Ein Tag in Dubrovnik


Die monumentale Stadtmauer, enge Straßen, schöne Plätze, Kirchen und Paläste Dubrovniks entdeckt man am besten zu Fuß. Die gesamte als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO stehende Altstadt ist Fußgängerzone. Wir empfehlen aus diesem Grund einen Landgang auf eigene Faust. 

Dubrovnik aus der Vogelperspektive

Einen ersten Eindruck von Dubrovnik gewinnen wir vom Aussichtspunkt des mehr als 300 Meter hohen Berges Srd. Ein Taxi bringt uns vom Schiff zur oberhalb der Altstadt gelegenen Talstation der Srd-Seilbahn. Für 100 Kuna (EUR 13,50) geht es in wenigen Minuten hinauf. Von der Bergstation der Seilbahn erschließt sich ein wunderbarer Blick auf die Altstadt, das Meer und die vor der Küste liegenden Inseln.

Dubrovniks alter Hafen aus der Vogelperspektive
Blick auf Dubrovniks Neustadt und vorgelagerte Inseln


Eine Snackbar und ein Restaurant versorgen die Gäste mit Essen und Trinken. Hinter der Bergstation liegt die Ruine einer Festung aus napoleonischer Zeit. In der Ruine wird eine Fotodokumentation über den kroatischen Krieg zwischen 1991/92 gezeigt.

Napoleonische Festung auf dem Berg Srd
Napoleonische Festung auf dem Berg Srd


Mit der Seilbahn geht es wieder hinunter zur Talstation. Von dort ist es nur ein kurzer Weg zum naheliegenden, mächtigen Ploče-Stadttor.

Ploče-Stadttor
Ploče-Stadttor


Auf der Stadtmauer die Altstadt umrunden

Hinter dem Tor sehen wir auf die Johannesfestung mit dem Marinemuseum, den alten Hafen und das Meer. Vor dem alten Hafen liegen bei Bedarf vor allem kleinere Kreuzfahrtschiffe auf Reede. Deren Gäste werden mit Rettungsbooten zum alten Hafen befördert. Das sind ideale Bedingungen, die Stadt zu entdecken.

Kreuzfahrtschiffe auf Reede vor Dubrovnik

Kreuzfahrtschiffe auf Reede vor Dubrovnik


Wir besteigen die Festungsmauer. Im Jahr 2020 wurden dafür 200 Kuna, das sind etwa 27 Euro, berechnet. Diese Gebühr lohnt sich allemal. Der Weg über die 1940 Meter lange, gigantische Mauer ist kein bequemer Spaziergang, viele Stufen sind bergauf und bergab zu überwinden. Vor allem der Anstieg zum Minčeta-Fort scheint nicht enden zu wollen. Der Lohn der Mühe sind herrliche Ausblicke auf die zu Füßen liegende Altstadt. Wir möchten uns kaum vorstellen, dass früher die Bewacher der Festung diesen Weg in schwerer Rüstung und mit Waffen gehen mussten.

Treppenaufgang an der St. Saviour-Weihkirche
Dubrovniks monumentale Stadtmauer
Dubrovniks Stadtmauer hoch über dem Meer
Stadtmauer mit dem Minčeta-Fort


Die Stadtmauer kann an drei Stellen verlassen werden. Wir schlagen vor, die gesamte Stadt zu umrunden. Danach geht es am ursprünglichen Aufstiegspunkt wieder hinunter auf das Straßenniveau. In der Nähe warten viele Restaurants und Cafés auf Gäste.

 

 

Unser Rundgang durch die Altstadt

Am Dominikanerkloster vorbei gehen wir hinüber zum Sponza-Palast, dem ehemaligen Zollhaus. Hier unmittelbar am Luža-Platz liegen auch die St.-Blasius-Kirche, der Roland, das Arsenal, das schöne Rathaus und der Glockenturm. Er wurde im Jahr 1444 errichtet. Zwei „Zelenci“ genannte Figuren schlagen halbstündlich mit ihren Hämmern auf die Glocke.

Dubrovniks Glockenturm mit den Zelenci-Figuren

Dubrovniks Glockenturm mit den Zelenci-Figuren


Wir erreichen die zentrale Stradun. Für die Straße existiert auch der Name Placa. Sie trennt die Altstadt Dubrovniks in eine nördliche und eine südliche Hälfte. An der Stradun liegen Geschäfte, Restaurants und Bars. Sie verbindet das westliche Pile-Stadttor mit dem östlichen Ploče-Stadttor. Die Stradun endet vor dem Pile-Tor am mächtigen, gedeckten Onofrio-Brunnen aus dem Jahr 1438.

Dubrovniks Hauptstraße Stradun
Das Pile-Stadttor
Blick auf den Gundulić Platz
Der große Onofrio-Brunnen


Um den Brunnen herum liegen die kleine St. Saviour-Weihkirche, das ehemalige Klarissenkloster und das romanische Franziskanerkloster. Das Kloster besitzt einen schönen Kreuzgang. Das Besondere am Kloster ist Europas älteste, noch dienstbereite Apotheke aus dem Jahr 1317.

Das ehemalige Klarissenkloster - heute ein Restaurant

Das ehemalige Klarissenkloster - heute ein Restaurant


Im vormaligen Klarissenkloster hält eine Touristeninformation Materialien für Besucher bereit. Der Onofrio-Brunnen ist der Treffpunkt für geführte Stadttouren durch Dubrovnik.

Spaziergang durch die Gassen der Altstadt

Am Klarissenkloster halten wir uns südlich und gelangen zu einer Parallelstraße der Stradun. Dieser folgen wir wieder in östlicher Richtung bis zum Gundulić Platz. Von dort führt eine monumentale Barocktreppe, die nach dem Vorbild der Spanischen Treppe in Rom gestaltet wurde, hinauf zum Ruder Boškovic Platz. Er gilt als einer der schönsten Plätze Kroatiens. Aus dem Häuserensemble ragen die im Jahr 1729 geweihte, etwas düstere Jesuitenkirche St. Ignatius und das Collegium Ragusinum, die Jesuitenschule, heraus.

Dubrovniks historische barocke Treppe
Collegium Ragusinum - die Jesuitenschule


Weiter geht es hinunter zur Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale und zum bischöflichen Palais. Wenig später folgt der Rektoren-Palast. Er war seit dem 15. Jahrhundert der Sitz der Stadtrepublik. Heute fungiert er als Museum. Sein Innenhof wird im Sommer für Konzerte genutzt. Es folgen noch das Arsenal und das Rathaus, bevor sich an der St. Blasius Kirche der Kreis schließt. Details zu den einzelnen Stationen beschreiben wir in unserem Beitrag Dubrovnik Sehenswürdigkeiten.

Uhrturm - dahinter Dubrovniks Kathedrale
Rektoren Palast
Arsenal und Rathaus
Dubrovniks Meeres-Museum


Durch pittoreske Gassen gehen wir zum Pile-Tor. Von dort fahren wir mit dem Linienbus zurück zum Gruž-Hafen.

Update Dezember 2020