Der zum Commonwealth of Nations gehörende Miniaturstaat Antigua und Barbuda zählt zu den karibischen Inseln „über dem Winde“. Touristen zieht es vor allem auf die größere Insel Antigua, in die Hauptstadt des Landes, Saint John‘s.
In Ermangelung von bedeutenden historischen Bauwerken rühmt die Tourismuswerbung des Ministaats ausdrücklich die 365 Strände der Insel. Für jeden Tag ein anderer Strand. Touristen – darunter viele mit Kreuzfahrtschiffen anreisende Gäste – vertreiben sich die Zeit mit Strandaufenthalten, kreolischer Küche und Shopping.

Saint John's - Shopping in der Nevis Street
Die vor dem Hafenausgang wartenden Fahrer der gut organisierten Taxi-Kooperative zeigen den Neuankömmlingen gern ein paar der wunderschönen Strände. Auf das ein oder andere Sehenswerte am Wegrand wird im Vorbeifahren gelegentlich verwiesen. Bemerkenswert sind aus unserer Sicht folgende Sehenswürdigkeiten.
Zwei Kirchen
Saint John's Cathedral
Saint John’s Cathedral, ihr Hauptmerkmal sind die beiden Zwillingstürme, ist die Zentralkirche der anglikanischen Diözese North Eastern Caribbean and Aruba. Das Gotteshaus liegt gut sichtbar auf einem Hügel über der Hauptstadt.
Der im Jahr 1845 vollendete, weiße Barockbau ist die dritte Kirche an diesem Standort in Folge. Zwei Vorgängerkirchen wurden durch Erdbeben zerstört. Die Kirche dominiert die Skyline von Saint John‘s.

Antigua - Saint John's Kathedrale
Saint Barnabas Anglican Church
Im Süden der Insel liegt in der Stadt Liberta die anglikanische Kirche Saint Barnabas. Sie ist dem Schutzheiligen der Fassbinder und Tuchmacher gewidmet. Barnabas war zugleich ein Seefahrtsheiliger.
Erbaut in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche beim großen Antillen-Erdbeben des Jahres 1843 zwar beschädigt, aber schnell wieder ihrem Zweck zugeführt. Die Kirche der Nachbargemeinde Falmouth wurde völlig zerstört; Saint Barnabas diente in der Folgezeit als Notkirche.
Die turmlose Kirche wurde aus grün wirkenden Steinen errichtet. Der Innenraum ist einfach gestaltet, lediglich die bunten Glasfenster fallen auf. Sie sind durch große Fensterläden gegen Hurrikan-Einwirkungen geschützt.
Museum of Antigua & Barbuda
Saint John‘s besitzt seit dem Jahr 1985 ein kleines historisches Museum. Es fand seine Bleibe im historischen Gerichtsgebäude von 1750, dem ältesten Bauwerk der Stadt. Das Museum wird von einer Non-Profit-Organisation, der Historical & Archaeological Society, betrieben. Die Themen reichen vom geologischen Ursprung der Insel bis zur Erlangung der Unabhängigkeit.
Standort: Saint John’s, Long Street
Nelson’s Dockyard – britischer Marinestützpunkt
Knapp 20 Kilometer trennen das im Westen der Insel gelegene Saint John‘s vom südlich gelegenen Nelson’s Dockyard. Was zuvor ein britischer Marinestützpunkt war, ist gegenwärtig ein Sammelsurium von Andenkenläden, Hotels, Restaurants und einem kleinen Marine-Museum.

Antigua - Einigang zum, Nelson's Dockyard National Park
Clarence House
Die hoch über Nelson’s Dockyard gelegene Sommerresidenz des Generalgouverneurs ist zur Besichtigung freigegeben.
Shirley Heights
Vier Kilometer von Nelson’s Dockyard entfernt liegt hoch über dem English Harbour Shirley Heights. Der ehemalige militärische Beobachtungsposten ist ein Teil des Nelson’s Dockyard National Parks. Der Aussichtspunkt ermöglicht spektakuläre Blicke auf die Südküste der Insel.

