Belle-Île Sehenswürdigkeiten

Belle-Île Sehenswürdigkeiten

Autor: Anne Plau

Belle-Île ist vor allem ein Paradies für Naturfreunde, Wanderer und Strandurlauber. Die Küstenlinie mit steilen Felsen, Buchten und Sandstränden ist spektakulär. Ebenso locken malerische Orte, eine beeindruckende Festung und besondere Aussichtspunkte.

Belle-Île - Aiguilles de Port Coton

Belle-Île - Aiguilles de Port Coton


Festung und Stadtmauer in Le Palais 

Mit dem Bau der sternförmigen Zitadelle oberhalb des Hafens von Le Palais wurde im 16. Jahrhundert begonnen. Vollendet wurde das Bauwerk ab dem Jahr 1683 von Sébastien Le Prestre de Vauban, Generalkommissar für Befestigungsanlagen unter König Ludwig XIV. Die Festung diente als Burg und Gefängnis und beherbergt heute ein Museum. Von oben hat man einen wunderbaren Panoramablick auf Le Palais.

Belle-Île - Zitadelle von Le Palais
Belle-Île - Zugang zur Zitadelle von Le Palais
Belle-Île - Zitadelle von Le Palais
Belle-Île - Zitadelle von Le Palais

Die Zitadelle sollte Teil einer kompletten Inselbefestigung werden. Dieser Plan wurde nicht umgesetzt. In den Jahren 1803 bis 1877 wurde jedoch die Stadtmauer um Le Palais errichtet. Militärisch war die Mauer wegen der späten Fertigstellung nicht mehr von Bedeutung. Sie wurde nie erprobt. Sie gilt daher als einzigartiges Zeugnis der Militärarchitektur des 19. Jahrhunderts. Heute dient die Stadtmauer als 2,5 Kilometer lange Promenade rund um den Hafen von Le Palais.

Le Palais - Hafeneinfahrt

Le Palais - Hafeneinfahrt


La Belle Fontaine 

Das auch „Aiguade Vauban“ genannte Wasserreservoir liegt 3,5 Kilometer südlich von Le Palais. Es wurde im Jahr 1703 nach Plänen von Vauban erbaut und diente der Versorgung von Schiffen mit Trinkwasser. Das Reservoir ist 22,5 Meter lang, 6,5 Meter breit und 6 Meter tief. Es fasst 850.000 Liter Wasser und wird von einem Rundbogengewölbe geschützt. Seit 1993 steht „Aiguade Vauban“ unter Denkmalschutz und darf besichtigt werden. In Frankreich gibt es nur noch ein weiteres Bauwerk dieser Art.

Grand Phare 

Der große Leuchtturm Goulphar wurde im Jahr 1836 erbaut. Er steht etwa einen Kilometer vom Atlantik entfernt im Dorf Kervilahouen. Der Leuchtturm ist 52 Meter hoch. Über 252 Steinstufen und eine Eisenleiter kann man zu einer Plattform aufsteigen. Die Mühe wird mit einem weiten Panoramablick auf die Insel und den Atlantik belohnt.

Belle-Île - Phare de Goulphar


Belle-Île - Phare de Goulphar


Belle-Île - Phare de Goulphar


Belle-Île - Phare de Goulphar 


Pointe des Poulains 

Die Pointe des Poulains im Norden von Belle-Île besteht aus einer kleinen Insel, einer Landspitze und einer Halbinsel.

Auf der vorgelagerten Insel wurde 1868 der Leuchtturm Phare des Poulains errichtet. Bei Niedrigwasser kann man die Insel zu Fuß erreichen und den 18 Meter hohen Turm besichtigen. Die Landspitze von Pointe des Poulains bietet einen wunderbaren Panoramablick. Bei schönem Wetter reicht die Sicht bis zur Bucht von Quiberon.

Die Halbinsel Pointe des Poulains wurde von einer kleinen zweistöckigen Festung aus dem Jahr 1846 beherrscht. Das vernachlässigte Bauwerk wurde im Jahr 1894 von der französischen Schauspielerin Sarah Bernhardt erworben und umfassend renoviert. Weitere Gebäude wurden nach und nach auf dem Gelände errichtet und von Sarah Bernhard, ihrer Familie und Freunden als Sommerresidenz genutzt. In der alten Festung befindet sich heute das Sarah-Bernhardt-Museum.

Aiguilles de Port Coton

Die Felsnadeln wurden nach den schaumigen Gischtflocken benannt, die sich dort bei rauher See bilden und wie Baumwolltupfer aussehen. 

