Haifa Sehenswürdigkeiten


Die israelische Hafenstadt Haifa verzeichnet mehr als 50 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen pro Jahr. Auf den Agenden der Kreuzfahrtunternehmen stehen insbesondere „biblische“ Ziele wie Nazareth, Galiläa, Jerusalem und Bethlehem. Haifa und die 25 Kilometer entfernte, geschichtsträchtige Kreuzritterstadt Akko (Akkon) werden von den Besuchsprogrammen dagegen vernachlässigt. Beide Städte besitzen nach unserem Dafürhalten genügend Sehenswürdigkeiten, um einen eintägigen Aufenthalt in Haifa informativ und abwechslungsreich zu gestalten. Sehenswert sind vor allem zwei UNESCO Weltkulturerbestätten: der Schrein des Bab und die Altstadt von Akko.

Kuppelbau mit dem Schrein des Bab
Festung in Akko

Sehenswürdigkeiten in Haifa

Die Hafen- und Industriestadt Haifa ist eine Großstadt mit 285.000 Einwohnern. Israels drittgrößte Stadt liegt zwischen dem Mittelmeer und dem Berg Karmel. Die Sehenswürdigkeiten Haifas sind bequem zu erkunden. Unter Haifa zu Fuß entdecken beschreiben wir unsere Rundgänge durch Haifa.

Der Schrein des Bab mit den Bahai-Gärten – UNESCO Weltkulturerbe

Acht Millionen Menschen folgen den Lehren des im 19. Jahrhunderts wirkenden iranischen Religionsstifters Bahāʾullāh. Der Gründer der Glaubensgemeinschaft wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Akko im damaligen Palästina verbannt. Die etwa 50.000 Einwohner zählende Stadt liegt 25 Kilometer nördlich von Haifa.

Die Bahai-Gärten vom Ben Gurion Boulevard gesehen

Die Bahai-Gärten vom Ben Gurion Boulevard gesehen


In Haifa, am Hang des Berges Karmel, errichtete die Glaubensgemeinschaft das „Bahai Weltzentrum“, den administrativen und religiösen Mittelpunkt der Religion. In einer märchenhaft anmutenden, sich in 18 Terrassen von der Unterstadt bis hinauf zur Louis Promenade erstreckenden Gartenanlage, liegen das Heiligtum der Bahai mit dem Schrein des Bab, das Archiv sowie Verwaltungsgebäude und Unterkünfte der Pilger. Seit 2008 zählt der unter einer gold glänzenden Kuppel ausgestellte Schrein zum UNESCO Weltkulturerbe. Besuchern, die nicht dem Bahai-Glauben angehören, ist es gestattet den Garten im Rahmen organisierter Touren zu besichtigen. Der Zugang zum Schrein ist allen Interessierten gestattet.

Kuppelbau mit dem Schrein des Bab
Archiv der Bahai
Aussichtsterrasse der Bahai-Gärten
Bahai-Gärten mit dem Kuppelbau

Die Deutsche Siedlung

Die Deutsche Siedlung geht auf Christen zurück, die im Jahr 1869 von Württemberg nach Haifa auswanderten, um am Fuß der Berges Karmel eine pietistische Landgemeinde zu errichten. Die Siedlung ist aktuell ein repräsentatives Wohnviertel mit Steinhäusern, die zum Teil noch deutsche Namen tragen. Das Viertel ist Heimstadt von Kunstläden, Cafés und Restaurants. Die Hauptstraße der Siedlung ist der breite vom Hafen bis zu den Bahai-Gärten hinauf führende Ben Gurion Boulevard.

Haifa - Deutsche Siedlung

Haifa - Deutsche Siedlung


Die Louis Promenade

In oberer Hanglage des Berges Karmel führt die Louis Promenade durch eine schmale Parkanlage. Passanten genießen fabelhafte Ausblicke auf Teile Haifas, seinen Hafen und die Bahai-Gartenanlage. Besucher erreichen die Promenade auf bequeme Art mit der unterirdisch verlaufenden Carmelit-U-Bahn. Die Bahn ist im eigentlichen Sinne eine unterirdisch verlaufende Standseilbahn.

Zugang zur Louis Promenade
Louis Promenade
Louis Promenade
Haifa - Carmelit-U-Bahn


Vom Terminal der Kreuzfahrtschiffe geht man maximal 10 Minuten bis zur Talstation der Carmelit-U-Bahn am Paris Square. Ausgestiegen wird an der Endstation Gan Ha’em. Steile Straßen und Treppen führen zurück in die Stadt.

