Autor: Karl W. P. Beyer

Dubrovnik - Perle an der AdriaDubrovniks Bezeichnung als „Perle der Adria“ kommt nicht von ungefähr. In ihrer Blütezeit zwischen dem 15. bis zum 17. Jahrhundert häufte die Republik Dubrovnik beachtliche Reichtümer an, die sich nicht zuletzt als beeindruckende Bauten im Stadtbild Dubrovniks widerspiegeln. Die UNESCO lag nicht falsch, als sie Dubrovniks Altstadt in die Liste des Weltkulturerbes aufnahm. – Der Beschuss der Stadt im Kroatienkrieg 1991/1992 hat dem Hörensagen nach viele Menschenleben gefordert und schwerste Beschädigungen an den Gebäuden verursacht. Die Schäden am Stadtbild wurden mittlerweile beseitigt. Die befestigte Altstadt strahlt in alter Schönheit. Die Liste der Sehenswürdigkeiten ist lang. Für den auf Kreuzfahrt befindlichen Tagesbesucher bleibt nur Zeit, das Wesentliche zu sehen.

Das absolute Highlight Dubrovniks ist die 1940 m lange, begehbare Stadtmauer. Zur Mauer gehören fünf Forts sowie 16 Türme und Bastionen. Drei Haupttore gewähren den Zugang zur Altstadt. Die Mauer misst bis zu 22 m in der Höhe. Zur Landseite hin ist sie 4 bis 6 m dick; zur Seeseite sind es 1½ bis 3 m. Wer die umlaufende Mauer begehen möchte, zahlt eine Gebühr. Sie beläuft sich im Jahr 2013 auf 90 Kuna, das entspricht circa 12 Euro. Obwohl man sich in erheblicher Höhe über der Stadt bewegt ist die Mauer absolut sicher. Ein bequemer Spaziergang ist der Rundgang allerdings nicht.

Dubrovniks monumentale Stadtmauer

Dubrovniks monumentale Stadtmauer


Die zweite Attraktion ist die Stradun, auch Placa genannt. Die Straße zieht sich vom westlichen Pile-Stadttor quer durch die Altstadt hinüber zum östlichen Ploče-Stadttor. Sie trennt Dubrovnik in eine nördliche und eine südliche Hälfte. An der Stradun liegen Geschäfte, Restaurants und Bars.

Die Stradun bei Regen

Die Stradun bei Regen


Viele Kirchen prägen Dubrovniks Stadtbild. Beachtenswert sind folgende Gotteshäuser:

St. Blasius KircheSt. Blasius Kirche - Die Dubrovniks Stadtpatron geweihte Barockkirche steht gegenüber der Rolandsäule im östlichen Teil der Altstadt. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde mit dem Bau begonnen. Beim Hauptaltar findet sich eine Statue des hl. Blasius. In der linken Hand hält der Patron ein Stadtmodell, das die Bauwerke der Stadt vor dem großen Erdbeben im Jahre 1667 zeigt.

Die kleine St. Saviour Weihkirche liegt an der Stadtmauer zwischen dem Pile-Stadttor und dem Franziskanerkloster. Der Senat der damaligen Stadtrepublik ließ die Kirche zum Dank dafür errichten, dass die Stadt von einem Erdbeben verschont wurde. In unserer Zeit wird das Gebäude für Konzerte und Ausstellungen verwendet.

St. Saviour Weihkirche

St. Saviour Weihkirche


Rechts vom Pile-Tor hinter dem Onofrio-Brunnen steht das ehemalige Klarissenkloster. Es wurde im 14. Jahrhundert erbaut und war das erste Findelheim der Welt. Heute wird es für kulturelle Zwecke und als Restaurant genutzt.

Das ehemalige Klarissenkloster - Heute ein Restaurant

Das ehemalige Klarissenkloster - Heute ein Restaurant


Hinter der St. Saviour-Weihkirche liegt an einer schmalen Straße das im romanischen Stil errichtete Franziskanerkloster. Seinen Innenhof ziert ein Kreuzgang. Das Besondere des Klosters ist Europas älteste Apotheke. Ihre Ursprünge lassen sich auf das Jahr 1317 zurückführen.

