Portofino Hafenpanorama

Genua - Ausflug nach Portofino


Einer der schönsten und zugleich berühmtesten Orte Italiens ist das ehemalige Fischerdorf Portofino. Die 400-Seelen-Gemeinde liegt 40 Kilometer östlich von Genua an einem Naturhafen der Ligurischen Riviera.

Portofino – Juwel in Mediterraner Umgebung

Der Ort wurde an der Südwestspitze der Portofino-Halbinsel inmitten üppiger mediterraner Vegetation auf zwei Quadratkilometern Fläche errichtet. Die Gründung Portofinos ging offenbar von Römern aus. Die nannten die Siedlung Portus Delphini. Eine urkundliche Erwähnung fand der Ort zum ersten Mal im Jahr 986.

Portofino vom Castello Brown gesehen

Portofino vom Castello Brown gesehen


Auf der Halbinsel wurde im Jahr 1935 der Naturpark Parco Regionale Naturale di Portofino eingerichtet. Den Ort umgibt außerdem ein bei Tauchern beliebtes Meeresschutzgebiet.

Idyllisch gelegene Orte mit üppiger mediterraner Vegetation ziehen im Zeichen des Massentourismus nahezu magnetisch Besucher an. Schon in der Vorsaison drängen sich Touristen in den wenigen Straßen und Gassen des Ortes, dessen Bausubstanz im Übrigen wenig spektakulär wirkt. Portofinos vorwiegend drei- bis fünfgeschossige Bauweise ist schmucklos und zweckgerichtet. Typisch sind die auffällig gestrichenen Hausfassaden. Die Villen der Prominenz und des Jet-Sets liegen gut verborgen in den dicht mit Bäumen bestandenen Hängen.

Portofinos Hafen
Portofinos Hafen
Fischerboote
Restaurants an der Hafenpromenade

 

Portofino – der Treffpunkt der Prominenz

Über Jahrhunderte fristeten Portofinos Männer als Fischer und Seefahrer ihr Leben. Das änderte sich, als im 19. Jahrhundert zwei Prominente den Ort für sich „entdeckten. Der eine, Sir Montague Yeats-Brown, war Konsul Genuas, des Königreichs Sardinien sowie der Stadt Boston in den USA. Den in Genua Geborenen zog es früh nach Portofino. Dort erwarb er ein Kastell oberhalb des Ortes, das er zu seinem Wohnsitz machte. Unter der Bezeichnung Castello Brown ist es heute zu besichtigen. – Der zweite „Entdecker“ Portofinos war der deutsche Diplomat Alfons Mumm von Schwarzenstein. Der entstammte der gleichnamigen Wein- und Champagner-Linie. Nach dem Rückzug aus dem diplomatischen Dienst siedelte er sich in Portofino an.

Castello Brown - hoch über Portofino

Castello Brown - hoch über Portofino


Dem Beispiel der Herren folgten Industrielle, Filmschauspieler und Schriftsteller. Portofino ist mit den Namen Humphrey Bogart, Gina Lollobrigida, Sophia Loren und Grace Kelly verbunden. Viele Filme spielten in und um Portofino.

Portofinos Sehenswürdigkeiten

Der Hafen

Der Seeweg mit der Fähre von Rapallo oder von Santa Margherita Ligure nach Portofino ist die schönste Form der Anreise. Sobald die Linienschiffe in den Hafen einfahren, genießen die Passagiere den Blick auf den Ort. Das Panorama an sich, der Hafen mit den Fischerbooten und den luxuriösen Yachten gilt uns als Portofinos größte Sehenswürdigkeit.

Portofinos Hafenpromenade

Portofinos Hafenpromenade


Die vielen im Hafen liegenden kleinen Fischerboote legen die Vermutung nahe, Portofino wäre ein Fischerort. Der Eindruck trügt. Der Ort lebt ausschließlich vom Tourismus. Schon in der Vorsaison streifen täglich Touristenscharen durch die Straßen und Gassen des Ortes. Die malerische Hafenpromenade mit Läden, Galerien und Restaurants ist überlaufen.

Sport und Fischerboote teilen sich die Liegeplätze im Hafen

Sport und Fischerboote teilen sich die Liegeplätze im Hafen


Den Autos bleibt der Zugang zum Hafen, verschlossen. Es sei denn, ein Schweizer Ferrari-Club oder ähnliche Gruppen erhalten die Genehmigung, die vierrädrigen Preziosen ihrer Mitglieder auf der Piazza Martiri dell'Olivetta direkt am Hafenrand posieren zu lassen.

Ferrari-Treffen an der Piazza Martiri dell'Olivetta

Ferrari-Treffen an der Piazza Martiri dell'Olivetta


Chiesa di San Martino

Eine Sehenswürdigkeit ist die oberhalb der Piazza erbaute Chiesa di San Martino. Die im 12. Jahrhundert errichtete Kirche ist dem Hlg. Martin von Tours gewidmet. Das romanische Gotteshaus wirkt von außen schlicht. Im Inneren überrascht es seine Besucher durch seine Größe und eine unerwartet reichhaltige Ausgestaltung und durch die Deckenmalereien.

