Autor: Karl W. P. Beyer

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Im Umfeld der Stadt werden beachtliche Einnahmen aus Fischerei, Schiffsverkehr, Hafenwirtschaft, Öl, chemischer und petrochemischer Industrie generiert. Das kommt nicht alles bei den Einwohnern an. Viele Einwohner Cartagenas leben in Armut oder sehr bescheidenen Verhältnissen. Es entwickelte sich zwangsläufig Kleinkriminalität. Diese hat in der Vergangenheit vor allem bei US-Bürgern den zweifelhaften Ruf begründet, dass Cartagena eine unsichere Stadt sei.

Das kann man grundsätzlich nicht bestätigen. Das gern besuchte El Centro (die Altstadt) ist sauber, sicher und romantisch anzusehen. Allerdings ist Cartagena nun einmal ein wichtiger Touristenort. Kreuzfahrt-Schiffe laufen verstärkt die Stadt an. Armut und Chancenlosigkeit wird immer Gauner, Bettler und Straßenhändler ermuntern, sich an den Fremden zu hängen. Jugendliche Klebstoffschnüffler, Frauen mit „gemieteten“, verkrüppelten Kindern, ihnen wurden häufig genug diese Verletzungen aus Gründen des Bettelns zugefügt, wollen unser Herz erweichen. Niemand ist vor diesen Randgruppen gefeit. Auch geführte Gruppen nicht.

Von kolumbianischer Seite wird Touristen folgender Rat gegeben: Nicht beachten! Nicht ansehen! Nicht ansprechen! Jeder, der nicht belästigt werden möchte, sollte die Empfehlung beherzigen. Auf lange Sicht sollte das der Weg sein, um das System zu brechen.

Rolex- und Cartier-Uhren bleiben, wenn sie denn mitreisen durften, im Schiffstresor. Viel Bargeld wird auch nicht mitgenommen. Die beste aller Kameras sollte man immer im Auge behalten.

Und Eis essen wir erst wieder an Bord des Schiffes.

Zu den Taxen:

Die Taxen sind modern. Manche haben Klima. Taxameter gibt es nicht. Die Taxipreise sind nach Zielen gestaffelt und fix. Die Fahrer müssen im Handschuhfach ihrer Fahrzeuge eine Plastikkarte mitführen, auf der die Preise verzeichnet sind. Vor jeder Fahrt zeigen lassen!

Häufig wird empfohlen, einen Taxifahrer für eine Tour zu mieten. Das ist keine schlechte Idee. Man mietet möglichst mit mehreren Mitreisenden ein Taxi und der Fahrer fährt die gewünschten Ziele an. Und er gibt uns die Zeit, die wir für unseren Weg benötigen. Eine Liste der zu besuchenden Orte sollte man bei sich tragen und sie dem Fahrer zeigen. Den Rest erledigt er dann.