Cartagena – Sehenswertes


Das Erlebnis Cartagena beginnt mit dem Einlaufen des Kreuzfahrt-Schiffes in den Hafen. Bevor es am Terminal Maritimo de Cartagena zu liegen kommt, passiert es die Insel Bocachica. Danach fährt es zwischen den Resten der beiden Forts Castillo Grande und Manzanillo hindurch. Sie bewachten in früheren Zeiten die eigentliche Hafenzufahrt. Weitere Forts, darunter das mächtige Fort San Felipe de Barajas, kommen bei Annäherung an den Liegeplatz in Sicht.

Cartagena - Castillo Grande heute eine Hotelzone

Celebrity Cruises bietet im Jahr 2012 u. a. eine 3stündige geführte Tour durch das historische Cartagena für 49,75 US$ an. Wer diese Tour nicht gebucht hat und sich auch nicht fürchtet von Bord zu gehen, siehe hierzu Verhaltensregeln in Cartagena, muss sehen, wie er weiterkommt. Kein Problem! Nach ca. 400 m erreicht man den Hafenauslass, schnappt sich ein Taxi und lässt sich in die Altstadt fahren. Ziel: Das Haupttor an der Puerta y Torre del Reloj. Offiziell beträgt der Fahrpreis für die 4 km lange Strecke 10 US$. Im Frühjahr 2012 wurden ausnahmslos 15 US$ für die Fahrt verlangt. Der Rückweg vom Zentrum zum Schiff wurde am Nachmittag mit 10 US$ berechnet.

Cartagena - Puerta y Torre del Reloj

Auf dem Weg dorthin durchfahren wir den Stadtteil Manga. Anfang des letzten Jahrhunderts bauten sich in diesem Teil der Stadt wohlhabende Familien ihre glanzvollen Häuser. Noch heute können viele aufwendig restaurierte Herrenhäuser bewundert werden.

Die Altstadt ist umgeben von Festungsmauern und drei Forts. Das bekannteste ist das auf dem San Lorenzo Hügel errichtete Castillo San Felipe de Barajas. Die im 16. Jahrhundert errichtete Verteidigungsanlage ist die größte spanische Festung außerhalb Europas. Von oben genießt man einen schönen Ausblick auf die Altstadt. Vom Fort sind es dann noch etwa zwei Kilometer bis in die Stadt.

Cartagena - Castillo San Felipe de Barajas

Die von gewaltigen Mauern umschlossene Altstadt ist in 3 Sektoren gegliedert: EL Centro, San Diego und Getsemaní. Der Altstadtbezirk ist seit mehr als 50 Jahren nationales Kulturerbe und seit 1984 auch UNESCO-Weltkulturerbe. In EL Centro liegen die meisten historischen Gebäude.

Historische Bauwerke Cartagena – Ein Rundgang

  • Die Stadtmauer - Die Bauzeit nahm annähernd 200 Jahre in Anspruch. Das Haupttor und der Zugang zur historischen Zone ist die von einem mächtigen Uhrenturm gekrönte Puerta de Reloj.
    Cartagena - Puerta de Reloj

  • Auf der benachbarten Plaza de los Coches (Avenida Blas de Lezo) wurden afrikanische Sklaven gehandelt.
    Cartagena - Plaza de los Coches

  • Ein paar Schritte weiter liegt die weiträumige Plaza de la Aduana. Der Platz besticht durch ein feines Ensemble kolonialer Architektur. Auf dem Platz steht das Kolumbusdenkmal.
    Cartagena - Plaza de la Aduana

  • Nebenan sehen wir die Iglesia de San Pedro Claver. Der Kirche sind ein Kloster und ein Museum angeschlossen. Der Name der Kirche erinnert an einen Priester und Arzt, der sich schon in frühen Zeiten um die Rechte der Sklaven verdient gemacht hat.
    Cartagena - Iglesia de San Pedro Claver

  • In kurzer Distanz findet sich der zentrale Platz der Stadt, die Plaza de Bolivar. Der nach dem südamerikanischen Freiheitskämpfer Simon Bolivar benannte Platz ist baumbestanden und gut beschattet. Er lädt bei den für uns schwer zu ertragenden Temperaturen zur Rast ein. Auf dem Platz erinnert eine Statue an Simon Bolivar.
    Cartagena - Simon Bolivar

