Dominica Landausflug auf eigene Faust – Einige Insel-Highlights

Dominica Landausflug auf eigene Faust – Einige Insel-Highlights

Autor: Christopher Plau

Ausführlicher Erlebnisbericht über Dominica, der dich zu spektakulären Highlights wie den doppelt stürzenden Trafalgar Falls, den dampfenden Schwefelquellen von Wotten Waven, dem 40‑Hektar‑Botanischen Garten von Roseau und dem Panoramablick vom Morne Bruce führt – gespickt mit praxisnahen Tipps, damit du Dominica sicher, günstig und unvergesslich auf eigene Faust entdecken können.

Passenden Touranbieter finden

Dominica Kreuzfahrthafen und Roseau

Dominica Kreuzfahrthafen und Roseau


Es ist kurz nach zehn, als wir über die Gangway auf den Pier von Roseau treten. Hinter dem Terminal warten bunt lackierte Kleinbusse, deren Fahrer uns mit herzlichem „Welcome to Dominica!“ umwerben.

Weil wir einen Inselklassiker mit Stationen wie den Trafalgar Falls, den Schwefelquellen, dem Botanischen Garten und dem Morne Bruce Viewpoint erleben möchten, handeln wir – ganz Karibik‑typisch – freundlich, aber bestimmt. Schließlich einigen wir uns auf 20 US‑$ pro Person für eine dreistündige Rundfahrt in einem offenen Bus mit Platz für zwanzig Passagiere. Bezahlt wird erst am Ende; das verschafft uns ein gutes Gefühl.

Tipp: Eine vergleichbare Tour kannst du bereits im Voraus über GetYourGuide buchen –> Roseau: Tour durch den Regenwald zu den Trafalgar Wasserfällen und Geysiren. Der Ausflug beinhaltet zusätzlich einen Besuch der beeindruckenden Titou-Schlucht.

Zwischenstopp bei Ma Pampo – Begegnung mit der Langlebigkeit

Ma Pampo 128 Jahre

Ma Pampo 128 Jahre


Der Bus stoppt an einer kleinen "Statue" am Straßenrand. Der Fahrer erzählt die Geschichte von Elizabeth Israel „Ma Pampo“, die 2003 im Alter von angeblich 128 Jahren starb und weltweit als eine der ältesten Frauen galt. Dominica hat erstaunlich viele Hundertjährige – angeblich dank sauberer Luft, Quellwasser und einer Ernährung voller Obst und Wurzelgemüse.

Durch das Roseau‑Tal zu den Trafalgar Falls

Die Straße windet sich in weiten Kurven bergauf, vorbei an Brotfrucht‑ und Bananenplantagen. Hinter jeder Biegung öffnet sich ein neues Regenwald‑Panorama – grün in unzähligen Schattierungen. Nach rund zwanzig Minuten parkt der Bus am Besucherzentrum des Morne‑Trois‑Pitons‑Nationalparks, der seit 1997 UNESCO‑Weltnaturerbe ist. Der Eintritt zu den Trafalgar Falls kostet 5 US‑$.

Pflanzen am Wegesrand

Pflanzen am Wegrand


Die grüne Landschaft von Dominica

Die grüne Landschaft von Dominica


Trafalgar Falls – Die Zwillinge „Mama & Papa“

Trafalgar Falls – Die Zwillinge „Mama & Papa“

Trafalgar Falls – Die Zwillinge „Mama & Papa“


Ein gut gepflegter Pfad (ca. zehn Minuten) führt uns zu einer hölzernen Plattform. Links rauscht der majestätische „Papa“ (≈ 85 m), rechts fällt die etwas kleinere „Mama“ (≈ 40 m) über teils moosbewachsene Felsen. Zwischen den Steinen schimmert warmes Quellwasser, doch sichtbarer Dampf ist nicht zu erkennen.

Zum Schwimmen ist es hier in der Regel nicht tief genug; wer Wasserschuhe dabei hat, kann jedoch vorsichtig zu den natürlichen Pools klettern – wir belassen es bei Fotos und genießen das Schauspiel. Nach etwa 55 Minuten Aufenthalt steigen wir wieder in den Bus und setzen die Tour fort. Mit 30 Minuten würde man hier auch gut auskommen.

