt dort das von zwei Künstlern geschaffene Denkmal der „Nachtwache“. Zweiundzwanzig lebensgroße, dem berühmten Gemälde nachempfundene Bronzefiguren bilden das Ensemble.

Die Nachtwache am Rembrandtplein

Die Nachtwache am Rembrandtplein


Amsterdams Grachten

Seit dem Jahr 2010 steht Amsterdams Grachtengürtel auf der UNESCO Welterbe-Liste. Die Grachten wurden bereits im 17. Jahrhundert angelegt. Für die Stadt besitzen sie einen hohen kulturellen und geschichtlichen Wert. Die Schönheit der Grachten erschließt sich am Besten im Rahmen von zumeist einstündigen Grachtentouren.

Grachtenboote vor Centraal Station Gracht mit der Aluminiumbrug Singelgracht Oudezijds Kolk

 

 Einstündige Rundtouren mit den voll verglasten Booten kosten aktuell 16 Euro für Erwachsene. Ablegestellen finden sich u. a. an der Centraal Station und am Damrak.

Noch mehr Sehenswürdigkeiten 

Museen und Ausstellungen 

Die an der Amstel gelegene Hermitage Amsterdam ist ein Ableger der Eremitage in Sankt Petersburg. Die im Juni 2009 eröffnete Hermitage präsentiert jährlich zwei Ausstellungen zu ausgewählten Themen. Alle gezeigten Kunstobjekte gehören der Eremitage in Sankt Petersburg.

Im Kunstmuseum Het Rembrandthuis werden Radierungen des Malers sowie Gemälde seiner Zeitgenossen ausgestellt. Das Haus ist im zeitgenössischen Stil eingerichtet.

In Sichtweite des Marinemuseums steht seit 1997 der spektakuläre Bau des Wissenschafts- und Technologiezentrums NEMO. Wie ein Schiffsrumpf ragt das NEMO aus dem Wasser.

Hermitage Amsterdam Rembrandthuis NEMO NEMO

 

Besondere Bauten 

Die Centraal Station, Amsterdams Hauptbahnhof, wurde auf 8.687 Holzpfählen errichtet. Eröffnet wurde der Bahnhof am 15. Oktober 1889. Vom Bahnhofsvorplatz starten Busse, Straßenbahnen und die Metro.

Der alt wirkende Bau der Beurs van Berlage am Damrak entstand erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Er diente der Amsterdamer Börse. Heute wird das mittlerweile zum Rijksmonument erklärte Gebäude anderweitig genutzt.

Der Montelbaanstoren wurde entweder im Jahr 1512 oder im Jahr 1516 als Verteidigungsturm errichtet. Neunzig Jahre später, im Jahr 1606 erhielt der Turm seine dekorative obere Hälfte. Heute ist er der Sitz der städtischen Wasserbehörde, die u. a. den Wasserstand der Grachten reguliert.

Centraal Station De Beurs van Berlage De Beurs van Berlage Oudeschans mit Montelbaanstoren

 

Einkaufserlebnisse in Amsterdam

Die folgenden Adressen sind ebenfalls einen Besuch wert :

Das noble, hochpreisige Einkaufzentrum De Bijenkorf mit 20.000 Quadratmeter Fläche grenzt an den Dam. Erbaut wurde es im Jahr 1870 im Stil des Königlichen Palais. Seit dem Jahr 2001 steht der prachtvolle Bau unter Denkmalschutz. Vor allem im Food-Bereich in der obersten Etage kommen Besucher ins Schwärmen.

Das prachtvolle, mit zwei filigranen Türmen geplante Gebäude der Magna Plaza diente zuvor als Hauptpostamt. Seit 1992 wird es als trendiges Einkaufszentrum genutzt. Der Bau liegt parallel zum Damrak hinter dem Königspalast am Nieuwezijds Voorburgwal.

Luxuskaufhaus De Bijenkorf Magna Plaza Magna Plaza Magna Plaza

 

Der wohl bekannteste Markt im Stadtzentrum ist der Bloemenmarkt am Singel. Er erstreckt sich am Singel-Kanal zwischen Koningsplein und Muntplein. Die Verkaufsstände sind auf fest vertäuten Booten installiert. Obwohl sehr touristisch und immer voll, ist der Markt dennoch ein interessantes Ziel für Blumen- und Pflanzenliebhaber. Vor allem an Tulpenzwiebeln besteht kein Mangel. Geöffnet allgemein von 9:00 bis 17:30 Uhr.

Bloemenmarkt am Singel

Bloemenmarkt am Singel


Nützliche Hinweise zu Amsterdam

Gästen von Kreuzfahrtschiffen, die im Verlauf des Liegetags vor allem Museen ansehen möchten, sei die I amsterdam City Card empfohlen. Ein Tagesticket gewährt gegen einmaliges Entgelt (59 Euro im Jahr 2018) freien Eintritt in 44 Museen und zu weiteren Attraktionen. Sie berechtigt darüber hinaus zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, zu einer kostenlosen Kanalfahrt und zu mehr. Einzelheiten s. u.www.iamsterdam.com/de .

Amsterdams Kreuzfahrtterminal

Amsterdams Kreuzfahrtterminal


 In Amsterdams Kreuzfahrtterminal für Hochseeschiffe ist an Tagen mit Schiffsanläufen ein Informationsschalter geöffnet. Die Mitarbeiter sind kompetent und sehr freundlich.

 Amsterdams öffentliche Verkehrsmittel helfen, die Stadt zu erkunden. Die Bahnen der Tram-Linie 26 halten in Sichtweite des Terminals. Im hinteren Bereich der Amsterdamer Tram-Wagen befindet sich fast immer ein mit einem Mitarbeiter besetzter Schalter, an dem Einzelfahrkarten und Tagespässe für alle öffentlichen Verkehrsmittel verkauft werden. Die einstündige Fahrkarte kostet 3,00 Euro. Die Tageskarte wird für 7,50 Euro verkauft. In den Bahnen wird nur Kartenzahlung akzeptiert. 

(Update September 2018)