- Unser Tagesprogramm
- Ein erster Stopp in Guatiza
- Die Jameos del Agua
- Das Höhlensystem der Cueva de Los Verdes
- Weinbau im Norden Lanzarotes
- Unverzichtbar für Besucher Lanzarotes – der Mirador del Rio
- Haría – Stadt im Tal der 1000 Palmen
- Teguise – ehemalige Hauptstadt von Lanzarote
- Wenig bekannte Steinformationen
- Jardín de Cactus – César Manriques letztes großes Werk
- Zurück in Arrecife
- Was am Ende des Tages bleibt
Die Neue Mein Schiff 2, TUI Cruises aktuelles Flaggschiff, besucht Arrecife auf Lanzarote. Der Liegeplatz ist Puerto Naos. Vom Terminal bis zur Touristeninformation und dem Stützpunkt des Autovermieters CICAR in der Lanzarote Marina gehen wir 400 bis 500 Meter.

Lanzarote Marina mit Mein Schiff 2
Bei CICAR, unserem bewährten kanarischen Autovermieter, haben wir den Mietwagen für unseren Roadtrip durch Lanzarotes Norden vorbestellt. Die notwendigen Formalitäten sind schnell erledigt; der gewünschte Wagen steht bereit.
Unser Tagesprogramm
Wir sind zum dritten Mal mit einem Kreuzfahrtschiff nach Lanzarote gereist. Bei den beiden vorherigen Besuchen sahen wir die entscheidenden Sehenswürdigkeiten der Insel. Diesmal geht es uns darum, vertiefende Eindrücke in der nördlichen Inselhälfte zu gewinnen. Wir widmen uns folgenden Zielen:
- Jameos del Agua – dem Zentrum für Kunst und Kultur
- Cueva de los Verdes – eines der längsten, bekannten Höhlensysteme der Welt
- Mirador del Rio – dem Aussichtspunkt im Norden Lanzarotes
- Haría – der Stadt der Tausend Palmen
- Teguise – der ehemaligen Inselhauptstadt
- Jardín de Cactus – dem einmaligen Kakteengarten
- Arrecife – der Inselhauptstadt.
Unser Roadtrip in den Norden führt über die 4.000-Seelen-Gemeinde Tahiche. Im Ortsteil Taro de Tahiche befand sich der ehemalige Wohnsitz von César Manrique, des Künstlers, Architekten und Mäzens der Insel. Heute ist das 1.800-Qadratmeter-Haus Sitz der Fundación César Manrique. Daneben ist Tahiche Standort der Hochschule für Tourismus und des zentralen Gefängnisses von Lanzarote. Die Hochschule ist ein Ableger der Universität Las Palmas de Gran Canaria. Neben dem Ort ragt die 320 Meter hohe Montaña de Tahiche auf, ein erloschener Vulkan. Der Krater stellt für geübte Wanderer eine mindere Herausforderung dar.

Tahiche mit Montaña de Tahiche
Ein erster Stopp in Guatiza
Auf dem Weg zu den Jameos del Agua passieren wir Guatiza. Der weniger als 1.000 Einwohner zählende Ort ist berühmt für seine Opuntien-Pflanzungen. Die Kakteenart ist seit Mitte des 18. Jahrhunderts eine wichtige Erwerbsquelle der Bewohner. Der Grund: Auf den Opuntien leben Cochenille-Schildläuse. Sie liefern den natürlichen roten Farbstoff der Karminsäure. Wir halten nicht wegen der Chochinellen sondern wegen der Pfarrkirche Cristo de las Aguas. Das einschiffige Gotteshaus steht im Ortszentrum. Leider ist die Kirche geschlossen. Uns bleibt nichts anderes übrig als den gradlinigen Bau zu bewundern, den die hohe Laterne und die mit schwarzem Vulkanstein abgesetzten Kanten der Kirche auszeichnen.

