Autor: Karl W. P. Beyer

Mit dem Sammeltaxi zur Dickenson Bay

Innerhalb kurzer Zeit besuchen wir Antigua schon zum zweiten Mal mit einem Kreuzfahrtschiff. Das Schicksal meint es wirklich gut mit uns. Bereits in Deutschland haben wir entschieden, dieses Mal einen Strandtag in der Dickenson Bay zu verbringen. Dort beansprucht das Sandals Resort einen erheblichen Teil der Bucht, und aus Erfahrung wissen wir, wo Sandals ist, muss der Strand gut sein. Diese Einschätzung wird sich im Verlauf der Exkursion bestätigen.

Welcome to Antigua

Welcome to Antigua


Wie gelangt man zur Dickenson Bay? Das ist sehr einfach: Hinter der Pier warten bereits die Mitarbeiter der Taxi-Kooperative. Sie erfragen das Ziel, beantworten Fragen, geben eigene Empfehlungen, und weisen uns dann den Weg zum Sammeltaxi, das zur Dickenson Bay fährt. – Auf diese Weise haben wir auf allen bisher von uns bereisten Antilleninseln Fahrten gebucht, und wir sind damit immer gut gefahren. Bei den Sammeltaxen handelt es sich zumeist um klimatisierte Minibusse in gutem Zustand, die sechs bis acht Personen transportieren. An Destinationen wie diesen spricht nichts für auf Kreuzfahrtschiffen gebuchte Tagesausflüge.

Die Gruppe der Mitreisenden ist versammelt. Der Fahrer verstaut seine Fahrgäste, kassiert für Hin- und Rückfahrt und los geht es. Wenn mehrere Schiffe im Hafen liegen ist Zeit schließlich Geld. Und das lässt kein Taxifahrer liegen. Pro Person und Fahrt werden bescheidene drei US-Dollar gefordert.

Dickenson Beach liegt etwa 6 km von St. John’s entfernt. Die Fahrt nimmt maximal 15 Minuten in Anspruch. Wir stimmen schnell noch den Abholtermin um 15.00 Uhr mit dem Fahrer ab; schließlich möchten wir alle nicht die Abfahrt unserer Schiffe versäumen.

Dickenson Beach

Bereits nach wenigen Schritten erreichen wir den Strand. Den Strandabschnitt schätzen wir auf anderthalb Kilometer Länge. Einen erheblichen Teil der Bucht beansprucht das Sandals Grande Antigua Resort & Spa. Das stört allerdings nicht, denn die Gäste des Resorts verharren gern in ihren luxuriösen Villen und Gärten. Warum auch nicht?

Antigua - Sandals Resort

Antigua - Sandals Resort


Bei Sneaky Pete’s Water Sports & Beach Bar mieten wir uns einen Sunshade und zwei Liegen und machen es uns für das Erste bequem. Der Preis: 15 US-Dollar. An der rustikalen Bar gibt es Getränke und den einen oder anderen Happen zu essen. Wir könnten einen Katamaran oder einen Jet Ski mieten. Vor allem genießen wir die Ruhe und das angenehm warme und glasklare Wasser.

Sneaky Pete's

Sneaky Pete's


Würde uns ein größeres Hungergefühl überwältigen, gingen wir über den warmen, schneeweißen Korallensand ein paar Schritte zum Warri Pier Restaurant. Das auf Pfählen ins Wasser gebaute Restaurant wirkt sehr einladend. Ein überdachter Zugang führt auf eine frei stehende Veranda, deren Dach die Gäste vor der grellen, karibischen Sonne schützt.

Warri Pier Restaurant

Warri Pier Restaurant


Geschätzt dreihundert Meter hinter dem Warri Pier Restaurant endet die Bucht vor einer Felsbarriere. Hier kommen wir nicht weiter. Als Nächstes erkunden wir, wie es am anderen Ende der Bucht aussieht. Der Weg dorthin ist angenehm, aber wenig spektakulär. Vorbei am Sandals-Resort, mehreren Hotels und Appartement-Anlagen und am Brackwassersee MacKinnon’s Pond gelangen wir ans dortige Ende, vor dem diesmal ein mächtiges Privatgebäude den Weg versperrt.

Katamarane am Strand der Dickenson Bay

Katamarane am Strand der Dickenson Bay


Wir wenden uns den über MacKinnon’s Pond segelnden Pelikanen zu, bewundern ihre Flugkünste und kehren danach zurück zu unseren Liegestühlen und dem Sonnenschutz. So fühlt sich Karibik für Urlauber an.

MacKinnon's Pond

MacKinnon's Pond


Der Taxifahrer hat uns vergessen

Um 15.00 Uhr wollen wir dieses Paradies wieder verlassen. Wer jedoch fehlt, ist unser Taxifahrer. Das war so nicht vereinbart. Wir und unsere englischen und amerikanischen Mitreisenden warten eine halbe Stunde, die Engländer mit typisch britischem Humor, bis wir uns entschließen, ein anderes Taxi zu nehmen, und noch einmal den Fahrpreis für eine einfache Fahrt zu berappen.

Das erleben wir auf unseren Reisen in der Karibik zum ersten Mal. Die Mitreisenden offenbar auch. Niemand hat daran gedacht, sich das Nummernschild des Taxis anzusehen, geschweige denn einzuprägen. Wie schon gesagt, der Fahrpreis bewegt sich für diese kurze Distanz im niedrigen Bereich. Für uns Touristen ist das kein Beinbruch. Wir ärgern uns dennoch, weil das Geschehen nicht ins Umfeld passt. Selbst unser Ersatzfahrer scheint vom Verhalten seines Kollegen unangenehm berührt zu sein. Doch wie formulieren es die karibischen Philosophen in Fällen wie diesen immer so treffend? Don’t worry! Be happy. Be happy now!

Shopping vor Schiffskulissen

Shopping vor Schiffskulissen


Zum Abschluss ein Schaufensterbummel in St. John‘s

Zurück in St. John’s haben sich die Gemüter schnell wieder beruhigt. Wir durchstreifen in der Einkaufszone noch die vielen Duty-Free-Läden, und erneut treffen wir auf die „üblichen Verdächtigen“, vor allem die bekannten amerikanischen Modelabel. Aber auch diverse Juweliere wecken mit hochwertigen Schweizer Uhren und Edelsteinen das Interesse der Reisenden. 

Juwelierladen in der Nevis Street

Juwelierladen in der Nevis Street


Sehr hübsch, linkerhand, auch der offene Stand der Hair Braider. Hier kann man (Frau) sich hübsche Zöpfchen flechten lassen. Alles ist noch wie gehabt. Goodbeye Antigua. Soon we’ll be back again.
The Hair Braider Shop

The Hair Braider Shop


 (Update Januar 2018)