 

 

Stella Maris Kirche und Kloster

Der Sage nach hauste der biblische Prophet Elias im zweiten Viertel des 9. Jahrhunderts vor Christus in einer Höhle auf dem Berg Karmel. Im frühen 17. Jahrhundert gründeten Mönche des Karmeliterordens an jener Stelle ein Kloster, an der sich die Höhle des Propheten befunden haben soll. Die gegenwärtige Kirche und das angeschlossene Kloster wurden 1836 eröffnet. Drei Jahre später verlieh der Papst der Kirche den Ehrentitel einer Basilika Minor.

Stella Maris Kloster

Stella Maris Kloster


Der Skulpturengarten Mizpor Shalom

Am Hang des Berges Karmel liegt die 29 Bronzefiguren umfassende Parkanlage Mizpor Shalom (Perspektiven des Friedens). Schöpferin der Kunstwerke ist die deutschstämmige Künstlerin Ursula Malbin. Die Bildhauerin flüchtete im Jahr 1939 aus Berlin in die Schweiz. Später siedelte sie sich im Künstlerdorf Ein Hod bei Haifa an. In dem weitläufigen Park präsentiert sie seit dem Jahr 1978 ihre teilweise lebensgroßen Werke: Frauen, junge Männer, Kinder und Tiere.

Anschrift: Zionism Avenue 112

Skulpturengarten Mizpor Shalom

Skulpturengarten Mizpor Shalom


Eine wichtige Sehenswürdigkeit in Haifas näherer Umgebung

Die Altstadt von Akko – UNESCO Weltkulturerbe

Akko/Akkon trägt den Beinamen „Hauptstadt von Galiläa“. Die 25 Kilometer nördlich von Haifa gelegene Stadt war seit der Antike bis in das 19. Jahrhundert der wichtigste Hafen Palästinas. Erstmals erwähnt wurde der Hafen im 6. Jahrhundert vor der Zeitenwende. Ägypter, Griechen und Römer herrschten in Akko. Seine Blütezeit erlebte der Ort jedoch nach der Eroberung durch die Kreuzritter im Jahr 1104. Die befestigten die Stadt über- und unterirdisch. Johanniter machten Akko zum uneinnehmbaren militärischen Zentrum des Königreichs der Kreuzfahrer.

Altstadt von Akko

Altstadt von Akko


Im Jahr 1291 fiel Akko an die Ägypter, danach an die Ottomanen. Über mehrere Hundert Jahre war die Stadt bedeutungslos. Mit der Gründung des Staates Israel kehrte das Wissen um den ursprünglichen Rang der Festungsstadt zurück. Im Jahr 2001 wurde die große Altstadt von Akko zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Das UNESCO-Areal umfasst 63 Hektar.

Akko - Festung am Hafen

Akko - Festung am Hafen


In Akkos Altstadt gibt es viel zu sehen. Nach Jerusalem ist Akko die am häufigsten besuchte Stadt Israels. Spektakulär ist die unterirdische Festungsstadt der Kreuzfahrer. Sie weist riesige Repräsentationsräume, Speisesäle, ein Gefängnis, eine Krypta, Latrinen sowie ein verzweigtes Gänge-System auf. Der beeindruckendste unterirdische Gang ist der auf Veranlassung der Templer-Ritter in den Fels geschlagene 350 Meter lange Tunnel, der die Festung mit dem Hafen verbindet.

Akko - unterirdische Festung - Kerker
Akko - unterirdische Festung - Arbeitsraum
Akko - unterirdische Festung - Refektorium
Akko - unterirdische Festung - die östliche Straße


Überirdisch faszinieren die gewaltigen Festungsmauern der Hafenregion, die El-Jazzar Moschee, die Karawanserei Al-Omdan, die Zitadelle oder das türkische Badehaus. Die Tourismuswerber empfehlen den Besuchern mehrere Wege, um die Reize der Altstadt zu entdecken. Sehenswert sind auch der kleine Hafen und der weitläufige Basar. Im Wesentlichen wird die Altstadt von Israelis arabischer Herkunft bewohnt.

haifa 734 festung am hafen

Über Akko berichten wir unter Landausflug nach Akko.

Update Januar 2021