Eingang Trafalgar Falls

Eingang Trafalgar Falls


Weg zu den Trafalgar Falls

Weg zu den Trafalgar Falls


Kostprobe an der Spring Water Bar

Kostproben an der Spring Water Bar

Kostproben an der Spring Water Bar


Nur wenige Kurven weiter hält der Bus an einem Geheimtipp: der Spring Water Bar. Hauptsächlich kannst du hier frische, lokale Früchte wie Bananen und Kokosnuss probieren; auf Wunsch gibt es dazu einen kleinen Rum Punch. Wir probieren einige Früchte und geben dem kleinen Familienbetrieb ein Trinkgeld.

Schwefelquellen von Wotten Waven

Schon aus der Ferne riecht man den Schwefel. Über Holzstege erreichen wir einen sicheren Aussichtspunkt auf gurgelnde, graugrüne Tümpel, aus denen heißer Dampf aufsteigt. Mehrere kleine Spas – wie Ti Kwen Glo Cho oder Screw’s Spa – befinden sich zwar hier im Dorf, sind vom Aussichtspunkt aus jedoch nicht zu sehen. Wer mehr Zeit hat, kann dort in Becken mit bis zu 42 °C warmem Wasser entspannen. Entlang der Straße, an der der Bus hält, reihen sich außerdem Stände, die gekühlte Getränke, kleine Grill‑Snacks und Souvenirs verkaufen.

Schwefelquellen von Wotten Waven

Eingang Trafalgar Falls


Stände and der Straße und der Weg zu den Schwefelquellen

Weg zu den Trafalgar Falls


Erster Blick in den Botanischen Garten

Baobab‑Bus im Botanischen Garten von Dominica

Baobab‑Bus im Botanischen Garten von Dominica


Zurück in Roseau rollen wir mit dem Bus durch das schmiedeeiserne Tor des Botanical Gardens (seit 1891). Die 40 Hektar große Anlage ist die größte Grünfläche der Stadt und beherbergt über 50 Arten heimischer und eingeführter Bäume sowie zahlreiche Blütenpflanzen. Bis heute dient „The Gardens“ als idyllischer Rahmen für Erholung, Paraden und Feste und gilt als eine der wahren grünen Juwelen der Karibik. Unter einer großen Voliere tummeln sich Sisserou‑ und Jaco‑Papageien, wobei der Sisserou der Nationalvogel Dominicas ist. Zu den prominenten Gästen zählte Königin Elizabeth II., die den Garten 1966 und 1985 besuchte. Wir steigen wieder in den Bus und können bei einem kurzen Stopp noch einen Blick auf den Baobab‑Bus werfen, den wir uns später am Tag bei einem zweiten Besuch noch etwas genauer ansehen werden.

Morne Bruce – Panorama

Der Bus erklimmt die Kehren zum Morne Bruce Viewpoint (ca. 150 m ü. M.). Von der Aussichtsplattform schweift unser Blick über Roseau, das Karibische Meer und unser Kreuzfahrtschiff – ein perfektes Postkartenmotiv. Von hier würde der Bus normalerweise direkt zum Schiff zurückkehren, doch wir bezahlen vorher noch den Fahrer und entscheiden uns, den Rückweg zu Fuß anzutreten.

Blick vom Morne Bruce Viewpoint auf den Hauptort Roseau und die Mein Schiff 2

Blick vom Morne Bruce Viewpoint auf den Hauptort Roseau und die Mein Schiff 2


Windsor Park Stadium Dominica - bekannt für Cricket, Fußball und Highlights und auch das World Creole Music Festival oder die Wahl zur Miss Dominica

Windsor Park Stadium Dominica


Morne Bruce Kreuz und Kanone

Morne Bruce Kreuz und Kanonen

Morne Bruce Kreuz und Kanone


Etwa 170 Meter entfernt steht das von oben kaum sichtbare weiße Morne Bruce Kreuz aus den 1920er‑Jahren. Direkt daneben erinnern eine gusseiserne Kanone und die Reste alter Fundamente an die ehemalige britische Garnison, die einst den Hafen schützte. Eine Infotafel erläutert Geschichte und Geografie des Aussichtspunkts.

Jack’s Walk – zu Fuß bergab

Neben der Schautafel beginnt der schattige "Jack’s Walk" Trail, benannt nach der britischen Flagge („Union Jack“). In Serpentinen führt der ausreichend breite Pfad etwa 300 Meter durch dichten Wald zurück zum Botanischen Garten. Bei Nässe ist Vorsicht geboten, doch heute ist der Untergrund angenehm trocken.