Kreuzgang im FranziskanerklosterEuropas älteste Apotheke

Hauptraum der Mariä Himmelfahrts KathedraleUnter den Gotteshäusern Dubrovniks ist die Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale hervorzuheben. Sie steht am Ort einer Vorgänger-Kathedrale, deren Reste aus der Zeit zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert n. Chr. stammen. Die Kathedrale ist reich an Gemälden und Relikten. Aus allem ragt ein Tizian zugeschriebener Flügelaltar hervor, der die Himmelfahrt der Gottesmutter zeigt. In der Schatzkammer werden die Reliquien des Stadtpatrons St. Blasius aufbewahrt.

Die Dominikanerkirche nahe dem Ploče-Stadttor ist eine der größten gotischen Kirchen an der Küste Kroatiens. Das angeschlossene Dominikanerkloster besitzt einen schönen Innenhof. Es ist reich an Gemälden des 15. und 16. Jahrhunderts. Das dazugehörige Museum zeigt Dokumente, Inkunabeln, Manuskripte, eine Bibel aus dem 11. Jahrhundert und eine Sammlung an sakralen Schmuckstücken.

Dominikanerkirche und Kloster

Dominikanerkirche und Kloster


Nicht allein Sakralbauten machen den Reiz Dubrovniks aus. Zu den historischen profanen Bauten Dubrovniks zählen die folgenden.

Gegenüber der St. Blasius Kirche steht der Sponza-Palast. Hier ist das Stadtarchiv untergebracht, in früheren Zeiten diente der Palast als Zollstation.

Sponza-PalastSponza-Palast - Die ehemalige Zollstadtion

Nicht weit vom Sponza-Palast entfernt liegt neben dem Arsenal und dem wunderschönen Rathaus der Rektoren-Palast. Das im 15. Jahrhundert errichtete Gebäude war der ehemalige Sitz der Stadtrepublik. Heute dient es als Museum. Sein Innenhof wird im Sommer für Konzerte genutzt.

Arsenal und RathausRektoren Palast

Hinter dem Rektoren-Palast erstreckt sich der alte Hafen. Die am Hafen gelegene Johannesfestung beherbergt heute das Marinemuseum. Es präsentiert Schiffsmodelle und historische Schaustücke.

Die Johannesfestung

Die Johannesfestung


 Dubrovniks RolandsäuleKein Gebäude, kein Museum, aber eine Attraktion. Gemeint ist die Rolandsäule. Das Zeichen der Marktfreiheit steht in Hafennähe vor dem Arsenal. Schwärmer beschreiben diesen Roland seines Lächelns wegen als einen der schönsten Europas.

 

Dubrovniks Onofrio-BrunnenIn der Nähe des Sponza-Palasts steht der kleine Onofrio-Brunnen. Der große und wesentlich bedeutendere Onofrio-Brunnen aus dem Jahr 1438 steht am Pile-Tor.

 

Ein paar Plätze lockern Dubrovniks Häuserreihen auf.

Einer dieser Plätze ist der Ruder Bošković Platz. Vom Gemüsemarkt auf dem Gundulić Platz führt eine monumentale Barocktreppe hinauf zum Ruder Boškovic Platz. Er gilt als einer der schönsten Plätze Dalmatiens. Aus dem Häuserensemble ragen die im Jahr 1729 geweihte Jesuitenkirche St. Ignatius und das Collegium Ragusinum, die Jesuitenschule, heraus. Die Treppe wurde nach dem Vorbild der Spanischen Treppe in Rom gestaltet.

Dubrovniks barocke TreppeCollegium Ragusinum

Unbedingt zu empfehlen ist ein Blick auf Dubrovnik aus der Vogelperspektive. Eine Fahrt mit der modernen und leistungsfähigen Seilbahn auf den Berg Srd bietet einen spektakulären Blick auf die ummauerte Stadt, das Meer und die vorgelagerten Inseln.

Dubrovnik aus der Vogelperspektive

Dubrovnik aus der Vogelperspektive