Bremerhaven

Bremerhaven


Bremerhaven ist Bremens Außenposten an der Weser, kurz bevor diese in die Nordsee mündet. Die traditionsreiche Hafenstadt ist nach Hamburg Deutschlands zweitgrößter Seehafen. Bremerhaven ist zudem Industrie-, Dienstleistungs- und Wissensstandort sowie ein touristisches Ziel mit interessanten Attraktionen.

Bremerhaven vom Schiff gesehen

Bremerhaven vom Schiff gesehen


Bremerhaven – Geschichte

Bremerhavens Entstehungsgeschichte ist nicht exakt zu bestimmen. Immerhin wurden im Jahr 1139 umgebende Gemeinden urkundlich erwähnt. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges geriet die Region für mehrere Jahrzehnte unter schwedische Herrschaft. Das schwedische Königreich plante an der Weser die Errichtung einer Festungsstadt mit dem Namen Carlsburg. Das Vorhaben wurde nicht realisiert.

Nach dem Ende der schwedischen Regentschaft wechselten die Besitzverhältnisse mehrfach. Seit 1827 ist die Stadt eine Exklave der Freien und Hansestadt Bremen. Die Stadt litt zu Beginn des 19. Jahrhunderts unter der Versandung des Hafens. Durch den Erwerb Bremerhavens sicherte sich Bremen ein Hafenerweiterungsgebiet in Nordseenähe. Nach kurzer Bauzeit war im Jahr 1830 der Bau eines ersten Hafenbeckens abgeschlossen. Heute wird es „Alter Hafen“ genannt. Im Jahr 1852 folgte mit dem „Neuen Hafen“ ein zweiter Hafen nach.

Bremerhaven - Neuer Hafen

Bremerhaven - Neuer Hafen


Bremerhaven – deutscher Auswandererhafen

Lange Zeit war die Stadt Deutschlands bedeutendster Auswandererhafen. Zwischen 1830 und 1974 emigrierten über Bremerhaven mehr als sieben Millionen Menschen. Das Museum Deutsches Auswandererhaus und Bremerhavens Columbuskaje sind Zeugen dieser Migrationswelle. Später, mit dem Aufkommen des Passagierverkehrs über den Atlantik, machte sich die Stadt als Passagierschiffhafen und Werftenstandort einen Namen.

Deutsches Auswandererhaus

Deutsches Auswandererhaus


Bremerhaven – in der Gegenwart

Im September des Jahres 1944 wurde die Stadt bei alliierten Bombenangriffen empfindlich getroffen. Seit dem Kriegsende mangelt es dem Stadtbild an den für eine Hafen- und Handelsstadt typischen, historischen Fassaden. Nach dem Krieg nutzten die USA die Stadt als europäischen Nachschubhafen. Ein Kuriosum am Rande: Am 1. Oktober 1958 ging in Bremerhaven Elvis Presley, „The King of Rock’n Roll“, an Land, um in Deutschland seinen Militärdienst abzuleisten. Eine Bronzetafel an der Columbuskaje erinnert an dieses Ereignis.

MS Deutschland an der Columbuskaje

MS Deutschland an der Columbuskaje


Seit dem Kriegsende erfuhr die Stadt erhebliche Veränderungen. Dabei stand der Hafen stets im Zentrum der wirtschaftlichen Aktivitäten. Von europaweiter Bedeutung ist zum Beispiel das Autoterminal. Mehr als 2,3 Millionen Neufahrzeuge passieren Jahr für Jahrr den Hafen. Für den Transport der Fahrzeuge sind pro Jahr 1.400 Schiffe im Einsatz.

Bremerhavens Containerbrücken

Bremerhavens Containerbrücken


Neben der Hafenwirtschaft ist die Stadt ein anerkannter Wissenschaftsstandort. Neue Technologien, vor allem im Bereich des Klimaschutzes, werden gefördert. Außerdem wurde in den Tourismus investiert. Einrichtungen wie das Deutsche Auswandererhaus oder das Klimahaus machen Bremens Außenposten zum touristischen Ziel.

Klimahaus Bremerhaven 8° Ost

Klimahaus Bremerhaven 8° Ost


Bremerhaven - Kreuzfahrtdestination

Seit Langem ist die Stadt eine Kreuzfahrtdestination. Das moderne, lichte Kreuzfahrt-Terminal befindet sich im Aufwind. Während der Hafen zwischen 1990 und 2015 jährlich nur wenig Anläufe zählte, hat das Passagiervolumen in den letzten Jahren zugelegt. Für das Jahr 2019 wurden 111 Schiffsanläufe gemeldet.

Wartebereich im Kreuzfahrtterminal Columbuskaje

Wartebereich im Kreuzfahrtterminal Columbuskaje


Bremerhaven ist eine gut überschaubare Stadt. Die wesentlichen Sehenswürdigkeiten offenbaren sich ihren Besuchern ohne Probleme.

Update Oktober 2020