La Romana ist eine Hafenstadt in der Dominikanischen Republik. Sie trägt seit langer Zeit den Beinamen „Big Sugar“, was heißen soll, dass die Stadt ein Zentrum der dominikanischen Zuckerproduktion war und noch immer ist. Kreuzfahrtschiffe docken am Sugar Breeze Cruise Terminal.

La Romana - Zuckerfabrik gegenüber dem Kreuzfahrtterminal
Sehenswertes in La Romana und Umgebung
Auf der Welt kennen wir weit attraktivere Hafenstädte als La Romana. Die Großstadt besitzt keine spektakulären Sehenswürdigkeiten. Und dennoch ist es nach unserem Empfinden empfehlenswert, einen Spaziergang durch die Altstadt zu machen. Das Stadtzentrum ist vom Dritte-Welt-Touch geprägt. Der Verfall der Gebäude unterstreicht das Empfinden.
Außerhalb der Stadt bieten sich unterschiedlichste Aktivitäten an. Einer der Favoriten ist ein Ausflug mit Speedbooten zu der im Parque Nacional del Este gelegenen, circa 110 Quadratkilometer großen Isla Saona.
Besuch der Isla Saona
Wir entschieden uns bereits vor Reiseantritt für die Isla Saona und trafen die entsprechenden Vereinbarungen mit einem ortsansässigen Veranstalter per E-Mail. Die Abholung am Schiff erfolgt wie verabredet am Tag der Schiffsankunft pünktlich um 7:30 Uhr. Mit einem Kleinbus fahren wir nach Bayahibe, einer weiten Bucht, in der viele Speedboote bereitliegen. Mit einem der Boote und mit Schwimmwesten versehen treten wir und unsere wenigen Mitreisenden die Fahrt zur circa 40 Kilometer entfernten Isla Saona an. Anfangs geht es bei ruhiger Fahrt gemütlich an der teils felsigen Küste entlang.

La Romana - Speedboote in Bayahibe
Zwischenstopp an der Piscina Natural
Ein Zwischenstopp wird an der Piscina Natural eingelegt, einem im Meer liegenden Sandplateau, das bei Touristen als Attraktion gilt. Die Boote steuern diesen Ort an. Die Gäste steigen aus, lassen sich – wie gewohnt – fotografieren, nehmen einen Drink und greifen sich die großen roten Seesterne, die zu ihren Füßen im hüfthohen Wasser liegen. Jeder Seestern wird mehrmals aus seiner Umgebung gerissen, um sich mit seinem neuen Frauchen oder Herrchen abbilden zu lassen. Hier möchte man kein Seestern sein. Wenigstens achten die Tour-Guides darauf, dass die Tiere möglichst im Wasser bleiben.

La Romana - Baden an der Piscina Natural
Unser nächsten Ziel: Mano Juan auf der Isla Saona
Das Boot fährt nach diesem Zwischenhalt zur Festlandsküste zurück. Vorbei an Mangrovenwäldern und durch Kanäle sucht sich der Skipper seinen Weg. Nach längerer Zeit befinden wir uns querab von Saona und halten auf das Fischerdorf Mano Juan zu. Nach Erreichen unseres Ziels stellen wir mit Erstaunen fest, dass die kurzweilige Fahrt doch etwa eineinhalb Stunden gedauert hat.

La Romana - Isla Saona - karibische Momente
Das Boot wird entladen und im Anschluss daran bereitet die Mannschaft ein Barbecue mit Lobstern und allem Möglichen vor. Wir, die Gäste, lassen uns in der Zwischenzeit durch das Dorf führen. Um es vorwegzusagen, in Mano Juan geht es recht einfach zu. Kleine bunt bemalte Häuser liegen am nicht befestigten Weg. Die Anmutung von „Schöner Wohnen“ sucht man vergeblich. Um uns herum viel tropisches Grün. Die höchsten Bäume im Ortsbereich sind Kokospalmen, Mangobäume und Bananenstauden. Ansonsten neigt die Vegetation zu niedrigem Wachstum. Wir besuchen den einzigen Krämerladen des Dorfes. Alles Lebensnotwendige ist vorhanden. Von jeder Ware ist nur eine Sorte zu kaufen. Öl ist Öl, Bohnen sind Bohnen und Rum ist Rum. Da gibt es nichts auszuwählen. Innerhalb des Ortes fallen große Freiflächen auf, deren Zweck sich uns nicht erschließt.
Am Ortsrand steht ein moderner Flachbau, der sich als die örtliche Krankenstation ausweist. In der Nähe liegt das Schulhaus für die Kleinen. Die älteren Kinder besuchen die Schule auf dem Festland. Sie sind im Internat untergebracht und sehen ihre Eltern nur am Wochenende. Obwohl wir den Unterricht stören, dürfen wir die Klassenzimmer sehen. Wir denken, den Kindern gefällt die Abwechslung durchaus. Auch ein Kirchlein hat der Ort. Über der Pforte steht: Gott ist die Quelle des Lebens.

La Romana - Isla Saona - Schule für die Kleiinen
Nach dem Rundgang nehmen wir das von der Mannschaft vorbereitete Mittagessen ein. Danach geht es an den nahen Strand. Die Landschaft ist einzigartig schön. Die Palmen werfen angenehme Schatten. Dann und wann schwimmen wir im klaren, warmen Wasser. Vor uns das Korallenriff, an dem sich die Wellen brechen. Hier lässt es sich den Nachmittag über aushalten.

La Romana - Isla Saona
Leider gibt der Skipper schließlich doch das Zeichen zum Aufbruch. Die Mannschaft verstaut die mitgebrachten Utensilien an Bord und dann – nachdem das Boot das offene Meer erreicht hat – zeigt uns der Bootsführer, warum es „Speedboot“ heißt. Jetzt laufen die beiden getunten 400-PS-Motoren mit voller Kraft. Das Boot schießt mit hoher Geschwindigkeit über das Wasser. Dennoch dauert es eine gute Dreiviertel-Stunde, bis wir zurück in Bayahibe sind. Am Ende der Fahrt sind wir nass wie die Katzen und froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.
Der Kleinbus bringt uns zu Mein Schiff zurück, wo wir uns in respektable Form bringen. Nach diesem Bootstrip tut ein wenig Styling gut.
Zum Schluss
Ehe wir es vergessen, die achtstündige Bootstour buchten wir von Deutschland aus über das Internet bei „seavistours“. TUI Cruises bietet die Isla Saona ebenfalls als Ausflug an.. Alles in allem, eine kostspielige, aber lohnenswerte Investition.
Update März 2025

