Ein Tag in Dubrovnik


Die einmalige Stadtmauer, enge Straßen, schöne Plätze, Kirchen und Paläste Dubrovniks entdeckt man am besten zu Fuß. Die gesamte als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO stehende Altstadt ist eine einzige Fußgängerzone.

Kreuzfahrtschiffe docken entweder im Gruž-Hafen im Westen der Stadt, oder liegen vor Dubrovniks altem Hafen auf Reede.

Kreuzfahrtschiff im Cruz-HafenKreuzfahrtschiffe auf Reede vor Dubrovnik

Die meisten Gäste landen im Gruž-Hafen an. Wenn sie keine organisierte Tour gebucht haben, müssen sie erst einmal zum (nächstgelegenen) Pile-Stadttor gelangen, um die Altstadt zu betreten. Die Distanz beträgt etwa vier km. Öffentliche Busse und Taxen gibt es genügend. Für diejenigen, die sich nicht in Deutschland mit kroatischen Kuna eingedeckt haben, liegen ein paar Banken zum Geldumtausch am Weg. Kroatien gehört zwar seit dem 1. Juli 2013 zur EU, der Euro wird aber erst später in Kroatien eingeführt. Derzeit wird er nicht überall akzeptiert.

Allerdings schlagen wir vor, nicht am Pile-Tor mit einem Stadtrundgang zu beginnen, sondern zuerst mit dem Taxi zur Talstation der Srd-Seilbahn zu fahren. Für 94 Kuna geht es dann in wenigen Minuten auf den mehr als 300 m hohen Hausberg Srd hinauf.

Gondel der Srd-Seilbahn

Gondel der Srd-Seilbahn


Von der Bergstation der Seilbahn erschließt sich ein wunderbarer Blick auf die Altstadt, das Meer und die vor der Küste liegenden Inseln. Eine ansprechende Snackbar und ein Restaurant versorgen die Gäste mit Essen und Trinken. Hinter der Bergstation liegt die Ruine einer Festung aus napoleonischer Zeit. In der Ruine wird eine Fotodokumentation über den kroatischen Krieg zwischen 1991 und 1992 präsentiert.

Blick auf Dubrovniks alten HafenInseln vor DubrovnikNapoleonische Festung auf dem Berg Srd

Mit der Seilbahn geht es wieder hinunter zur Talstation. Von dort ist es nur ein kurzer Weg zum naheliegenden, mächtigen Ploče-Stadttor. Hinter dem Tor bieten sich schöne Blicke auf die Johannesfestung mit dem Marinemuseum, den alten Hafen und das Meer. Vor dem alten Hafen liegen bei Bedarf vor allem kleinere Kreuzfahrtschiffe auf Reede. Deren Gäste werden zum alten Hafen getendert. Das sind ideale Bedingungen, die Stadt zu entdecken.

Das Ploce-StadttorDubrovniks alter Hafen

Noch bevor das Dominikanerkloster in Sicht kommt, kann mit dem Aufstieg auf die Festungsmauer begonnen werden. Im Jahr 2013 wurden dafür 90 Kuna, das sind ca. 12 Euro, berechnet. Diese Gebühr lohnt sich allemal.

Zugang zur Stadtmauer

Zugang zur Stadtmauer


Aufstieg zum Minceta-FortDubrovniks HäusermeerDer Weg über die 1940 m lange, gigantische Mauer ist kein bequemer Spaziergang, viele Stufen sind bergauf und bergab zu überwinden. Vor allem der Anstieg zum Minčeta-Fort scheint nicht enden zu wollen. Der Lohn der Mühe sind herrliche Ausblicke auf die zu Füßen liegende Stadt. Man stelle sich jedoch einmal vor, dass früher die Bewacher der Festung diesen Weg in schwerer Rüstung und Waffen gehen mussten.

Die Stadtmauer kann an drei Stellen verlassen werden. Wir schlagen vor, die gesamte Stadt zu umrunden.

Blick auf die NeustadtBefestigung der Küstenlinie

Danach geht es am ursprünglichen Aufstiegspunkt wieder hinunter auf das Straßenniveau. In der Nähe warten viele Restaurants und Cafés auf Gäste.

Am Dominikanerkloster vorbei geht es hinüber zum Sponza-Palast, dem ehemaligen Zollhaus. Hier unmittelbar am Luža-Platz liegen auch die St.-Blasius-Kirche, der Roland, das Arsenal, das schöne Rathaus und der Glockenturm. Er wurde im Jahr 1444 errichtet. Zwei „Zelenci“ genannte Figuren schlagen stündlich und halbstündlich mit ihren Hämmern auf die Glocke.

Der Glockenturm mit den Zelenci-Figuren

Der Glockenturm mit den Zelenci-Figuren


Wir durchqueren die zentrale Stradun. Für die Straße existiert auch der Name Placa. Sie trennt Dubrovnik in eine nördliche und eine südliche Hälfte. An der Stradun liegen Geschäfte, Restaurants und Bars. Sie verbindet das westliche Pile-Stadttor mit dem östlichen Ploče-Stadttor. Die Stradun endet vor dem Pile-Tor am mächtigen, gedeckten Onofrio-Brunnen aus dem Jahr 1438.

Die zentrale Stradun-StraßeDer Onofrio-Brunnen

Um den Brunnen herum liegen die kleine St. Saviour-Weihkirche, das ehemalige Klarissenkloster und das romanische Franziskanerkloster. Das Kloster besitzt einen schönen Kreuzgang. Das Besondere am Kloster ist Europas älteste, noch dienstbereite Apotheke aus dem Jahr 1317.

St.-Saviour Weihkirche

St.-Saviour Weihkirche


 Im vormaligen Klarissenkloster hält eine Touristeninformation Materialien für Besucher bereit. Der Onofrio-Brunnen ist der Treffpunkt für unterschiedliche geführte Stadttouren durch Dubrovnik.

Das ehemalige Klarissenkloster

Das ehemalige Klarissenkloster


Am Klarissenkloster halten wir uns südlich und gelangen zu einer Parallelstraße der Stradun. Dieser folgen wir wieder in östlicher Richtung bis zum Gundulić Platz.

Eine der vielen Straßen Dubrovniks Blick auf den Gundulic Platz

In der JesuitenkircheVon dort führt eine monumentale Barocktreppe, die nach dem Vorbild der Spanischen Treppe in Rom gestaltet wurde, hinauf zum Ruder Boškovic Platz. Er gilt als einer der schönsten Plätze Dalmatiens. Aus dem Häuserensemble ragen die im Jahr 1729 geweihte, etwas düstere Jesuitenkirche St. Ignatius und das Collegium Ragusinum, die Jesuitenschule, heraus.

Weiter geht es hinunter zur Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale und zum bischöflichen Palais. Wenig später folgt der Rektoren-Palast. Er war vom 15. Jahrhundert an der Sitz der Stadtrepublik. Heute fungiert er als Museum. Sein Innenhof wird im Sommer für Konzerte genutzt. Es folgen noch das Arsenal und das Rathaus, bevor sich an der St. Blasius Kirche der Kreis schließt.

Zurück geht man entweder durch die Stradun oder eine der vielen pittoresken Gassen zurück zum Pile-Tor und damit zur Busstation oder zum Taxi. Nach kurzer Zeit erreicht man dann wieder den Gruž-Hafen und entert nach einem schönen Tag in Dubrovnik das Kreuzfahrtschiff.

Pile-Tor Bushalt und Taxistände vor dem Pile-Tor