Antigua - Deep Bay - Nelson's Dockyard National Park
Plantagen
In der Gegenwart ist die Landwirtschaft Antiguas auf die Selbstversorgung der Inselbewohner ausgerichtet. Zu Kolonialzeiten war die Landwirtschaft von ausschlaggebender Bedeutung. Ein Beispiel ist Betty’s Hope im Nordosten der Insel.
Betty’s Hope
Bei der historischen Landmarke handelt es sich um die erste und eine der größten Zuckerrohrplantagen Antiguas. Ihre Ursprünge gehen auf das Jahr 1651 zurück. Beschreibungen zufolge war der Komplex sowohl ein Landwirtschaftsbetrieb als auch ein Produktionsunternehmen. Hunderte Sklaven und – nach Beendigung der Sklaverei im Jahr 1843 – freigelassene Arbeiter schufteten in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen. Der Plantagenbetrieb wurde vor längerer Zeit eingestellt. Die Anlage dient seitdem einem Freiluftmuseum.
Auf dessen Gelände stehen zwei restaurierte, steinerne Windmühlen, die einzigen noch existenten Zuckerrohrmühlen der Karibik. Das angeschlossene Besucherzentrum berichtet über die Geschichte des Zuckers und der Plantage.
Ananasplantage
Zuckerrohr ist Geschichte. Ananas ist die Gegenwart. Im Rahmen einer Inselrundfahrt sehen wir diese Ananasplantage.

Antigua - Ananasplantage
Fort James
Ein gutes Fotomotiv stellt das an der Hafeneinfahrt von St. John’s gelegene Fort James dar. Die Festung wurde von 1706 an von den Briten zum Schutze des Hafens erbaut. Die meisten Kanonen und Geschütze sind noch vor Ort. Man weiß ja nie, was kommt. Von der Festung genießen Besucher einen guten Blick auf den Hafen. Die Kreuzfahrtschiffe passieren beim Ein- und Auslaufen das Fort.

Antigua - Fort James
Empfehlenswerte Strände
Die Hauptattraktionen der Insel sind – wie schon gesagt – ihre Strände. Von den 365 Stränden kennen und empfehlen wir mit der Dickenson Bay, dem Jolly Beach und dem Darkwood Beach drei besonders schöne Strandabschnitte. Alle drei rangieren bei Tripadvisor unter den zehn schönsten Stränden des Eilands.
Dickenson Bay Beach
Im äußersten Westen der Insel liegt vor der gewaltigen Sandals Hotelanlage der Dickenson Bay Beach. Der feinsandige, leicht zugängliche und mit dem Sammeltaxi einfach zu erreichende Strand ist ein wahres Gedicht. Die die Bucht dominierenden Hotelanlagen stören nicht. Sie liegen gut abgeschirmt und gesichert im Grünen. Unter Antigua – Strandtag an der Dickenson Bay berichten wir über den Strandbesuch.
Jolly Beach
Im Südwesten der Insel liegt vor Jolly Harbour der Jolly Beach und alles was dazugehört: eine Meile weißen, pulverigen Korallensands mit genügend Liegestühlen, Sonnenschirmen, Wassersportangeboten, Restaurants und kleinen Läden. Unseren Ausflug an diesen Strand beschreiben wir unter Antigua – Beach Break am Jolly Beach.
Darkwood Beach
Unterhalb von Jolly Harbour liegt an Antiguas Westküste der Darkwood Beach. Er gilt zu Recht als einer der schönsten Strände der Insel. Die Merkmale: feinsandig, ideal zum Schwimmen und Schnorcheln. Das geräumige Strandrestaurant ist auf lokale Küche spezialisiert und bietet Frühstück, Lunch und Dinner.
Update April 2024