Belle-Île - Aiguilles de Port Coton


Belle-Île - Aiguilles de Port Coton


Belle-Île - Aiguilles de Port Coton


Belle-Île - Aiguilles de Port Coton 


Berühmt wurden die Felszacken durch Gemälde des Impressionisten Claude Monet. Im Jahr 1886 verbrachte er zwei Monate auf Belle-Île. Er wohnte im Dorf Kervilahouen und schuf insgesamt 39 Gemälde der Küste bei Port Coton, Port Domois und Port de Goulphar.

Vier malerische Gemeinden 

Die vier Gemeinden auf Belle-Île sind immer noch sehr ursprünglich. Die Orte sind mit den öffentlichen Bussen gut zu erreichen.

Belle-Île - Busbahnhof von Le Palais
Le Palais - der Belle-Île-Bus
 Belle-Île - unterwegs in Kervilahouen
 Belle-Île - unterwegs bei Antoureau

Le Palais 

Im Hauptort Le Palais ist das militärische Erbe der Insel gut sichtbar. Die von Vauban Ende des 17. Jahrhunderts ausgebaute massive Zitadelle beherrscht den Ort. Die befestigte Stadtmauer dient heute als Promenade rund um den malerischen Hafen. Der Hafen von Le Palais ist zum Meer hin durch Molen geschützt. Rund um das Hafenbecken liegen Restaurants und Cafés, die zum Verweilen einladen. Der Ort lockt mit kleinen Läden, Galerien und einer hübschen Kirche. Das historische Wasserreservoir Belle Fontaine liegt 3,5 Kilometer südlich des Ortes.

Le Palais - Zitadelle
Le Palais - Quai de l'Acadie
Le Palais - l'Eglise du Christ Roi
Le Palais - die Orgel der l'Eglise du Christ Roi

Sauzon 

Das pittoreske Fischerdorf Sauzon liegt im Nordosten der Insel. Hauptaktivität wegen des kleinen geschützten Hafens war früher die Fischerei. Heute ist Sauzon ein beliebter Jachthafen.

In der näheren Umgebung liegt Pointe des Poulains mit dem Leuchtturm und dem Museum Sarah Bernhard. Etwas südlicher findet man die Felsen der Apotheker-Grotte (Grotte de l’Apothicairerie), in der früher Kormorane nisteten. Die Nistplätze waren aneinandergereiht wie Schubladen eines Apothekerschranks. Die Menhire Jean und Jeanne, die etwa aus der Zeit zwischen 3500 und 1800 vor Christus stammen, sind nur wenige Kilometer entfernt in der Nähe des Dorfes Kerlédan zu bewundern.

Bangor 

Der Ort Bangor liegt mitten auf Belle-Île. Er wurde schon im 6. Jahrhundert gegründet und ist immer noch sehr ursprünglich und ländlich.

Belle-Île - Fahrradverleih in Bangor


Belle-Île - Fahrradverleih in Bangor


Belle-Île - Hôtel le Grand Large


Belle-Île - Hôtel le Grand Large 


In der näheren Umgebung liegen einige schöne Strände, wie der Dünenstrand Donnant. Auch der Leuchtturm Goulphar und die spektakuläre Felsküste bei Port Coton sind nicht weit entfernt.

Locmaria 

Der Ort liegt im Südwesten von Belle-Île. Das älteste Bauwerk ist die im romanischen Stil erbaute Steinkirche. Sie stammt aus dem 11. Jahrhundert und war lange Zeit eine Pilgerstätte. Locmaria ist stark von der Landwirtschaft geprägt.

In der Umgebung liegen die höchsten Felsklippen von Belle-Île und die längsten Strände, wie Les Grand Sables.

Paradies für Wanderer und Radfahrer

Belle-Île ist ein Paradies für Wanderer. Ein Küstenweg umrundet die Insel auf 82 Kilometern. Der Weg ist nur für Fußgänger bestimmt. Tatsächlich wird die gesamte eklatante Küstenlinie auf diesem Weg erwandert. Dabei sind Höhenunterschiede von insgesamt 2000 Metern zu bewältigen.

Belle-Île - Küstenwanderweg


Belle-Île - Küstenwanderweg


Belle-Île - Küstenwanderweg


Belle-Île - Küstenwanderweg


Auch Radfahrer sind willkommen auf Belle-Île. Mehr als 80 Kilometer markierte Radwege sind ausgewiesen. Insbesondere in Le Palais gibt es einige Vermieter von Fahrrädern und E-Bikes.

Strände auf Belle-Île 

Auf Belle-Île gibt es 58 Strände mit insgesamt sieben Kilometern Länge. Gegenüber dem Festland und im Süden der Insel ist das Wasser an der Küste und an den Stränden ruhig. Die Strände Donnant, Herlin und Les Grands Sables werden in der Saison überwacht. Häufig werden sportliche Aktivitäten wie Kitesurfen, Tauchen oder Stand-up Paddling angeboten.

Le Palais - Cote Sauvage

Le Palais - Cote Sauvage


September 2022

 

 

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