Elba Sehenswürdigkeiten

Elba Sehenswürdigkeiten


Die zur Toskana gehörende Insel Elba zieht Naturliebhaber, Wanderer, Wassersportler und Freunde des Agrotourismus an. Eine einmalig schöne Landschaft und mildes, mediterranes Klima mit moderaten Sommertemperaturen begeistern viele Urlauber.

Fetovaia

Fetovaia


Elba – eine Insel für Individualisten

Auf 224 Quadratkilometern Fläche wird Individualtouristen und Gästen von Kreuzfahrtschiffen Vieles geboten. Es ist ein hoffnungsloses Unterfangen die Insel an einem Tag sehen zu wollen. Tagesgäste sind gezwungen, eine Auswahl unter den Sehenswürdigkeiten Elbas treffen. Wir empfehlen einen Rundgang durch Portoferraios Altstadt sowie eine Halbtagestour mit dem Linienbus mit Halt am Monte Capanne.

Portoferraio - Panorama


Portoferraio - Panorama


Campo nell'Elba


Campo nell'Elba 


Die Inselhauptstadt Portoferraio

Die sieben Gemeinden der Insel zählen insgesamt 32.000 Einwohner. Ungefähr 12.000 Menschen leben in Portoferraio. Der an einer weitläufigen, geschützten Bucht, der Rada di Portoferraio, gelegene Ort ist der wichtigste Hafen Elbas und die Hauptstadt der Insel.

Portoferraio - Calata  Mazzini

Portoferraio - Calata Mazzini


Elbas Siedlungsgeschichte reicht weit zurück. Der Hafen wurde vermutlich von den Römern angelegt. Der Namensbestandteil „Ferraio“ (Eisen) weist auf den ursprünglichen Verwendungszweck des Hafens hin. Bereits in der Antike wurden von dort die auf der Insel gewonnenen Eisenerze zur Verhüttung auf das Festland verschifft. Heute legen in dem geschützten natürlichen Hafen die Fähr- und Kreuzfahrtschiffe an.

Fähranleger in Portoferraio


Fähranleger in Portoferraio


Portoferraio - Schnellfähre der Toremar


Portoferraio - Schnellfähre der Toremar 


Erstmalig wurde der Ort unter der Herrschaft der Medici befestigt. Die Insel erlangte Berühmtheit, als Napoléon Bonaparte in 1814/15 in Portoferraio ein zehnmonatiges Exil verbrachte.

Portoferraio - Erinnerung an Napoléon Bonaparte

Portoferraio - Erinnerung an Napoléon Bonaparte


Die Altstadt von Portoferraio liegt auf einer Felszunge oberhalb des Hafens. Die höheren Stadtlagen und die oberhalb der Stadt thronenden Festungen sind durch Straßen und teils steile Treppengassen mit der Hafenregion verbunden.

Forte Stella mit Leuchtturm

Forte Stella mit Leuchtturm


Rundgang durch Portoferraio

Im Hafenbereich gibt eine Schautafel Hinweise auf zwei Rundgänge zu den „Itinerario Mediceo“ und den „Itinerario Napoleonica“. Wir stellen die wesentlichen Sehenswürdigkeiten dieser Rundgänge vor.

Portoferraio - empfohlene Rundgänge

Portoferraio - empfohlene Rundgänge


Portoferraios Dom

Der Dom mit dem komplizierten Namen „Duomo Chiesa Arcipretale Parrocchia Natività della Beata Vergine Maria“ wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auf Order des Medici-Herrschers Cosimo I. erbaut und 1554 geweiht. Er ist der Jungfrau Maria gewidmet. Das Gotteshaus war zuerst einschiffig errichtet worden. Später wurde es um zwei Seitenschiffe erweitert. Der Marmor-Altar stand ursprünglich in Portoferraios ehemaliger Karmeliterkirche.

Portoferraios Dom
Portoferraios Dom - Kirchenschiff
Portoferraios Dom - Altar
Portoferraios Dom - Gemälde Kreuzabnahme

Piazza della Repubblica

Portoferraios Dom steht an der Schmalseite der Piazza della Repubblica. Die Mitte des Platzes nimmt ein martialisches, den Gefallenen des Ersten Weltkriegs gewidmetes Denkmal ein. Auf dem Platz ließ Napoléon Bonaparte während seines zehnmonatigen Exils sein 1.000-Mann-Privatheer exerzieren.

