Einige Stunden auf Aruba


Kreuzfahrt-Passagiere sind nicht zu beneiden, wenn gerade einmal sechs Stunden Liegezeit auf Aruba vorgesehen sind. Das ist für eine 180 Quadratkilometer große Insel viel zu wenig. Auf Sicherheit bedachte Schiffsgäste entscheiden sich für eine organisierte Tour. Sie führt zu den Insel-Highlights. Andere entscheiden sich für eine dreistündige Taxi-Rundfahrt durch den Norden der Insel und einen anschließenden individuellen Rundgang durch Oranjestad.

Mit dem Taxi die Insel erkunden

Vom Schiff bis zum Taxistand läuft man weniger als Minuten. Einer Übersichtstafel sind die Fahrtpreise zu entnehmen. Denn auf Aruba gelten für definierte Ziele Fixpreise. Aufgeführt sind Fahrten zu den Stränden, zum Flughafen, zu vier Golfplätzen und zu weiteren Zielen. Werden Rundfahrten gewünscht, ist pro Stunde mit 40 US$ zu rechnen. Auf Aruba gilt der Aruba Florin als Zahlungsmittel. Praktischerweise ist für Touristen der US-Dollar die gebräuchlichere Währung.

Von Oranjestad wird zunächst ostwärts zur Casibari Felsformation gefahren. Das Bemerkenswerte an diesem von Buschland und bemerkenswerten Kakteen umgebenen Felsklotz sind die von den indianischen Ureinwohnern angefertigten Felszeichnungen.

Bizarre FelsenZeichnungen der Ureinwohner

Weiter geht es in nördlicher Richtung zu der auf einem Plateau stehenden Alto Vista Kapelle. Die kleine Kirche wurde im Jahr 1952 oberhalb der windigen Küste errichtet. Das Gotteshaus ist hübsch anzusehen. Im unteren Bereich Felssteine, darüber gelber Verputz und ein rotes Dach. Im Inneren ist die Kapelle von Licht durchflutet. Um den Altar wurde viel Blumenschmuck drapiert. Vor dem Kirchlein laden steinerne, im Rund angeordnete Bänke zum Ruhen und zur Andacht ein.

Seitenansicht der Alto Vista ChapelAltar der Alto Vista Chapel

Fünfzehn Minuten dauert die Fahrt zum 30 m hohen Leuchtturm El Faro Blanco. Abweichend wird auch California Lighthouse genannt. Diese Bezeichnung verdankt das Leuchtfeuer einem im Jahr 1891 in der Nähe havarierten Schiff gleichen Namens.

El Faro Blanco

El Faro Blanco


Unterhalb des Leuchtturms liegt Arashi Beach, ein kleiner, naturbelassener Strandabschnitt mit Sunshades. In Sichtweite des Leuchtturms sieht man den bekannten Tierra Del Sol Golf Course. Der gehört zum Standardangebot der Kreuzfahrt-Reedereien. Sehr gefällig wirkt das in unmittelbarer Nähe des Leuchtturms gelegene italienische Restaurant La Trattoria del Faro Blanco. Auf der offenen Terrasse möchte man gern sitzen. Aber der Fahrer drängt zum Aufbruch.

Unterwegs zum Arashi BeachTerrasse der Trattoria

Schließlich müssen seine Fahrgäste noch De Oude Molen sehen. Die original holländische Mühle ist ein Unikum im karibischen Raum. Sie wurde aus Holland eingeführt. - Konstruiert wurde sie im Jahr 1804 zum Wasserschöpfen. Ein Sturm im Jahr 1878 brachte starke Beschädigungen. Die Besitzer ließen sie abreißen und an einem anderen Ort wieder aufbauen. Von da an mahlte die Mühle Getreide. Im Jahr 1929 setzte ein Sturm die Mühle erneut außer Funktion. Über Jahrzehnte war sie eine Ruine. Erst im Jahr 1960 wurden die Fragmente abgerissen und nach Aruba verschifft. Dort wurde sie in der Hotelzone nahe dem Hyatt Hotel wieder aufgebaut. Heute birgt sie ein Restaurant und ein Museum. Tatsächlich ist die Mühle sehr schön anzusehen und wirkt nicht einmal fehl am Platze.

El Faro Blanco

El Faro Blanco


Ein Abstecher an den Strand

Wenn man sich schon in der Hotelzone aufhält, bietet sich noch ein Abstecher an den Strand an. An jenem Strandabschnitt lässt es sich aushalten. Der Sandstrand ist weiß, feinsandig und ordentlich lang. Bäume und Sunshades spenden Schatten. Liegen können gemietet werden. Freundliche Menschen unterstützen die Strandbesucher bei allen möglichen sportlichen Aktivitäten. Sicherlich gibt es schlechtere Orte auf der Welt..

Nahegelegener StrandStrandruhe

Ein Rundgang durch Oranjestad

Zu den besseren Orten, da besteht kein Zweifel, zählt auch Oranjestad. Die Stadt geht zurück auf das im Jahr 1796 von Holländern gegründete Fort Zoutman.. Bald danach wurden in der Nähe des Forts die ersten Häuser errichtet. Zweihundert Jahre später zählt die Stadt etwa 30.000 Einwohner.

Oranjestad ist Kreuzfahrthafen, Inselhauptstadt, Touristenzentrum, Duty Free Zone, Standort diverser Kasinos und vieles andere mehr. Die Geschäftshäuser, Hotels und Kasinos um den Hafen herum wurden in farbenfrohem holländischen Kolonialstil erbaut. Man könnte auch von Zuckerbäckerstil sprechen. Während in anderen karibischen Regionen die Inselhauptstädte vielfach zu wünschen übrig lassen, ist Oranjestad ein gutes Beispiel für eine positive Entwicklung

Blick auf den Pier Oranjestad - Royal Plaza Mall

 

Es empfiehlt sich, zuerst einmal an der Wasserlinie den L. G. Smith Boulevard bis zum Parlamentsgebäude entlang zu schlendern. Vor dem Wilhelmina Park, wir sind in Holland (!), liegen das Seaport Village, der Seaport Market Place, das Seaport Casino und so manches mehr. Apropos Casinos. Die sind ebenso häufig im Stadtbild vertreten wie die Shopping Malls

Oranjestad - Blick zur Royal Plaza Renaissance Marina

 

An der Breitseite der Marina mit dem Schonerhafen liegt die Touristen Information. Daneben das Eetcafé The Paddock. Erstaunlich, welches Seegetier als „Catch of the Day“ am Fisherman Pier vorgezeigt wird. Gewaltige Mahi-Mahi-Exemplare warten dort auf Käufer

Wer eine holländisch-karibische Einkaufsstraße sucht, sollte in die Wilhelminastraat gehen. Es ist unbestreitbar, diese Stadt hat Flair. Oranjestad ist wunderschön.

Abschied von Oranjestad

Abschied von Oranjestad


(Update April 2018)