Der Tag verspricht, heiß zu werden. Wir verlassen dennoch im Hafen von Piräus unser Kreuzfahrtschiff, um unseren Rundgang durch Athen bei einer Temperatur von 26 Grad Celsius am frühen Morgen zu beginnen. Bis zum Hafenausgang nutzen wir den kostenlosen Shuttlebus. Am Hafenausgang widerstehen wir allen Angeboten der wartenden Taxifahrer, uns die Stadt zu zeigen oder zumindest bis zur Akropolis zu fahren.
Wir beabsichtigen, wieder einmal die Athener Metro zu testen und laufen deshalb bis zur Endstation der Linie 1 in Piräus. Die Distanz beträgt etwa 1,5 Kilometer. Unser Weg führt am Hafen entlang. Eine Wegmarke ist die im klassizistischen Stil erbaute, griechisch-orthodoxe St. Nikolauskirche, die Agios Nikolaos. Sie ist berühmt für ihre Gemälde und ihre kunstvollen Decken.

Piräus - St. Nilolauskirche
Piräus‘ Metrostation liegt gegenüber dem Dock, von wo die Fähren nach Paros und Naxos starten. In der Station sehen wir keine Ticketschalter. Stattdessen gibt es Fahrkartenautomaten (Benutzerführung auch in Deutsch). Wir nehmen das Tagesticket, mit dem wir die Bahnen unbegrenzt nutzen können.
Unser erstes Ziel: der Syntagma-Platz
Mit der Metrolinie 1 fahren wir bis Monastiraki, dort steigen um in die Richtung Flughafen fahrende Metrolinie 3. Am Syntagma-Platz verlassen wir den Zug. Alle Anzeigen und Ansagen erfolgen in griechischer und englischer Sprache. Die Züge und Stationen, die wir an diesem Tag sehen, sind sauber und ansprechend. Das Metro-Netz wurde für die Olympischen Spiele 2004 aufwendig renoviert und seitdem in gutem Zustand gehalten. Wir erinnern uns an die Athener U-Bahn vor dem Facelifting: Sie war muffig, schmutzig und keineswegs einladend.

Syntagmaplatz - Hotel Grande Bretagne
Die Metro-Station am Syntagma-Platz ist wirklich sehenswert, weil dort Funde von Ausgrabungen ausgestellt sind. Den Syntagma-Platz dominieren das das griechische Parlament und das Luxushotel Grande Bretagne. Vor dem Parlamentsgebäude findet stündlich die Wachablösung der „Evzonen“ genannten Soldaten der Präsidialgarde am Grab des Unbekannten Soldaten statt. Es versteht sich, dass wir der Zeremonie bis zu ihrem Ende beiwohnen.
Spaziergang durch den Nationalgarten
Vom Syntagma-Platz gehen wir durch den an das Parlament anschließenden Nationalgarten in Richtung des antiken Olympiastadions. Im Garten stehen schöne alte Bäume, die botanisch korrekt bezeichnet sind. In der öffentlichen Parkanlage ist es schattig, kühl und ruhig. Im Süden grenzt der Park an das Zappeion. Unter Athen Sehenswürdigkeiten beschreiben wir die repräsentative, multifunktionale Einrichtung.

Athen - Nationalgarten

Athen - Zappeion
Nach 500 Metern sehen wir links das Gelände des alten Olympiastadions mit dem Tempel des Olympischen Zeus, rechts steht das Hadrianstor (Hadriansbogen), im Hintergrund ragt die Akropolis auf.
Unser nächstes Ziel: die Akropolis
Die Akropolis ist an diesem Tag unser Haupt-Ziel. Inzwischen ist es beinahe schon Mittag, die Temperaturen liegen bei über 30 Grad (das Tages-Top werden 35 Grad Celsius). Wir passieren das Akropolis-Museum. Das Museum wurde über einer Ausgrabungsstätte errichtet und zeigt ausschließlich Fundstücke der Akropolis, wie zum Beispiel Originale der Statuen und Friesteile des Parthenon Tempels.

Athen - Akropolis Museum
Wir steigen weiter aufwärts, legen einen Stopp am Odeon des Herodes Atticus und am Dionysos-Theater ein. Danach erreichen wir die Akropolis. Auf dem Weg denken wir einige Male an die abgelehnten Taxen; wir hätten es wesentlich einfacher haben können.

Akropolis, Erechtheion, Parthenon und Propylaeen
Die Akropolis ist immer noch das absolute „Muss“ in Athen, trotz Hitze und der allgegenwärtigen Menschenmassen. Gemäß griechischen Medien besuchten mehr als drei Millionen Menschen im Jahr 2023 den heiligen Berg. Die Ruinen der UNESCO Welterbestätte sind beeindruckend. Und nicht nur das, aus mehr als 150 Meter Höhe überblicken wir Athen komplett. Unser Blick reicht bis nach Piräus; wir sehen sogar unser Kreuzfahrtschiff.

Blick auf Athen und Piräus
Als Nächstes lockt der Monastiraki-Platz
Beim Abstieg von der Akropolis orientieren wir uns in Richtung des Marsfelds, der Alten Agora und des Hephaistos-Tempels.
Unser nächstes Ziel ist der Monastiraki-Platz. Hier beginnt die Plaka, eines der ältesten Viertel Athens. Das Labyrinth der Gassen zieht sich unterhalb der Akropolis den Hügel hinauf.
Unsere Empfehlung: Lassen Sie sich treiben und nicht von dem anfänglichen Gedränge und den Souvenirläden abschrecken. Es gibt ruhigere Ecken und Plätze. Sie finden sicher eine Taverne oder Bar für einen Drink oder einen Imbiss.

Stadtteil Monastiraki
Unverzichtbar – Athens Hausberg Lykavittos
Auf unserem Tagesprogramm steht an sich noch der Lykavittos. Mit 277 Meter Höhe ist er der höchste Berg in Athens Umfeld. Eine Standseilbahn führt auf den Berg hinauf. Da er deutlich höher als die Akropolis ist, bietet der Lykavittos den besten Rundblick über die Stadt und ihr Umland. Uns reicht es jedoch für heute, wir verzichten auf den Ausblick. Den Lykavittos gönnen wir uns an einem anderen Tag.

Athen - Lykavittos Hügel
Die Metrolinie 1 bringt uns von Monastiraki – auch diese Metrostation glänzt mit archäologischen Funden – auf direktem Weg zurück nach Piräus.
Update Juni 2024







