Bordeaux Sehenswürdigkeiten

Bordeaux Sehenswürdigkeiten


Das städtische Tourismusbüro „Bordeaux-Tourisme“ bietet Besuchern der im Südwesten Frankreichs gelegenen Großstadt Bordeaux vielfältige Informationen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Als nützlich und hilfreich empfinden wir die Liste der wesentlichen Sehenswürdigkeiten, die „UNESCO Heritage Tour“. Seit 2007 zählt Bordeaux‘ Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe, und mehr als 350 Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Die wesentlichen Attraktionen liegen auf engem Raum im Stadtzentrum beieinander. Das freut vor allem Tagesgäste mit knappem Zeitkonto.

Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Bordeaux

Herausragende Sakralbauten

Bordeaux ist reich gesegnet mit Kirchen. Aus der Vielzahl ragen die nachfolgend genannten Gotteshäuser heraus.

Kathedrale Saint-André

Die 124 Meter lange, gotische Kathedrale ist der größte und bedeutendste Sakralbau der Stadt. Eine erste Bischofskirche wurde im Jahr 1096 geweiht. Sie entsprach offenbar nicht den Ansprüchen der Kirchenfürsten, weshalb ein Neubau beschlossen wurde. Der Grundstein der neuen Kathedrale wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gelegt. Das Langhaus ist einschiffig. Obwohl die Kirche im Laufe der Jahrhunderte viele bauliche Veränderungen erfuhr, blieb das Kirchenschiff unverändert. Zwischendurch, während der Französischen Revolution, wurde die Kathedrale sogar als Scheune zweckentfremdet.

Kathedrale Saint-André
Glockenturm Tour Pey-Berland
Kathedrale Saint-André
Kathedrale Saint-André

Im Jahr 1998 setzte die UNESCO das Bauwerk auf die Liste des Weltkulturerbes. Ausschlaggebend hierfür war, dass sie ein Bestandteil des französischen Jakobsweges ist. Der Tour Pey-Berland genannte Glockenturm ist der Kathedrale vorgelagert. Seit dem Jahr 1863 trägt er eine Marienstatue. Der 66 Meter hohe Kirchturm ist für Besuche geöffnet. Er bietet Panoramablicke über Bordeaux.

Place Pey Berland - Statue de Jacques Chaban delmas

Place Pey Berland - Statue de Jacques Chaban delmas


Standort: Place Pey Berland
Öffnungszeiten der Kathedrale: zur Mittagszeit geschlossen. Eintritt Kathedrale: kostenlos
Ticketpreis Turm: 6 Euro.

Église Notre-Dame

Die Kirche und der benachbarte Cour Mably sind Zeugnisse eines im 13. Jahrhundert errichteten Dominikanerklosters. Eine Vorgängerkirche wurde bei Aufständen im Jahr 1675 zerstört. Der Neubau wurde nach dem Vorbild der Chiesa del Gesù in Rom errichtet. Im Gegensatz zu ihrem überladenen Äußeren wirkt Notre-Dame im Inneren ausgesprochen schlicht. Bemerkenswert sind allerdings die Kapellen: Sie täuschen mit malerischen Mitteln real wirkende bautechnische Effekte vor. Die große Orgel wird das Jahr über für konzertante Aufführungen genutzt.

Église Notre-Dame
Kirchenschiff der Église Notre-Dame
Église Notre-Dame - Seitenaltar
Orgel der Église Notre-Dame

Der Cour Mably ist Standort eines regionalen Finanzgerichts. Außerdem wird er als Kunstmuseum und für Veranstaltungen genutzt. Vor dem Gebäude erinnert eine Statue an den spanischen Maler Francisco de Goya. Der in seinem Heimatland exilierte Künstler lebte und starb in Bordeaux.

Fassade des Cour Mably


Fassade des Cour Mably


Statue des Francisco de Goya vor dem Cour Mably


Statue des Francisco de Goya vor dem Cour Mably 


Standort: Rue Mably

Einige bedeutende Profanbauten

Grand-Théâtre

Das im Jahr 1780 eröffnete Grand-Théâtre ist das Wahrzeichen der Stadt Bordeaux. Zur Zeit der Römer stand an seiner Stelle ein antiker, römischer Tempel. An einen Tempel erinnert der von zwölf Säulen getragene Portikus. Neun griechische Musen und drei Göttinnen zieren die Balustrade über den Säulen. Das Theater wird für Oper- und Operettenaufführungen, Sprechtheater, Tanztheater und Konzerte genutzt. Die Hauptfront des Grand-Théâtre ist zur Place de la Comédie und zum Grand Hotel ausgerichtet.

Grand-Théâtre


Grand-Théâtre


Grand-Théâtre


Grand-Théâtre 


Maison Gobineau

In Sichtweite des Grand-Théâtre liegt das im Jahr 1816 fertiggestellte Maison Gobineau. Bordeuax‘ Touristeninformation vergleicht das Gebäude mit dem New Yorker Flatiron Building. Tatsächlich besteht, was die Optik anbelangt, eine gewisse Ähnlichkeit mit dem dreieckigen Flatiron Building. Was die Höhe anbelangt, unterscheidet es sich allerdings erheblich von dem New Yorker Original.