"Jack’s Walk" Trail

"Jack’s Walk" Trail


"Jack’s Walk" Trail Schild im Botanischen Garten

"Jack’s Walk" Trail Schild im Botanischen Garten


Zweiter Rundgang durch den Botanischen Garten

Baum der Reisenden Botanischer Garten Dominica

Baum der Reisenden Botanischer Garten Dominica


Diesmal nehmen wir uns im Botanischen Garten intensiv Zeit für:

  • den legendären Baobab‑Bus, ein 1979 von einem umgestürzten Affenbrotbaum zerquetschter gelber Schulbus – heute ein einzigartiges Fotomotiv und Mahnmal für die Gewalt von Hurrikan David
  • das Bamboo House, ein Pavillon aus lokalem Bambus, der häufig für Veranstaltungen und Hochzeiten genutzt wird
  • den Baum der Reisenden (Traveller’s Palm), dessen fächerförmig angeordnete Blätter Regenwasser sammeln; der Legende nach können Wanderer an seinem Stamm ihren Durst stillen. Der Baum wirkt durch seine fächerartige Form wirklich imposant.
  • wir schauen uns fast jede Pflanze und jeden Baum aus der Nähe an, da sie so erst Blüten und Früchte preisgeben, die man sonst aus der Entfernung nicht gesehen hätte.
Bamboo House Botanischer Garten Dominica

Bamboo House Botanischer Garten Dominica


Blüte im Detail im Botanischen Garten

Blüte im Detail im Botanischen Garten


Government House

Government House Dominica

Government House Dominica


Wir verlassen den Park durch das südliche Haupttor und gehen in Richtung Government House. Seit 1770 dient die Residenz als Amtssitz – zunächst für britische und französische Gouverneure, heute für Dominicas Präsidenten. Da man das Gelände nicht betreten kann, begnügen wir uns mit einem Foto von dem imposanten Gebäude und dem gleich daneben stehenden House of Assembly.

Durch die Stadt zurück zum Schiff

Unterwegs in Roseau

Unterwegs in Roseau


Souvenirs aller Art in Roseau auf Dominica

Souvenirs aller Art in Roseau auf Dominica


Wir gehen entlang der Straße Richtung Zentrum. Die Straßen der Stadt sind nicht sehr voll und es haben nur sehr wenige Geschäfte auf, da heute Sonntag ist. Wir treffen noch auf einen kleinen Markt, der handgemachte Souvenirs anbietet. Ohne Ziel streifen wir durch die Stadt und lassen die Atmosphäre auf uns wirken. Am Wasser, parallel zum Kreuzfahrtschiff, sind etliche weiße Zelte aufgebaut, die Souvenirs aller Art verkaufen. Kurz darauf erreichen wir unser Kreuzfahrtschiff am Pier.

Praktische Tipps auf einen Blick

ThemaEmpfehlung
Währung US‑Dollar werden überall akzeptiert; Kleingeld für Trinkgelder bereithalten.
Dauer 3–5 Stunden, je nach Aufenthaltszeit an den Stopps.
Ausrüstung Feste Schuhe, leichte Regenjacke, Badezeug & Handtuch, Wasserschuhe.
Zeitpuffer Spätestens 60 Minuten vor „Alle an Bord“ zurück sein – Verkehrsaufkommen einkalkulieren.
Schwefelquellen Nur in Schwefelquellen baden, die dafür auch vorgesehen sind. Schmuck vor dem Bad in Schwefelquellen ablegen, da Schwefel Metalle anlaufen lässt.
Tour Tipp Eine vergleichbare Tour kannst du bereits im Voraus über GetYourGuide buchen –> Roseau: Tour durch den Regenwald zu den Trafalgar Wasserfällen und Geysiren. Der Ausflug beinhaltet zusätzlich einen Besuch der beeindruckenden Titou-Schlucht.

Fazit

Ob dampfende Quellen, tosende Wasserfälle oder Papageien‑Begegnungen – Dominica begeistert Naturfans. Die Erkundung von Dominica auf eigene Faust ermöglicht dabei authentische Einblicke und unvergessliche Eindrücke.