Das britische Überseegebiet der Kaimaninseln, eine ehemals britische Kronkolonie, liegt im Karibischen Meer südlich von Kuba und westlich von Jamaika. Die größte, bekannteste und bedeutendste der drei Inseln – und zugleich ein Treffpunkt der Touristen – ist Grand Cayman. Die knapp 200 Quadratkilometer große Insel ist eine beliebte und geschätzte Kreuzfahrtdestination. An Spitzentagen liegen fünf oder mehr Kreuzfahrtschiffe vor der Inselhauptstadt George Town auf Reede.

George Town - Anstehen am Royal Watler Cruise Terminal
Piers, die Schiffe von 200 oder 300 Meter Länge aufnehmen könnten, gibt es nicht in George Town. Die Passagiere werden mit Tenderbooten an Land gebracht. Je nach Lage des Schiffes dauert das Tendern zum Royal Watler Cruise Terminal zwischen fünf bis zehn Minuten.

Grand Cayman - fünf Kreuzfahrtschiffe auf Reede
Ausflugsangebote der Reedereien
Vor dem Landgang werfen die Passagiere möglicherweise einen Blick auf die Ausflugsangebote ihrer Reederei. Welche Touren und Erlebnisse empfiehlt sie ihren Gästen? Auf der Insel dreht sich vieles um Wassersport und damit verbundene Aktivitäten: Piraten-Abenteuer, Parasailing, Schnorchel-, Tauch- und Radtouren, Strandausritte und Ähnliches.

George Town - unter Feunden
Etwas aufwendiger sind Rundfahrten mit Jeeps in Formation. Besucht werden einige interessante Inselziele. Das fünfstündige Abenteuer endet nach 3 Stunden am Seven Mile Beach. Hier darf man sich noch zwei Stunden sonnen. Danach geht es mit Bussen zurück zum Cruise Terminal. Zum Abschluss wäre noch ein 15- bis 20-minütiger Helikopterflug über Grand Cayman erwähnenswert.

George Town - Cayman Islands Helicopters
Programme auf eigene Faust
Ohne Zweifel bieten die Reedereien ihren Gästen genügend Optionen für einen entspannten und abwechslungsreichen Tag auf Grand Cayman. Aus unserer Sicht offenbaren sich den Kreuzfahrt-Touristen folgende sechs Alternativen für Aktivitäten auf eigene Faust.
Ein Strandtag am Seven Mile Beach
Der öffentlich zugängliche, sichelförmige Korallensand im Westen der Insel ist gesäumt von Hotelanlagen der Spitzenklasse. Ein Strandabschnitt wird „Governor’s Beach“ genannt. Kein Wunder, etwas versetzt sieht man die gut geschützte Residenz des Vertreters der englischen Krone im britischen Überseegebiet.

Grand Cayman - Governor's House
Entgegen dem, was der Name verspricht, misst der Strand kaum mehr als sechs Meilen entsprechend zehn Kilometer.
Großraumtaxis befördern Besucher auf der rund fünf Kilometer langen Fahrtstrecke.
Dolphin Discovery
Eine höchst attraktive Unternehmung auf Grand Cayman ist ohne jeden Zweifel das Schwimmen mit Delfinen. Im sechs Kilometer vom Cruise Terminal entfernt gelegenen Dolphin Discovery vermitteln Tierpfleger Besuchergruppen Wissenswertes über die eleganten Meeressäuger.
Besuchern ist es möglich, mit den intelligenten Tieren zu schwimmen und zu interagieren.
Das Beisammensein mit den Delphinen ist kein billiges, aber lohnenswertes Vergnügen.
Entfernung vom Kreuzfahrttermin 13 Kilometer.
Cayman Turtle Farm
In Sichtweite des Delphinariums liegt die Schildkrötenfarm. Das Cayman Turtle Center hat drei Aufgaben: Sie ist eine Schutzeinrichtung für die Grünen Meeresschildkröten, eine Touristenattraktion, die jährlich mehr als 500.000 Besucher zählt, und sie züchtet Schildkröten für Nahrungszwecke. Daneben hat sie sich im Laufe ihres Bestehens zu einem Forschungsprojekt und zu einer Naturschutzeinrichtung fortentwickelt. Eigentümer der Einrichtung ist seit 1983 die Regierung der Cayman Islands.
In der Einrichtung werden 16.000 Schildkröten – von klein bis riesengroß – gehegt und gepflegt. Etwa die Hälfte von Ihnen landet in der Freiheit, die andere Hälfte kommt in den Suppentopf oder auf den Teller.
Eintritt: 18 US-Dollar.
Rochenstreicheln in Stingray City
Stingray City steht für einige flache Sandbänke im North Sound von Grand Cayman. Dort bieten mehrere Veranstalter Touristen die Gelegenheit, nach einer ungefähr halbstündigen Bootsfahrt auf den Sandbänken auszusteigen und im etwa ein Meter tiefem Wasser mit den Stachelrochen zu schwimmen. Die Tiere werden mit Futter angelockt. Inzwischen wachsen Bedenken, dass die Praktiken Veränderungen im Verhalten und den Fressmustern der Rochen hervorrufen.
George Town – Fort George Historic Site
Im Zentrum von George Town liegt das in der Kolonialzeit errichtete Fort George. Es war eine der ersten Festungen die auf königliche Order im 18. Jahrhundert auf den Kaimaninseln erbaut wurden. Die Ausmaße waren, wie eine Inspektion im Jahr 1802 ergab, eher dürftig. Die Bewaffnung mit drei Kanonen entsprach nicht den vorher ergangenen Weisungen. Über die Entwicklungen in der Folgezeit liegen wenig Informationen vor.

George Town - Fort George Historic Site
Nach 1972 startete ein Bauträger unautorisiert den Abriss des Komplexes. Die Abbrucharbeiten wurden wegen Beschwerden der Einwohner bald darauf gestoppt. Was von der Festung übrig war, wurde, dem National Trust for the Cayman Islands übergeben.
Hell
In der Nähe des Cayman Turtle Center liegt eine schwarze, unheimlich wirkende Sandsteinformation, die den Namen „Hell“ trägt. Mit von der Partie: ein rotes Postamt, von wo aus, Postkarten „aus der Hölle“ versandt werden können, ein Souvenirgeschäft und eine Aussichtsplattform.
Update November 2024