Maison Gobineau

Maison Gobineau


Seit 1948 ist das Maison Gobineau Sitz des Conseil Interprofessionnel du vin de Bordeaux, des Verbandes der Weinproduzenten der Region Bordeaux.

Standort: Cours du 30 Juillet

Hôtel de Ville – Palais Rohan

Gegenüber der Kathedrale erstreckt sich das Palais Rohan, der ehemalige Palast der Erzbischöfe. Errichtet wurde der Prachtbau zwischen 1771 und 1784 für den Erzbischof Mériadec de Rohan. Die kirchlichen Würdenträger nutzten das imposante Palais und seine verschwenderisch gestalteten Innenräume nur wenige Jahre. Während der Französischen Revolution (1789 und 1790) war das Palais Treffpunkt der Revolutionäre. Seit dem Jahr 1837 wird es als Rathaus genutzt.

Hôtel de Ville – Palais Rohan

Hôtel de Ville – Palais Rohan


Standort: Place Pey Berland.
Das Rathaus und der Ehrenhof dürfen mittwochs besichtigt gegeben. Die Führungen erfolgen in französischer Sprache.
An das Rathaus schließt der Jardin du Palais Rohan an. Er ist Standort des Musée des Beaux-Arts de Bordeaux.

Porte Cailhau

Die Porte Cailhau ist das prächtigste und besterhaltene Stadttor. Der 35 Meter hohe, gotische Bau war ursprünglich das wichtigste Stadttor von Bordeaux. Es wurde im Jahr 1495 zu Ehren König Karl VIII. erbaut. Mit dem Bau sollte dem Sieg des Herrschers über Italien Anerkennung verliehen werden. Im ersten Stockwerk erfahren Besucher, wie im Spätmittelalter und in der Neuzeit mit historischen Werkzeugen und Materialien Bauten errichtet wurden.

Porte Cailhau


Porte Cailhau


Porte Cailhau


Porte Cailhau 


Aus 23 Meter Höhe ergeben sich Panoramablicke über die Stadt und den nahen Fluss.
Besichtigung: Eintrittspreis 5 Euro.

Zwei sehenswerte, historische Passagen

Passage Sarget

Neben dem Portal der Église Notre-Dame an der Place du Chapelet öffnet sich die kleine Passage Sarget. Schicke Läden und Restaurants residieren in dem im Jahr 1833 erbauten Durchgang. Ein Glasdach schirmt den Bau nach oben ab. Der Geschäftsbereich ist winzig, verglichen mit den in den letzten Jahrzehnten in Großstädten entstandenen weitläufigen Einkaufspassagen.

Zugang zur Passage Sarget

Zugang zur Passage Sarget


Galerie Bordelaise

Die Galerie Bordelaise wurde im selben Jahr wie die Passage Sarget errichtet. Die als „Monument historique“ unter Denkmalschutz stehende Galerie ist verschwenderisch mit Stuck und aufwändigen Dekorationen ausgestattet. Bedauerlicherweise fehlt es dem Bauwerk an attraktiven Ladengeschäften.

Galerie Bordelaise


Galerie Bordelaise


Fußgängerzone Rue Sainte-Catherine


Fußgängerzone Rue Sainte-Catherine 


Die Galerie Bordelaise verbindet die Fußgängerzone Rue Sainte-Catherine mit der Rue de la Maison Daurade.

Große Plätze

Place de la Bourse

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde beschlossen, am Ufer der Garonne einen „Königlichen Platz“ anzulegen. Der Beschluss zur Einrichtung des Place de la Bourse war der erste Schritt zur Umwandlung der ehemaligen Festungsstadt in eine offene Stadt. Mit diesem großen, rechteckigen und von repräsentativen Bauten umgebenen Platz entwickelte sich Bordeaux zu einer weltoffenen Stadt. Zwei symmetrische Gebäude, die Börse und das Zollhaus, flankieren noch heute den Platz zu beiden Seiten. Im Zentrum der damaligen Place Royale stand ein Reiterstandbild von König Ludwig XV. Das Reiterstandbild des Königs fiel der Französischen Revolution zum Opfer. Ein optischer Schlusspunkt wurde nach den Wirren der Revolution mit der Errichtung des „Brunnen der Drei Grazien“ gesetzt. Die drei Grazien, Töchter des Zeus, stehen der griechischen Mythologie zufolge für Schönheit, Freude und Fülle.