Guatiza - Parroquia Cristo de las Aguas
Die Jameos del Agua
César Manrique schuf in den 1960er Jahren die Jameos del Agua, ein Zentrum für Kunst und Kultur. Er fügte die weitläufige Anlage in das Lavafeld des Volcán de la Corona ein. Das Zentrum besteht aus zwei Ebenen. In einer unterirdischen Grotte liegen ein Restaurant und ein kleiner See, in dem blinde Albinokrebse leben. Das Gewässer ist über einen Tunnel mit dem Meer verbunden. Mit dem Stand der Gezeiten verändert sich der Wasserspiegel des Sees. Außerdem bieten die Jameos del Agua ein unterirdisches Auditorium. In diesem Konzert-, Ballett- und Theatersaal finden bis zu 600 Besucher Platz.
Oberirdisch zeichnet sich die Anlage durch ein geologisches Museum, ein weißes Schwimmbecken und einen künstlichen Wasserfall aus.

Jameos del Agua - das weiße Becken
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Das Höhlensystem der Cueva de Los Verdes
Im 19. Jahrhundert entdeckten Geologen im Nordosten Lanzarotes die sieben Kilometer lange Lavaröhre Cueva de Los Verdes. Sie ist eines der längsten, bekannten natürlichen Tunnelsysteme der Welt. Ursprünglich versteckten sich die Inselbewohner im 16. und 17. Jahrhundert bei Piratenüberfällen in den Höhlen. Im Jahr 1964 wurde die Höhle auf einer Länge von einem Kilometer für Besucher geöffnet. Eine effektvolle Beleuchtung betont die Farben des Gesteins und seine sonderbaren Formen. Die Höhle wird im Rahmen geführter Rundgänge besichtigt.
Lanzarote ist das wichtigste Weinanbaugebiet der Kanarischen Inseln. Wein wird vor allem im südlichen Teil der Insel in der Region von La Gería produziert. Kleinere Lagen sehen wir auf unserem Weg zum Mirador del Rio in der Gegend um die Cueva de la Paloma, unterhalb und an den Hängen des Volcan de la Corona.

Volcan de la Corona
Unverzichtbar für Besucher Lanzarotes – der Mirador del Rio
Zehn Kilometer nordwestlich von der Cueva de Los Verdes liegt in 475 Meter Höhe der Aussichtspunkt Mirador del Rio. Den Entwurf zum Mirador lieferte niemand anderes als César Manrique. Der Künstler ließ den Mirador architektonisch mit der umgebenden Landschaft verschmelzen. Die Anlage wurde im typischen Manrique-Stil errichtet. Das heißt, für die Raumgestaltung wurden Felshöhlungen genutzt. Demnach fehlen rechte Winkel, und alle Räume und Flächen einschließlich des Parkplatzes sind rund gehalten. Große Fensterfronten bieten wundervolle Ausblicke vor allem auf die kleine Nachbarinsel La Graciosa sowie das nördliche Umland.
Haría – Stadt im Tal der 1000 Palmen
Unser Roadtrip führt uns vom Mirador del Rio in südlicher Richtung über kurvenreiche Straßen nach Haría, der Stadt der 1000 Palmen. Die Gemeinde liegt in einem weiten Tal und erfreut sich eines speziellen Mikroklimas. Den Klimabedingungen ist es zu verdanken, dass die gesamte Region üppig grün ist. In und um Haría herum wachsen Pflanzen, die ansonsten im gesamten Kanarischen Archipel nicht vorkommen.

Haría
Wegen ihrer Lage und wegen der weißen Gebäude erinnert uns die ungefähr 1.000 Einwohner zählende Kleinstadt an eine marokkanische Oasenstadt. Auffällig sind die vielen Palmen. Brautpaare pflanzen traditionell eine Palme. Stellen sich später Kinder ein, werden weitere Palmen gepflanzt ...
In Haría liegt in der Gasse Elvira Sánchez 30 das Museumshaus César Manrique. Der Künstler bewohnte es bis zu seinem Unfalltod im Jahr 1992.
Teguise – ehemalige Hauptstadt von Lanzarote
Das nächste Ziel unseres Roadtrips ist Teguise. Die flächenmäßig größte Kommune Lanzarotes war mehr als 400 Jahre die Hauptstadt der Insel. Schöne Restaurants, Cafés und gut sortierte Läden laden zum Aufenthalt ein. Der Ort besitzt im Zentrum zwei Blickfänge: die Kirche Nuestra Señora de Guadelupe und die Zehntscheune La Cilla.