  • An der Plaza de Bolivar ragt die Kathedrale von Cartagena auf. Sie ist Sitz eines Erzbischofs. Touristen zahlen 5 US$ Eintritt, wenn sie die Kirche besichtigen möchten. Für das Geld gibt es dann aber einen Audioguide, der eine Masse Informationen gibt.
    Cartagena - Mittelschiff und Altar der Kathedrale von Cartagena

  • Direkt neben der Kathedrale in der Carrera 4 steht das von der kolumbianischen Staatsbank eingerichtete Museo del Oro den Besuchern zu Verfügung. Hier werden präkolumbianische Goldobjekte ausgestellt. Der Eintritt ist frei.
    Cartagena - Nicht zu übersehen

  • Auf der anderen Seite der Plaza de Bolivar befindet sich der Inquisitionspalast von1770. Er erinnert an ein dunkles und schauriges Stück spanischer Kolonialgeschichte. Das große und prächtige Eingangsportal zieht die Blicke auf sich. Das Gebäude hatte Gefängnisse und Folterkammern. Wer solche Dinge gern sieht, der kann sich an den gezeigten Folterwerkzeugen delektieren. Uns interessiert eher das im 2. Stock etablierte kleine Museum, das die Geschichte Cartagenas aufzeigt.
    Cartagena - Portal Inquisitionsmuseum

  • Nicht weit vom Inquisitionspalast entfernt liegt an der Calle 32 das Marine-Museum, Es zeigt Replikate von Schiffen.

  • Entlang der San Francisco Stadtmauer gelangt man zur Bastión de Cartagena. Hier lohnt es sich, die Stadtmauer zu erklettern und auf die Stadt und die Bucht zu schauen.

  • Eine der ältesten und eindruckvollsten Kirchen der Stadt ist die Klosterkirche Santo Domingo. Die Arbeiten an der Kirche dauerten 200 Jahre.
    Cartagena - Klosterkirche Santo Domingo

  • Etwas nördlich der Kirche stößt am auf die an der Calle 36 gelegene Universidad de Cartagena. Im Innenhof darf man sich als Tourist umschauen und ausruhen.

  • Zwei Querstraßen weiter, sieht man in der Calle 38 das Heredia-Theater. Der Name erinnert an den Stadtgründer. Zuerst stand hier die im Jahr 1625 erbaute Kirche de la Merced. Anlässlich der 100Jahresfeier zur Erlangung der Unabhängigkeit des Staates wurde die Kirchenruine in ein Theater umgewidmet.
    Cartagena - Heredia Theater


San Diego, La Matuna und Bocagrande

San Diego ist das Zentrum der städtischen Händlerschaft. Es liegt nördlich von El Centro. Erwähnenswert ist hier das an der Calle Zerrezuela liegende Las Bovedas. Das Handelszentrum diente zuerst als Militärdepot, dann als Kaserne, danach als Gefängnis. Heute ist es ein Geschäftszentrum, in dem 23 Läden Kunst-Handwerk u. Ä. verkaufen.


La Matuna ist das ökonomische und finanzielle Zentrum Cartagenas.

Die in Sichtweite des Piers liegende Bocagrande Halbinsel ist eine elegante Hotel- und Geschäftszone. Wer Smaragde, kolumbianischen Kaffe, kubanische Zigarren oder Replikate kolumbianischer Antiquitäten kaufen möchte, kann dies in Strandnähe an der Carrera 1 im Centro Comercial Pierino Gallo tun.

Cartagena Strände

Strandliebhabern werden die folgenden Strände empfohlen.

  • Strand der Hotelzone Bocagrande. Der an die Altstadt angrenzende Abschnitt besitzt einen recht langen Strand. Die Qualität dieses Stadtstrandes überzeugt jedoch nicht unbedingt.
    Cartagena - Hotelzone Bocagrande

  • Bessere und sehr gepflegte Badestrände finden sich bei La Boquilla 8 km nördlich von Cartagena und noch etwas nördlicher bei Manzanillo. Um dorthin zu gelangen, bedarf es eines Taxis.

  • Etwa 20 km von der Altstadt entfernt liegt der Playa Bianco. Dorthin gelangt man ebenfalls mit dem Taxi. Auch eine sporadisch verkehrende Bootsverbindung besteht. Für Kreuzfahrt-Passagiere ist das jedoch eine unsichere Angelegenheit.

  • Von der Muelle de los Pegasos nahe der Puerta y Torre del Reloj kann man zu den 30 km südlich von Cartagena liegenden Islas del Rosario fahren. Die Inseln am blauen Ozean, mit ihren langen Sandstränden eignen sich besonders gut für einen Strandtag.
    Cartagena - Muelle de los Pegasos