Denkmal auf der Piazza della Repubblica

Denkmal auf der Piazza della Repubblica


Forte della Linguella

Vor der Altstadt liegt ein kleines, sicheres Hafenbecken: die Darsena Medicea. Zum Schutz des Bassins wurde im Jahr 1548 das Forte della Linguella angelegt. Wesentlicher Bestandteil dieser Bastion ist der achteckige Martello-Turm. Er diente zeitweilig als Gefängnis. Einer der Insassen verbüßte dort eine 10-jährige Strafe für sein Attentat auf den italienischen König Umberto I. Der Turm wird nach dem Namen dieses Verbrechers auch Torre Passanante genannt. Im Festungskomplex wurde das Museo Archeologico della Linguella eingerichtet. In diesem archäologischen Museum werden Amphoren und sonstige Fundstücke aus der Zeit der Etrusker aufbewahrt.

Forte della Linguella und Torre del Martello


Forte della Linguella und Torre del Martello


Forte della Linguella und römische Ruinen


Forte della Linguella und römische Ruinen 


Molo del Gallo

Der Linguella-Festung gegenüber liegt die mit einem kleinen Wachturm bebaute Molo del Gallo. Zwischen beiden Türmen konnte unter der Regentschaft der Medici bei drohender Gefahr eine schwere Eisenkette zum Schutz des inneren Hafenbeckens gespannt werden. Der von einem Hahn gekrönte Wachturm wurde als Schutzturm, zum Aufbewahren von Salz und Thunfischen, und bei  Bedarf, als Gefängnis genutzt. Nach 1977 wurde er renoviert; heute trägt er ein Leuchtfeuer.

Der Turm kann im Zeitraum zwischen April und Anfang November besichtigt werden. Eintritt wird nicht erhoben.

Molo del Gallo mit Wachturm


Molo del Gallo mit Wachturm


Molo del Gallo mit Wachturm


Molo del Gallo mit Wachturm 


Festungen oberhalb der Altstadt

Zum Schutz des Hafens und der westlichen und nördlichen Meeresregion wurden von 1548 an oberhalb der Altstadt auf zwei Hügeln die Festungen Forte Stella, Forte Falcone und Fortezze Medicee angelegt. Dank dieser Bollwerke galt Portoferraio von See als nicht einnehmbar.

Forte Stella, die „Sternfestung“, erhebt sich vom Hafen aus gesehen rechts oberhalb der Stadt. Der auf dem Areal der Festung befindliche Leuchtturm zählt zu den ältesten Leuchtfeuern Europas.

Forte Stella
Forte Stella
Forte Stella mit Leuchtturm
Faro Forte Stella

Das auf der anderen Seite der Stadt aufragende Forte Falcone, die „Falkenfestung“ ist noch beeindruckender als Forte Stella. Es besitzt mehrere Bastionen und miteinander verbundene Gänge und Terrassen. Erbaut wurde es vor allem, um den Hafen vor Piratenüberfällen zu schützen.

Beide Festungen können gegen Entgelt besichtigt werden. Die Zuwege sind beschildert.

Forte Falcone
Forte Falcone
Festungsmauern des Forte Falcone
Forte Falcone

Zwischen dem Fort Falcone und der Hafenregion liegen die eher unauffälligen Fortezze Medicee, die mediceischen Bastionen.

Fortezze Medicee
Fortezze Medicee
Festungsmauern des Fortezze Medicee
Fortezze Medicee

Palazzo Villa dei Mulini

Das Nationalmuseum Palazzo Villa dei Mulini diente Kaiser Napoléon Bonaparte während seines ersten Exils in den Jahren 1814 und 1815 als Wohnsitz. Benannt war das Gebäude nach einigen Mühlen in der Nachbarschaft, die heute nicht mehr existieren. Das Museum zeigt Erinnerungen an den Feldherren und ersten Kaiser Frankreichs. Der Garten öffnet sich zur Felsküste.

Palazzo Villa dei Mulini


Palazzo Villa dei Mulini


Komplex - Palazzo Villa dei Mulini


Komplex - Palazzo Villa dei Mulini 


Porta a Mare 

In Portoferraios altem Hafen liegen Segelboote, Motoryachten und Fischerboote. In den Hafen ragt die Molo Mediceo hinein. Ihr gegenüber befindet sich das mächtige Stadttor Porta a Mare. Durch das Tor gelangt man auf die Piazza Cavour. An deren östlichem Ende steht die Markthalle La Galeazza.

