Landausflug nach Budva


Unser Kreuzfahrtschiff, Cunards Queen Victoria, gleitet von Katakolon kommend in die Boko Kotorska, die fjordähnliche Bucht ein, an deren Ende die montenegrinische Hafenstadt Kotor liegt. Bis zum späten Abend wird die „Queen“ in der montenegrinischen Hafenstadt bleiben. Bei unserer Ankunft liegt bereits die Royal Princess vor Kotor.

Kotor - Royal Princess auf Reede

Kotor - Royal Princess auf Reede


Wir kennen Kotor von früheren Aufenthalten und suchen Abwechslung. Wir unternehmen einen Ausflug in den mehr als 20 Kilometer entfernten Badeort Budva.

Budva – pulsierender Badeort bei Tag und bei Nacht

Die Stadt liegt malerisch an der Budvanska Rivijera, einem 25 Kilometer langen Küstenabschnitt. Mehr als 30 Sandstrände, viele kleine Buchten, Felsvorsprünge und vorgelagerte Inselchen bieten den Besuchern Abwechslung und begründen Budvas Ruf als Badeort, der bei Tag und bei Nacht nicht zur Ruhe kommt.

Budvas BettenburgenBudvas Bettenburgen


In Budva leben mehr als 13.000 Menschen, und der Großraum kommt auf rundgerechnet 20.000 Einwohner. Zu Saisonbeginn steigt die Bevölkerung schlagartig auf das Fünffache an. In der Hauptreisezeit bieten Strände, Lokale und Hotels, Boutiquen sowie ein Vergnügungspark viel Zerstreuung.

Der Linienbus bringt uns nach Budva

Auch wir sind an diesem Tag Teil der Besucherströme. An Kotors Busbahnhof nehmen wir den Linienbus nach Budva. Die Tickets kosten wenig und werden in Euro bezahlt. Montenegro nutzt den EURO als Landeswährung. Die Fahrt führt durch das pittoreske Küstengebirge. Nach einer halbstündigen Fahrt blicken wir auf die Bucht von Budva hinunter. Unter uns liegt das Häusermeer und neben uns Budvas Aquapark, eine futuristische Badelandschaft mit riesigen Rutschen. Wer nicht an Budvas Stränden badet, besucht die oberhalb der Stadt gelegene Anlage.

Blick auf die Bucht von Budva
Blick auf die Bucht von Budva


Stari Grad – Budvas Altstadt

Der Busbahnhof liegt in Strandnähe. Dort steigen wir aus und gehen hinüber nach Stari Grad, der von Festungsmauern umgebenen Altstadt. Die Ursprünge Stari Grads reichen 2.500 Jahre zurück. Auf dem Weg in die Altstadt passieren wir Hotels, Restaurants, Verkaufsstände, Cafés und alles andere, was Strandurlauber erwarten.

Budva - Promenade


Budva - Promenade


Budva - Sportboothafen und Altstadt


Budva - Sportboothafen und Altstadt 


Es folgt noch der Sportboothafen, dann stehen vor der im Mittelalter errichteten Stadtmauer. Sie umschließt die Altstadt komplett. Der historische Stadtteil blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück. Gegründet von griechischen Siedlern, fiel die Stadt zuerst an die Illyrer. Danach gelangte sie unter römische Herrschaft. Auf die römischen Besatzer folgten Serben, die Republik Venedig, Österreich und Frankreich. Sie alle herrschten über Budva und jede dieser Mächte hinterließ ihre Spuren.

Keine Spuren sind mehr vom verheerenden Erdbeben des Jahres 1979 zu sehen. Die Altstadt wurde zum wiederholten Mal von Erdstößen nahezu vollständig zerstört. Im Anschluss an diese Katastrophe wurde Stari Grad nach in Österreich bewahrten Plänen originalgetreu aufgebaut.

Stari Grad – die Sehenswürdigkeiten

Budvas Altstadt Stari Grad ist wesentlich kleiner als die Altstadt von Kotor. Dennoch ist es nicht minder reizvoll durch die Gassen der Stadt zu streifen.

