Doha auf eigene Faust

Doha auf eigene Faust

Autor: Anne Plau

Zwei Tage werden wir uns in Doha im Emirat Katar aufhalten. Der Kreuzfahrthafen im Mina Distrikt ist wunderschön. Das Terminal wurde erst 2022 zur Fußball Weltmeisterschaft neu gebaut. Die Fassade besteht aus 1174 Bögen, die übereinander angeordnet sind. Innen präsentiert Katar auf großen Leinwänden seine Sehenswürdigkeiten und Traditionen. Der Ankunftsbereich der Kreuzfahrtpassagiere grenzt an das Aquarium, das sich im selben Gebäude wie das Terminal befindet. Die Bereiche sind durch Glaswände getrennt, so dass die ankommenden Gäste direkt auf die Unterwasserwelt sehen.

Doha - Kreuzfahrtterminal

Doha - Kreuzfahrtterminal


Wir verlassen gegen 09:00 Uhr das Schiff, um Katar auf eigene Faust zu entdecken. Details zu den Attraktionen auf unserem Rundgang finden Sie in unserem Beitrag Katar Sehenswürdigkeiten. Am Terminal gibt es ausreichend Taxen, die auf Kunden warten. Die offiziellen Taxen verfügen über Taxameter, und die Preise sind moderat. Auch der Fahrdienst Uber ist in Doha gut vertreten. Dort sollte man auf jeden Fall vor der Fahrt den Preis vereinbaren.

Wir besichtigen die größte Moschee Katars 

Zuerst werden wir uns die größte Moschee des Landes ansehen, die Imam Muhammad ibn Abd al-Wahhab-Moschee. Etwa 10 Kilometer fahren wir rund um die halbmondförmige Bucht von Doha. Die Fahrt kostet 25 Rial (7 EUR). Die Moschee liegt oberhalb der Bucht und bietet einen wunderschönen Blick auf den arabischen Golf und die Skyline.

Doha - Imam Muhammad ibn Abd al-Wahhab-Moschee


Doha - Imam Muhammad ibn Abd al-Wahhab-Moschee


Doha - Imam Muhammad ibn Abd al-Wahhab-Moschee


Doha - Imam Muhammad ibn Abd al-Wahhab-Moschee


In der Mitte des großen Vorplatzes führt eine Treppe zum darunter liegenden Infozentrum. Dort melden sich Besucher für eine Besichtigung an. Da es noch sehr früh morgens ist, müssen wir nicht warten. Bei Männern ist konservative Kleidung - lange Hose, Hemd oder Polo mit kurzen Ärmeln – in Ordnung, für Frauen sind Abaya und Kopftuch verpflichtend. Das traditionelle Überkleid wird leihweise ausgegeben, ebenso eine Thawb (das knöchellange weiße Gewand für Männer), wenn es erforderlich ist.

Unsere Gruppe von acht Personen wird von einem Imam begleitet. Wir betreten die Moschee durch den Haupteingang und gelangen in den großen Innenhof. Von dort führen Türen zu den Räumlichkeiten der Moschee. So gibt es Bibliotheken, Studienräume sowie verschiedene Gebets- und Waschräume, jeweils für Männer und Frauen getrennt. Wir besichtigen die große Gebetshalle für Männer. Die Ausstattung des Innenhofs und der Gebetshalle ist edel, besonders aufwändig sind die Holzarbeiten.

Doha - Imam Muhammad ibn Abd al-Wahhab-Moschee - Galerie der Frauen


Doha - Imam Muhammad ibn Abd al-Wahhab-Moschee - Galerie der Frauen


Doha - Türen der Imam Muhammad ibn Abd al-Wahhab-Moschee


Doha - Türen der Imam Muhammad ibn Abd al-Wahhab-Moschee 


Unser Begleiter informiert umfassend und gut verständlich über Katars Traditionen und über die Grundlagen des islamischen Glaubens. Wir sind beeindruckt.

Ein Taxi finden wir an der Moschee nicht, aber einer der Wachleute organisiert uns einen Uber-Wagen, der uns zum Katara Cultural Village bringt.

Das Kultur-Dorf Katara

Katara steht für Kultur und Unterhaltung. Zu den Attraktionen des Katara Cultural Village gehören unter anderem ein Amphitheater, ein Planetarium, ein Museum für Kinder, zwei Moscheen und etliche Taubentürme. Außerdem gibt es Galerien sowie eine Kunst- und Ausstellungshalle, Clubs, Cafés, Restaurants und luxuriöse Geschäfte.

Doha - Katara-Moschee und Taubentürme
Doha - Katara Cultural Village - Kulturzentrum
Doha - Katara Cultural Village - Opernhaus
Doha - Katara Cultural Village - Restaurant

Wir fahren bis zur Katara-Moschee. Diese Moschee ist außen mit Fliesen und Emaille-Arbeiten in Blau- und Goldtönen gestaltet. Daneben stehen drei Taubentürme, dem Anschein nach aus Lehm, zumindest aber lehmfarbig. Das Kulturdorf wurde erst 2010 eröffnet, alles ist nachgemacht und auf Alt getrimmt, aber es wirkt überhaupt nicht steril. Überall sind Menschen unterwegs oder sitzen in den Cafés und Restaurants. Wir schlendern lange Zeit durch die weitläufige Anlage. Bei weiteren Wegen nutzen wir eines der vielen Golfcarts, die Besuchern kostenlos zur Verfügung stehen. Uns gefällt Katara sehr gut. Überall bewundern wir die spektakuläre Architektur, die Brunnenanlagen und die außergewöhnlichen Kunstobjekte. Die Oper ist leider geschlossen, und der Wachdienst lässt uns nur in den Vorraum schauen. Dafür ist das Amphitheater geöffnet, das einen absoluten Rundblick auf das Katara Village, auf die Skyline von Doha und den arabischen Golf bietet.

