Bordeaux

Bordeaux


Die Hafenstadt Bordeaux liegt im Südwesten Frankreichs am Ufer des Flusses Garonne. Die Großstadt ist seit zwei Jahrtausenden das Zentrum einer bedeutenden Weinbauregion. Der Anbau und der Export von Wein begründeten den Reichtum der Region. In Bordeaux‘ historischer Altstadt künden viele repräsentative säkulare und profane Bauten von dem in der Vergangenheit erwirtschafteten Wohlstand. Das historische Viertel wird als der größte und schönste Komplex dieser Art von ganz Frankreich bezeichnet. Im Jahr 2007 setzte die UNESCO Bordeaux auf die Liste des Welterbes.

Weingut im Médoc


Weingut im Médoc


Unterwegs in Bordeaux' historischem Zentrum


Unterwegs in Bordeaux' historischem Zentrum 


Bordeaux in Zahlen

Bordeaux ist die neuntgrößte Stadt des Landes. In der Kernstadt wohnen auf knapp 50 Quadratkilometern Fläche 261.000 Einwohner (Stand Januar 2019). Die Agglomeration Bordeaux kommt auf knapp eine Million Menschen. Sie nimmt damit den fünften Rang unter Frankreichs Metropolregionen ein. Die Distanz zum Mündungsgebiet der Gironde bei Port Médoc beträgt annähernd 90 Kilometer Luftlinie. Die Flüsse Garonne und Dordogne bilden die Gironde.

Grand-Théâtre

Grand-Théâtre


Bordeaux‘ Geschichte in Kurzform

Bordeaux entwickelte sich aus einer im 3. Jahrhundert vor Christus vom Volksstamm der Kelten gegründeten Siedlung. Auf die Kelten folgten die Römer. Sie nannten den Ort „Burdigala“ und schätzten sowohl die Region als Anbaugebiet von Wein als auch den Wasserweg zum Transport des Weines. Schon zur Zeit der Römer gelangte Bordeaux – wie antike Aufzeichnungen belegen – zu beachtlichem Wohlstand. Diese Phase endete mit dem Niedergang des Römischen Reichs und dem Beginn der Völkerwanderung.

Im Jahr 1154 geriet Bordeaux unter englische Herrschaft. In den folgenden drei Jahrhunderten gelangte die Stadt erneut zu Wohlstand. Trotz zwischenzeitlicher kriegerischer Handlungen bestand die komfortable Situation auch in den nachfolgenden Jahrhunderten fort. Bordeaux verdiente am Wein, am Kabeljau und am Sklavenhandel. Unter der Herrschaft des Marquis von Tourny entstanden große Plätze, breite Straßen sowie zahlreiche repräsentative öffentliche Bauten, die noch heute das Stadtbild prägen.

Standbild des Marquis von Tourny

Standbild des Marquis von Tourny


Bordeaux – Verwaltungs- und Kulturzentrum

Die Stadt ist in der Gegenwart das Verwaltungszentrum des Départements Gironde und zugleich die Hauptstadt der Région Nouvelle-Aquitaine. Bordeaux besitzt vier Universitäten sowie eine zweistellige Zahl von Hochschulen und Fachhochschulen. Bordeaux ist außerdem Sitz eines Erzbistums der römisch-katholischen Kirche.

Bordeaux' Rathaus


Bordeaux' Rathaus


Kathedrale Saint-André


Kathedrale Saint-André 


Bordeaux‘ Wirtschaft

Wie bereits erwähnt, sind die Stadt und die sie umgebende Region vom Wein und vom Hafen abhängig. In neuerer Zeit entstanden Schwerpunktindustrien in den Bereichen  Luft-und Raumfahrt, Elektronik, Chemie, Pharmazeutik und Baustoffen. Bordeaux ist Medienstandort, Messe- und Konferenzzentrum.

Bordeaux – Ziel der Kreuzfahrtschiffe

Fluss- und Hochsee-Kreuzfahrtschiffe steuern die Stadt regelmäßig an. Kleinere Hochseeschiffe fahren – sofern die Routenplanung genügend Zeit für die Flusspassage vorsieht – die Gironde und die Garonne hinauf. Angelegt wird am Quai des Chartrons. Sofern die Zeit für eine Flussfahrt nicht ausreicht, oder wenn die Schiffe zu groß sind, liegen sie vor Port Médoc gegenüber der Stadt Royan am Golf von Biskaya auf Reede.

Port Médoc


Port Médoc


Bordeaux - Anleger der Fluss-Kreuzfahrtschiffe


Bordeaux - Anleger der Fluss-Kreuzfahrtschiffe 


Passagiere sind bei kurzen Liegezeiten gut beraten, organisierte Ausflüge nach Bordeaux zu unternehmen. Geführte Ausflüge verbinden die Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt mit einem Besuch im Médoc und einer Weinverkostung in einem Prädikatsweingut. Näheres dazu unter Bordeaux – Sehenswürdigkeiten.

Juni 2022

 

 

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