Porta a Mare - vom Hafen gesehen


Porta a Mare - vom Hafen gesehen


Porta a Mare - vom Zentrum gesehen


Porta a Mare - vom Zentrum gesehen 


Teatro dei Vigilanti

Das Teatro dei Vigilanti war ursprünglich die im Jahr 1618 gebaute Karmeliterkirche Chiesa della Misericordia. Später wurde das Gotteshaus entweiht und unter anderem als Lagerhaus genutzt. Napoléon Bonaparte ließ das Gebäude nach seiner Ankunft auf Elba in ein Theater umwandeln. Es ist das einzige Theater der Insel; noch heute wird es bespielt. Es liegt an der Piazza Gramsci.

Teatro dei Vigilanti

Teatro dei Vigilanti


Aktivitäten außerhalb Portoferraios

Elba besitzt schön gelegene Ortschaften. Das kristallklare Wasser und Strände in Felsbuchten locken Wassersportler. Wanderer finden viele Wanderwege in Elbas Wäldern. Höhere Lagen bieten beinahe überall fantastische Ausblicke auf die vorgelagerten Inseln des Toskanischen Archipels.

Elbas Küste
Marciana Marina
Fetovia
Fetovia - Strandabschnitt

Inselrundfahrt mit dem Linienbus

Linienbusse umrunden die Insel mehrmals täglich in östlicher und westlicher Richtung. Dabei sieht man für wenig Geld viel von Elbas schöner Landschaft. Unterbrechungen der Fahrt sind an den jeweiligen Haltestellen möglich. Wir empfehlen die westliche Richtung mit Stopps in Procchio, Marciana Marina, Poggio, Marciana Alta, Pomonte oder Fetovaia.

Die Rundfahrt dauert ohne Ausstieg circa 2 ½ Stunden.
Die Station der Linienbusse der CTT (früher ATL) in Portoferraio liegt in der Viale Elba. Der Busbahnhof ist nur wenige Minuten Fußweg vom Kreuzfahrtschiff entfernt. Die Bustickets kauft man im Büro der CTT am Busbahnhof.

Linienbus auf Elba

Linienbus auf Elba


Seilbahnfahrt auf den Monte Capanne

Bei guten Wetterbedingungen ist eine Seilbahnfahrt auf den höchsten Berg der Insel, den 1019 Meter hohen Monte Capanne, empfehlenswert. Der Zugang zur Seilbahn liegt auf circa 350 Meter Höhe an der Landstraße zwischen Marciana Marina und dem Bergort Marciana Alta. Die CTT-Busse halten in der Nähe der Seilbahn.

Die 1963 von Doppelmayr errichtete Cabinova-Seilbahn wirkt archaisch. Bis zu zwei Personen steigen in einen gelben Metallgitterkorb und lassen sich auf 963 Meter Höhe bringen. Die Fahrt dauert 18 Minuten.

Von der Bergstation sind noch circa 50 Höhenmeter bis zum Gipfel zu überwinden. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Auf dem Berg wartet eine Hütte mit Aussichtsterrasse auf Besucher. An der Nordseite des Berges erstrecken sich ausgedehnte Kastanienwälder. Die Südseite wirkt rau und karg. Wer möchte, kann nach unten wandern. Nach der Rückkehr vom Monte Capanne bietet sich ein Imbiss im herrlich gelegenen Marciana Alta an.

Marciana Alta - in Wolken eingehüllt

Marciana Alta - in Wolken eingehüllt


Strände

Strände gibt es viele auf Elba. Den längsten Strandabschnitt besitzt der 17 Kilometer von Portoferraio entfernte, von Pinienwäldern umgebene Fischerort Campo nell’Elba. Er liegt am Golfo di Campo. Parallel zum Strand verläuft eine Strandpromenade. Malerische Häuser und Gassen gibt es als Zugabe. In Portoferraio bietet sich die Spiaggia delle Ghiaie für einen Strandaufenthalt an. Der relativ kurze Strandabschnitt liegt 600 vom Pier der Kreuzfahrtschiffe entfernt.

Portoferraio - Spiaggia delle Ghiaie

Portoferraio - Spiaggia delle Ghiaie


Bootstouren

Von Portoferraios Hafen fahren Glasbodenboote zu ausgewählten Zielen im Naturpark des Arcipelago Toscano. Fahrgäste erleben an Bord der Schiffe die mannigfaltige Unterwasserwelt ohne dabei nass zu werden.

Portoferraio - Yachthafen

Portoferraio - Yachthafen


Update November 2022

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