Teguise - Plaza Clavijo y Fajardo mit dem Aloe-Museum
Die dreischiffige Kirche halten wir für wirklich sehenswert. Die Zehntscheune La Cilla manifestiert das früher auf der Insel herrschende Feudalsystem. Es verlangte Abgaben an den Landesherren und die Kirche. Der Tribut der Landpächter wurde in der Zehntscheune gelagert. Die Restaurierungsarbeiten an La Cilla leitete César Manrique. Aktuell ist die Zehntscheune Sitz eines Kreditinstitutes.
Wenig bekannte Steinformationen
Unser nächstes Etappenziel ist der Jardin de Cactus. Von Teguise führt unser Weg vorbei an der Montaña de Guenia erneut in nördliche Richtung, nach Guatiza.
Unterhalb der Montaña de Guenia ragen hinter der Siedlung El Mojón meterhohe, grau-schwarze Gesteinsformationen auf. Diese Sehenswürdigkeit Lanzarotes wird von Reiseführern kaum erwähnt. Wir empfehlen anzuhalten und einen kurzen Rundgang über das Schotterplateau zu unternehmen. Die aufragenden Felsbrocken scheinen unwirklich. Einzelne Quellen berichten, dass die Ureinwohner der Insel inmitten der Steine ursprünglich religiöse Rituale abhielten. Möglich wäre es. Google Maps nennt die Formationen „Stratified City“.

Gesteinsformationen - Stratified City
Jardín de Cactus – César Manriques letztes großes Werk
Wenige Minuten später parken wir unseren Mietwagen vor dem Jardín de Cactus. Ein acht Meter hoher Kaktus aus Metall ist der Wegweiser. Der Kakteengarten war César Manriques letztes großes Werk. Es liegt in einer 5.000 Quadratmeter großen Grube, in der über lange Zeit „Picón“ genannte Vulkanasche abgebaut wurde. Seit 1990 wird das Oval als Habitat für Kakteen und Sukkulenten aus fünf Kontinenten genutzt. Die Angaben zur Anzahl und zu den Spezies variieren. Es besteht kein Zweifel: In dem wie ein Amphitheater angelegten botanischen Garten wachsen mehrere Tausend Pflanzen. Mehr als genug! Aus jeder Richtung ergeben sich phantastische Anblicke. Für uns ist der Jardín de Cactus ein unbedingtes „Muss“.
Uns gefallen ebenfalls die in den Fels hineingebaute Cafeteria und der Shop. Die figürlichen Hinweise an den Toilettenräumen betrachten wir mit einem Schmunzeln. Über der Cafeteria erhebt sich eine restaurierte Gofio-Mühle.
Zurück in Arrecife
Anders als geplant bleibt uns nicht mehr genügend Zeit für die Inselhauptstadt Arrecife. Immerhin, den Charco de San Ginés, sehen wir noch. Der natürliche Salzsee gehört zu den Sehenswürdigkeiten Arrecifes. Die von Meerwasser gespeiste Lagune ist von einer Promenade mit Palmen, Cafés, Restaurants und Geschäften umgeben. Am hinteren Ende der Bucht liegt das moderne Teatro Atlántida. Das malerische Areal wurde von niemand anderem als César Manrique gestaltet. Der innerstädtische See mit den vielen Booten ist ein schönes Fotomotiv. An Samstagen wird auf der Promenade Markt abgehalten.

Arrecife - der Charco de San Ginés
Was am Ende des Tages bleibt
Unter den Kanaren-Inseln nimmt Lanzarote von der Fläche her den vierten Rang ein. Doch 58 Kilometer in der Länge, 34 Kilometer in der Breite und 846 Quadratkilometer Terrain wollen in Ruhe entdeckt werden. Jenen Gästen der Kreuzfahrtschiffe, die es gewohnt sind, sich von ihren Zielen einen individuellen Eindruck zu verschaffen, empfehlen wir ein Auto zu mieten. Unter Lanzarote Sehenswürdigkeiten – die Top Highlights der Insel haben wir die uns wichtig erscheinenden Attraktionen Lanzarotes von Nord nach Süd zusammengetragen. Unser heutiger Roadtrip präsentiert die nördlichen Inselziele im Detail.

















