Antsiranana Sehenswürdigkeiten


Antsiranana – das Ziel nur weniger Kreuzfahrtschiffe

Obwohl die weite Bucht von Antsiranana im Norden der Insel Madagaskar zu den schönsten und größten Buchten der Welt zählt, laufen Kreuzfahrtschiffe die gleichnamige Hafenstadt, das frühere Diégo-Suarez, recht selten an. Gästen von Passagierschiffen, die im drittgrößten Handels- und Fischereihafen Madagaskars an Land gehen, stellt sich zu Recht die Frage, was sie in Antsiranana und seiner Umgebung unternehmen sollen.

Madagaskar - Bucht von Antsiranana
Antsiranana - Wohnen im Grünen
Antsiranana - Ziegen im Stadtzentrum
Antsiranana - Straßenszene
Madagaskar - Antsiranana

Madagaskar - Antsiranana


Madagaskar - Antsiranana 


Antsiranana vermittelt optisch zwar nicht den Eindruck von Größe. Dennoch ist Antsiranana, mit etwa 129.000 Einwohnern eine Großstadt. Um es vorweg zu sagen, Madagaskar war zwischen 1883 und 1960 eine französische Kolonie. Im Norden des Landes, in Antsiranana richteten die Kolonialherren zum Schutz der Seewege nach Indien eine Marinebasis ein. Später kam die französische Fremdenlegion hinzu. Unter französischer Herrschaft entstanden breite Straßen und repräsentative Kolonialbauten, und die Stadt gelangte zu Wohlstand.

Antsiranana - Sitz des Regionalrats


Antsirananas historische Bauten verfallen

Der World Economic Outlook des IWF (Stand: Oktober 2023) reiht Madagaskar unter den zehn ärmsten Ländern der Welt ein. Madagaskar liegt der Tabelle zufolge auf dem vierten Rang, mit einem BIP pro Kopf in Höhe von 530 US-Dollar pro Jahr. Das in wunderschöne Natur gebettete Land ist bitter arm. Es wundert deshalb nicht, dass die verbliebenen französischen Kolonialbauten dem Verfall preisgegeben sind. Taifune, tropische Wirbelstürme, tun ein Übriges, um den Verfall zu beschleunigen.

Antsiranana - verfallendes Hôtel de la Marine

Antsiranana - verfallendes Hôtel de la Marine


Es schmerzt die Besucher, ehemals eindrucksvolle Bauten dem Zerfall preisgegeben zu sehen. Nachstehend zeigen wir Szenen aus Antsirananas Stadtbild und jene Bauten, die uns trotz ihres beschämenden Zustands beeindrucken.

Antsiranana - Verfall am Hôtel de la Marine
Antsiranana - Verfall am Hôtel de la Marine
Antsiranana - das verfallende Gerichtsgebäude
Antsiranana - links vorn das Tourismusbüro

Antsiranana - links vorn das Tourismusbüro


Antsiranana - Stadtbild 


Die im Jahr 1989 in ein Kulturzentrum mit angeschlossener Bücherei umgewandelte ehemalige Markthalle Bazary Be zählt möglicherweise ebenfalls zu den sehenswerten Objekten. Die von anderen zentralen Orten gewohnten Sehenswürdigkeiten wie Domkirchen, faszinierende profane Bauten oder Monumente fehlen. Doch Halt: Oberhalb des Hafens steht eine Büste des Obersts Joseph Jacques Césaire Joffre. Der Offizier diente drei Jahre auf Madagaskar. Er wurde im Jahr 1916 zum Marschall von Frankreich ernannt.

Antsiranana - Büste des Oberst Joffre


Der Pain de Sucre

Eine sehenswerte Landmarke Antsirananas ist die in der Bucht von Andovobazaha gelegene vulkanische Felsinsel Saupari Dunghar. Die Franzosen nannten diesen den Madagassen traditionell heiligen Ort Pain de Sucre, zu deutsch Zuckerhut. Und wer die Vulkaninsel von einem höher gelegenen östlichen Stadtteil Antsirananas betrachtet, sieht in Meeresnähe zwei Baobab-Bäume.

Madagaskar - Pain de Sucre


Antsiranana - zwei kleine Baobab-Bäume 


Antsiranana – Sehenswürdigkeiten im weiteren Umfeld

Der durch ein Korallenriff geschützte Strand von Ramena ist ein beliebter Ort um zu entspannen. Der Plage de Ramena liegst ungefähr 20 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums. Doch Strandbesuche schließen wir grundsätzlich bei unseren Aktivitäten aus, es sei denn, es handelt sich um Privatinseln der Kreuzfahrtunternehmen in der Karibik oder um die zu Abu Dhabi gehörende Insel Sir Bani Yas. Dort kommt man aus purer Neugierde nicht umhin, an Land zu gehen. Als „Kreuzfahrer“ trachten wir jedoch danach, Sehenswürdigkeiten der Destination oder ihres Umfelds kennenzulernen.

Madagaskar - ländliche Idylle


Solche Sehenswürdigkeiten sind der 1958 ausgewiesene Nationalpark Montagne d’Ambre und die Sandsteinformationen des Tsingy Rouge Parks. Beide Naturerbestätten sind ungefähr 30 (Montagne d’Ambre) respektive 50 Kilometer (Tsingy Rouge) von Antsiranana entfernt und vorzugsweise mit Geländewagen zu erreichen.

Madagaskar - Sandsteinformationen Tsingy Rouge


Die Montagne d’Ambre sind aus unserer Sicht ein Ziel der Dschungel- und Tierliebhaber, Menschen, die es gewohnt sind durch das Gelände zu streifen. Wir bevorzugen ebene Wege und entscheiden uns deshalb für die nur mit Geländefahrzeugen erreichbaren Sandsteinformationen. Unter Landausflug in den Tsingy Rouge Park berichten wir über die spektakulären Eindrücke der Anreise und unsere Beobachtungen in der einmaligen, südöstlich von Antsiranana gelegenen Landschaft.

Update März 2024