Bauten an der Place de la Bourse
Blick auf die Place de la Bourse
Place de la Bourse - Fontaine de trois Grâces
Place de la Bourse - Fontaine de trois Grâces

Place du Parlement

Im Zentrum der Stadt liegt die Place du Parlement. Der Name nimmt Bezug auf das sogenannte Parlament von Bordeaux. Gegründet wurde es im Jahr 1451, abgeschafft wurde es im Jahr 1790. Die Place du Parlement wird Gästen der Stadt als Platz im „italienischen“ Stil vorgestellt. Kein Wunder: Viele Bars und Restaurants umgeben den Platz.

Place du Parlement


Place du Parlement


Entspannen an der Place du Parlement


Entspannen an der Place du Parlement 


Place des Quinconces mit dem Monument aux Girondins

Auf der mehr als zwölf Hektar großen Place des Quinconces steht die monumentale Brunnenanlage mit dem Denkmal der Girondisten. An der Stelle des Platzes stand ursprünglich das Château Trompette, eine Zwingburg des späten Mittelalters, deren Kanonen auf die Altstadt gerichtet waren. Die 43 Meter hohe Säule mit einer Bronzefigur erinnert an die während der Französischen Revolution ermordeten Girondisten. Die ihre Ketten brechende Bronzestatue steht sinnbildlich für die Freiheit.

Monument aux Girondins


Monument aux Girondins


Säulen an der Place des Quinconces


Säulen an der Place des Quinconces 


Miroir d’eau

Im Jahr 2006 wurde zwischen der Place de la Bourse und der Garonne der Miroir d’eau angelegt. Das weltweit größte Reflexionsbecken, die Wasseroberfläche misst 3.450 Quadratmeter, ist nur wenige Zentimeter tief. Sein städtebaulicher Zweck besteht darin, die Konturen der klassizistischen Bauten der Place de la Bourse zu spiegeln. Dabei bleibt es nicht. Das Becken ist Treffpunkt der Familien und der Verliebten. Kinder spielen an Sonnentagen unter Aufsicht ihrer Mütter im Wasser. Menschen jeden Alters genießen es, barfüßig durchs Wasser zu stapfen.

Miroir d’eau

Miroir d’eau


Pont de Pierre

Seit mehr als 200 Jahren überspannt die Brücke Pont de Pierre den Fluss Garonne. Das 487 Meter lange Bauwerk umfasst 17 Bögen. Die Mitte des vergangenen Jahrhunderts verbreiterte Brücke ist für den Autoverkehr gesperrt. Lediglich Trambahnen, Fußgänger und Radfahrer nutzen das historische Bauwerk. Das westliche Ende des Pont de Pierre läuft auf die Porte de Bourgogne zu, ein im Stil eines Triumphbogens errichtetes Stadttor.

Der Fluss Garonne mit der Brücke Pont de Pierre

Der Fluss Garonne mit der Brücke Pont de Pierre

Cité Mondiale du Vin

Bordeaux-Tourisme sieht die Cité du vin als „Leuchtturm des Weintourismus“. Der riesige, futuristische Glasbau im Weinhändlerviertel Chartrons ist vieles in einem: Museum, Kultureinrichtung, Kongresszentrum und … und …

Cité Mondiale du Vin

Cité Mondiale du Vin


Auf 13.350 Quadratmetern Fläche und über zehn Stockwerke entdecken Besucher die (Zitat) „kulturellen, zivilisatorischen und universellen Aspekte des Weins“. Ein 35 Meter hoch gelegener Aussichtspunkt lädt mit Blick auf Bordeaux zur Weinprobe ein.

Standort: Quai des Chartrons
Für eine Besichtigung der Cité Mondiale du Vin sind ungefähr zwei Stunden einzuplanen.

Die Weinbauregion Bordeaux

Was wäre Bordeaux ohne seine Weinbauregion? Die Stadt ist eingebettet in mehr als 1.000 Quadratkilometer Rebfläche, auf der vor allem Rotwein produziert wird. Bordeaux ist der ideale Ausgangspunkt für einen Besuch der insgesamt 37 Appellationen.

Weinreben in der Région Margaux


Weinreben in der Région Margaux


Chateau im Médoc


Chateau im Médoc 


Eine der weltweit bekanntesten Weinregionen ist die Appellation Haut-Médoc. Sie erstreckt sich auf ungefähr 16.000 Hektar Fläche neben dem Fluss Gironde. Bei Weinkennern genießen die Grand-Cru-Weine und Crus Classés dieser Region besondere Wertschätzung.

Rebflächen des Chateau de Camensac


Rebflächen des Chateau de Camensac


Chateau de Camensac


Chateau de Camensac 


Einzelne Weingüter sind für Besucher geöffnet. Wir besichtigen – exemplarisch für andere Weingüter – das Château de Camensac. Die Weine des Châteaus sind seit der Klassifikation des Jahres 1855 als Cinquieme Grand Cru Classé eingestuft. Für Besucher geöffnet, sind das Gutshaus, die Keller mit den Gärtanks sowie das riesig scheinende Lager mit den neuen Barrique Fässern. An die Besichtigung schließt sich, wie könnte es anders sein, eine Weinprobe an.

Juni 2022

 

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