Unterwegs iin der Altstadt von Budva
Unterwegs iin der Altstadt von Budva


Unsere Favoriten unter den Sehenswürdigkeiten sind:

Die Kirche des heiligen Johannes

Die im 15. Jahrhundert gebaute, dreischiffige gotische Basilika ist Johannes dem Täufer gewidmet. Sie ist die größte Kirche Budvas.

Kirche des heiligen Johannes


Kirche des heiligen Johannes


Kirche des heiligen Johannes


Kirche des heiligen Johannes 


Die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit (Sveti Ivan)

Die in der ersten Dekade des 19. Jahrhunderts erbaute orthodoxe Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit besitzt einzigartige Fresken.

Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit

Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit


Die Zitadelle

Die im Jahr 1836 errichtete Zitadelle schützte die Einwohner Budvas vor Angriffen. Aktuell wird die Anlage von einer Bibliothek und einem Restaurant genutzt. Die Mauer vor der Zitadelle ziert ein Relief von zwei Fischen.

Die Stadtmauer

Die Länge der die Altstadt umgebenden Mauer beträgt 1.000 Meter. Sie ist wesentlich kürzer und weniger gewaltig als Kotors Stadtbefestigung.

Budvas Zitadelle


Budvas Zitadelle


Die Stadtmauer


Die Stadtmauer 


Das Stadtmuseum 

Das Museum zeigt archäologische und ethnografische Sammlungen. Sie sind Zeitzeugen der griechischen, byzantinischen und slawischen Perioden.

Das Kloster Santa Maria in Punta

Das ehemalige Benediktinerkloster und die dazugehörige Kirche wurden im 9. Jahrhundert gebaut. Heutzutage wird die Anlage zu Ausstellungszwecken und als Ort musikalischer Veranstaltungen genutzt.

Das Stadtmuseum


Das Stadtmuseum


Santa Maria in Punta


Santa Maria in Punta 


Insel Sveti Nikola

Vor Stari Grad ragt die Insel Sveti Nikola aus dem Meer auf. Die Insel ist zwei Kilometer lang, und ihre Fläche misst 36 Hektar. Mit dieser Größe ist sie die größte Insel Montenegros. Wenn man vom Leuchtturmwärter absieht, ist die Insel unbewohnt. Bootstouren nach Sveti Nikola werden angeboten.

Insel Sveti Nikola
Insel Sveti Nikola


Rundgang durch Budvas Altstadt

Unser Rundgang führt uns vorbei an Patrizierpalästen, Läden, Kunstgalerien, Cafés und Restaurants. Der Stadtteil besitzt südländischen Charme und wirkt pittoresk. An einem Platz neben der Zitadelle nehmen wir unter Sonnenschirmen eine Erfrischung zu uns und eine Auszeit vor der Hitze.

Danach schlendern wir zurück zum Busbahnhof. Auf einen Besuch der Strände Slovenkska Plaza, Mogren I, Mogren II und den drei Kilometer entfernten Strand von Jaz verzichten wir.

Rückfahrt nach Kotor und ein Fazit

Der Bus nimmt für die Rückfahrt eine andere Strecke als auf der Hinfahrt. Deshalb sehen wir als Zugabe noch eine während der k.u.k Monarchie erbaute Festung. Die alternative Route folgt zuerst der Küste, wenig später passiert der Bus den kleinen Verkehrsflughafen von Kotor. Kurz bevor wir Kotors Busbahnhof erreichen, fängt der Motorraum des Busses Feuer. Sein Ziel Podgorica wird er kaum erreichen. Den Rest des Weges legen wir zu Fuß zurück.

Der Motorraum des Busses fängt Feuer
Der Motorraum des Busses fängt Feuer


Budva ist ein lebhafter Badeort mit Sonne, Meer und allem, was sich Strandurlauber wünschen. Die kleine und malerische Altstadt von Budva ist im Vergleich zur Strandszene ein Ort der Stille. Vor die Wahl zwischen Budva und Kotor gestellt, tendieren wir zu Kotor. Diese Stadt bietet für einen Tagesaufenthalt wesentlich mehr Möglichkeiten als Budva. Menschen, die Trubel lieben, sind in Budva gut aufgehoben. Und Abwechslung schadet nicht.

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