Doha - Katara Cultural Village - Amphitheater


Doha - Katara Cultural Village - Amphitheater


Doha - Skyline vom Katara Cultural Village gesehen


Doha - Skyline vom Katara Cultural Village gesehen 


In einem Markt, in dem Delikatessen aus aller Welt angeboten werden, machen wir eine Pause. Wobei das Wort „Markt“ eine Untertreibung ist. Die prachtvolle Ausstattung, einschließlich der sanitären Anlagen aus weißem Marmor mit goldfarbenen Armaturen, erinnert eher an ein Luxushotel.

Venedig in Doha 

Als nächster Programmpunkt wartet die Villaggio Mall auf uns. Sie liegt etwa 20 Kilometer entfernt in der Aspire Zone. Dort entstanden auf insgesamt 88 Hektar ultramoderne Stadien sowie Mehrzweckstätten für Freizeit und Erholung. Mit einem privaten Fahrdienst sind wir 20 Minuten später da. Die Fahrt kostet uns 40 Rial (ca. 11 EUR).

Die Aspire Zone erkennt man an besten an dem 300 Meter hohen Turm The Torch, in dem ein Hotel betrieben wird.

Doha - Torch Tower an der Villaggio Mall

Doha - Torch Tower an der Villaggio Mall


Gleich neben diesem Wahrzeichen liegt die Villaggio Mall. Das ist ein riesiges Einkaufsparadies, das durch seine besondere architektonische Gestaltung und Ausstattung an Venedig erinnert. Die Überdachung der Mall ähnelt einem künstlichen Himmel, und auf einem 150 Meter langen Indoor-Kanal fahren nachgebaute venezianische Gondeln. Die Warenangebote reichen von günstig bis luxuriös, es gibt Labels für jeden Geschmack und Geldbeutel. Außerdem bietet das Villaggio Vergnügen und Erholung für die ganze Familie. Es gibt einen Freizeitpark mit 4D-Theater, eine Eisbahn und eine große Bandbreite an gastronomischen Betrieben.

Doha - Villaggio Mall


Doha - Villaggio Mall


Doha - Villaggio Mall - Kanal der Gondeln


Doha - Villaggio Mall - Kanal der Gondeln 


Wir sind keine Shopping-Fans, aber die Villaggio Mall ist schon wegen ihrer außergewöhnlichen Gestaltung sehenswert.

Vor der Mall warten genügend Taxen. Eine davon bringt uns zurück zum Kreuzfahrtterminal.

Vom Mina Distrikt zum Souq Waqif 

Lange Zeit verbringen wir nicht auf dem Schiff. Es ist Dezember, und in Katar wird es früh dunkel. Wir gehen durch den Mina Distrikt, an der Mina Corniche entlang und durch den MIA-Park bis zum Museum für Islamische Kunst. Das ist ein Weg von ungefähr drei Kilometern, für den man auch ein Taxi nehmen könnte. Wir finden es wunderbar, in der beginnenden Abenddämmerung am Wasser entlang zu gehen. Die Temperaturen sind mit etwa 22 Grad sehr angenehm. Und es gibt genug zu sehen auf unserem Weg.

Doha - Museum für islamische Kunst

Doha - Museum für islamische Kunst


Das Museum für islamische Kunst ist ein bauliches Meisterwerk. Es liegt erhöht an der Bucht von Doha. Besonders gut gefällt uns die Terrasse mit Wasserfontänen, von der wir auf die in allen Farben leuchtenden Hochhäuser sehen. Wir verlassen das Museum über die Zufahrt, in deren Mitte Wasser über Stufen bis zu einem Brunnen fließt.

Doha - Museum für islamische Kunst
Doha - Museum für islamische Kunst - Exponat
Doha - Museum für islamische Kunst - Exponate
Doha - Museum für islamische Kunst - Zuweg

Gegenüber liegt Fanar, ein weiteres Wahrzeichen Katars. Die spiralförmige Moschee mit Kulturzentrum fällt sofort ins Auge. Besonders jetzt am Abend, wenn die Moschee angestrahlt wird. Wir schlendern durch den Souq Waqif. Auch der Souq wurde erst im 21. Jahrhundert gebaut. Trotzdem wirkt das Viertel wie aus der Zeit gefallen: Gassen wie Labyrinthe, Häuser mit Windtürmen und schmale Läden, in denen man nahezu alles handeln und kaufen kann. Wir gehen bis zu den Pferdeställen, die gegenüber vom Präsidentenpalast liegen. Die Pferde sind noch draußen, auch sie genießen den schönen beginnenden Abend.

Doha - Pferdeställe des Souq Waqif


Doha - Pferdeställe des Souq Waqif


Doha - Amiri Diwan - der Präsidentenpalast


Doha - Amiri Diwan - der Präsidentenpalast 


Uns reicht es für heute. Ein Taxi bringt uns zurück zu unserem schwimmenden Hotel.

Fazit unserer Erkundungen in Doha auf eigene Faust 

Doha ist eine attraktive Stadt. Alles ist sauber und gepflegt, und wir haben uns jederzeit sicher gefühlt. Die Sehenswürdigkeiten sind auf eigene Faust gut zu erkunden, entweder zu Fuß oder mit dem Taxi. Taxen oder private Fahrdienste sind fast immer verfügbar. Und auch die Metro, die wir heute nicht benutzt haben, hat einen ausgezeichneten Ruf. Wir haben einen wunderschönen Tag in Doha verbracht.

Februar 2024

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