Die Insel Grenada und mehrere umliegende Inseln bilden den gleichnamigen Karibikstaat Das 344 Quadratmeter große Staatengebilde liegt zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Karibischen Meer, etwa 200 Kilometer von der Küste Venezuelas entfernt.

Grenada - Küstenlinie
Grenada – der erste Eindruck
Die Inseln entstanden durch vulkanische Aktivitäten. Folglich ist die Küstenlinie Grenadas zerklüftet, und die Landschaft ist bergig. Die höchste Erhebung ist der Mount Saint Catherine mit 840 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Das Klima der immergrünen und fruchtbaren Insel ist tropisch mild. In der vom Januar bis Mai stattfindenden Trockenzeit lässt es sich auf Grenada sehr gut auszuhalten.
Grenadas Geschichte und Staatsform
Grenada, die südlichste der Inseln über dem Wind, wurde im Jahr 1498 von Kolumbus entdeckt und Concepción genannt. Historisch gesehen stand Grenada, bevor es seinen heutigen Status erhielt, sowohl unter spanischer als auch französischer Herrschaft. Im Jahr 1763 wurde die Inselgruppe jedoch an das Vereinigte Königreich abgetreten. Später eroberte Frankreich die Inseln erneut. Endgültig wurde Grenada im Jahr 1783 Großbritannien zugeschlagen.

Grenada - St. George's Inner Harbour
Politisch sind Grenada und die Grenadinen-Nachbarinseln souveräne Mitgliedsstaaten des Commonwealth of Nations. Staatsoberhaupt ist der jeweilige englische Monarch. Vertreten wird er vor Ort durch einen Generalgouverneur. Der ernennt die gewählten Regierungschefs.
Der Inselstaat ist einschließlich des Nebengebietes Carriacou in sieben „Parishes“ genannte Verwaltungsbezirke gegliedert. Hauptstadt ist das im Südwesten der Insel gelegene St. George’s. Weitere bekannte Städte auf Grenada sind Grenville und Gouyave. Im Staatsgebiet leben gemäß offizieller Schätzung des Jahres 2019 etwas mehr als 112.000 Menschen, davon knapp 40.000 in St. George’s.
Grenadas Wirtschaft
Grenada lebt vom Tourismus und dem Anbau von Gewürzen – vorrangig Muskatnüssen, Gewürznelken, Zimt und Ingwer. Grenada war weltweit einer der Hauptproduzenten von Muskatnüssen. Es wundert daher nicht, dass die Muskatnuss ein Bestandteil der Landesflagge ist. Der Hurrikan Ivan zerstörte allerdings im Jahr 2004 einen Teil der Muskatnuss-Plantagen. Bis zur Rekultivierung der Muskatnuss-Bäume wich die Agrarindustrie in der Folgezeit auf Kakaobohnen aus.
Eine Zeitlang stand der Ministaat auf der „schwarzen“ Liste der Steueroasen der EU-Kommission. Dieser Makel haftet dem Land indes nicht mehr an.
Das Land ist eher den ärmeren Ländern der Karibikregion zuzuordnen. Nach Einschätzungen der Weltbank betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Jahres 2023 ungefähr 1,3 Milliarden US-Dollar. Das BIP pro Kopf lag bei 10.464 US-Dollar. Die BIP-Wachstumsrate verbesserte im Jahr 2023 sich gegenüber dem Vorjahr um bemerkenswerte 4,8 Prozent. Nicht zuletzt der zunehmende Kreuzfahrttourismus dürfte sich positiv auf die Einnahmesituation ausgewirkt haben.

Grenada -Straßenszene in Gouyave
Grenada – Ziel der Kreuzfahrtschiffe
Grenada zählt zu den etablierten Kreuzfahrtdestination der Antilleninseln. Im Jahr 2025 wird bislang mit 187 Schiffsliegetagen gerechnet. Große Kreuzfahrtschiffe legen in St. George’s am Cruise Ship Terminal nahe dem Esplanade Shopping Complex an.

Grenada - Mein Schiff 3 am Cruise Ship Terminal
Kleinere Schiffe docken – abhängig vom Schiffsaufkommen – an einer Pier im Inner Harbour an. Von beiden Liegeplätzen gelangen die Passagiere auf direktem Weg in das Stadtzentrum der pittoresk wirkenden Inselhauptstadt.
St. George’s eignet sich ohne weiteres für Stadtrundgänge auf eigene Faust. Selbstverständlich werden organisierte Stadttouren angeboten, wie auch Rundfahrten entlang der Westküste und ins Hinterland.
Nennenswerte touristische Ziele beschreiben wir unter Grenada – Sehenswürdigkeiten.
Update November 2024