Kirche San Martino
Kirche San Martino - Kirchenschiff

 

Chiesa di San Giorgio

Auch die dem Hlg. Georg gewidmete romanische Kirche wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Sie thront auf dem Felsen oberhalb des Hafens. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie zerstört und anschließend rekonstruiert. Sie beherbergt die Reliquien von San Giorgio, dem Stadtpatron Portofinos. Nach einem Kreuzzug brachten Seeleute die Objekte nach Portofino.

Chiesa di San Giorgio

Chiesa di San Giorgio


Castello Brown

Mit einem steilen Anstieg ist der Besuch zum Castello Brown verbunden. Der im 14. Jahrhundert errichtete Vorgängerbau war ursprünglich als Castello di San Giorgio bekannt. Er diente als Wachposten und Kontrollpunkt. Im Jahr 1867 erwarb Sir Montague Yeats-Brown das Objekt. Nach einem jahrelangen Umbau bewohnte er das Castello als Privatvilla bis zu seinem Tod im Jahr 1921. Aktuell werden der Bau und die Gartenanlage für Events aller Art genutzt. Der Blick auf Portofino und den Hafen entschädigt für die Mühen des Anstiegs.

Terrassierter Hang  unterhalb von Castello Brown
Seitenansicht Castello Brown

 

Wie von Genua nach Portofino gelangen?

Mit dem Auto:

Portofino ist mit dem Auto über eine schmale Küstenstraße zu erreichen. Am Ortsanfang müssen die Autos in einem Parkhaus abgestellt werden. Andere Parkplätze gibt es nicht. Die Zufahrt ist wegen des Besucherandrangs zeitraubend, und die Parkplätze sind limitiert. Wir empfehlen, den Wagen in der Kleinstadt Santa Margherita Ligure, fünf Kilometer vor Portofino abzustellen und mit dem Bus der Linie 82 oder dem Linienschiff nach Portofino zu fahren.

Mit der Bahn:

Anstelle des Autos empfehlen wir die Zugfahrt. Von den Bahnhöfen Genova Piazza Principe und Genova Brignole fahren Züge der Trenitalia regelmäßig bis Santa Margherita Ligure. Dort warten am Bahnhof die Busse der Linie 82. Sie befördern die Fahrgäste nach Portofino.

Mit dem Linienschiff:

Eine Alternative zur Busfahrt ist das Linienschiff. Ab Rapallo und Santa Margherita Ligure fahren Linienschiffe nach Portofino. Die Schiffe verkehren in den Hauptverkehrszeiten regelmäßig. Vom Bahnhof in Santa Margherita Ligure gehen wir in 15 Minuten zum Schiffsanleger. Im Jahr 2019 zahlen Erwachsene für die Hin- und Rückfahrt 12 Euro.

Portofino-Linienschiffe

Portofino-Linienschiffe


Mit dem Kreuzfahrtschiff:

Mehr als 70 Kreuzfahrtschiffe sind im Jahr 2019 für Portofino gemeldet. Die Schiffe liegen vor dem Ort auf Reede. Die Passagiere werden mit Tenderbooten in den Ort gebracht. Bei den Kreuzfahrtschiffen handelt es sich vorwiegend um kleinere Schiffe des Luxussegments. Aber auch Celebrity Cruises, Pullmantur oder Royal Caribbean laufen Portofino mit größeren Schiffen an.

Santa Margherita Ligure nicht vergessen!

Die 9.000 Einwohner zählende Kleinstadt ist der Ausgangspunkt für Fahrten nach Portofino. Santa Margherita liegt in malerischer Lage an der Ostseite des Kaps von Portofino. Die Stadt wurde in die Hänge des Apennins gebaut. Das Meer, üppige mediterrane Vegetation, Parkanlagen und Gärten sind die Merkmale der Stadt.

Santa Margherita lebt vor allem vom Fremdenverkehr. Luxuriöse Hotels, viele Restaurants, ein Yachthafen und Badeanlagen ziehen ein internationales Publikum an.

Santa Margherita Ligure - Strandpromenade
Santa Margherita Ligure - Badestrand
Santa Margherita Ligure - Kolumbus-Denkmal
Santa Margherita Ligure - Imperial Palace Hotel
Santa Margherita Ligure - Strandpromenade mit Kastell
Santa Margherita Ligure - Kirche San Giacomo
Santa Margherita Ligure - Kirche San Giacomo
Santa Margherita Ligure - Restaurant am Hafen

Unsere Empfehlung: Wenn Sie Portofino besuchen, planen Sie noch genügend Zeit für einen Aufenthalt in Santa Margherita Ligure ein.