Lanzarote Sehenswürdigkeiten - die Top Highlights der Insel

Lanzarote Sehenswürdigkeiten - die Top Highlights der Insel


Lanzarote, die viertgrößte der Kanaren-Inseln, ist unser Reiseziel.  

  • Lanzarote bietet unvergessliche Vulkan-Landschaften, Strände, erschlossene Höhlensysteme, Weinanbau und vieles mehr.
  • Lanzarote eignet sich für Badeurlauber, Sightseeing- und Kreuzfahrt-Touristen.
  • Die Rangliste unserer unverzichtbaren Sehenswürdigkeiten beinhaltet 14 Top-Favoriten.

Dank des ausgewogenen Klimas und der landschaftlichen Einzigartigkeit ist Lanzarote ein angesagtes Reiseziel. Im Jahr 2018 besuchten mehr als drei Millionen Gäste die östlichste Insel des Kanarischen Archipels. Sie kamen mit Flugzeugen, Fähren oder Kreuzfahrtschiffen.

Landschaft bei Haría

Landschaft bei Haría


Lanzarote wurde auf ewig geprägt von César Manrique. In der Person des auf Lanzarote geborenen Architekten, Künstlers und Umweltschützers besaß Lanzarote einen unermüdlichen Fürsprecher. Manrique wurde nicht müde, mit seinen Bauten einen Bezug von Natur und Architektur herzustellen. Viele der von uns präsentierten Lanzarote-Sehenswürdigkeiten tragen seine Handschrift. Im Übrigen: Seit 1993 ist Lanzarote ein von der UNESCO anerkanntes Biosphärenreservat.

Unterwegs im Timanfaya Nationalpark

Unterwegs im Timanfaya Nationalpark


Unsere 14 Sehenswürdigkeiten von Nord nach Süd

Mirador del Rio – der Aussichtspunkt im Norden der Insel

Weit im Norden Lanzarotes, gegenüber der kleinen Nachbarinsel La Graciosa, liegt in 475 Meter Höhe der Aussichtspunkt Mirador del Rio. Den Entwurf zum Mirador lieferten César Manrique und Kollegen. Der 1974 an der Steilküste eröffnete Bau wurde im typischen Manrique-Stil errichtet. Soll heißen: Felshöhlungen wurden genutzt; rechte Winkel fehlen; alle Räume und Flächen einschließlich des Parkplatzes sind rund.

Unser Ziel - der Mirador del Rio
Mirador del Rio - Restaurant
Mirador del Rio - Außenansicht
La Graciosa - vom Mirador del Rio gesehen

 

Der Bau ist eine wahre Sehenswürdigkeit. Und die Aussicht auf La Graciosa und das nördliche Umland ist wunderbar!

Cueva de los Verdes – ein Kilometer begehbare Lavahöhle

Im Nordosten Lanzarotes durchzieht die sieben Kilometer lange Lavaröhre Cueva de Los Verdes die Felslandschaft. Sie ist eines der längsten natürlichen Tunnelsysteme der Welt. Ursprünglich nutzten die Inselbewohner das Höhlensystem im 16. und 17. Jahrhundert bei Piratenüberfällen als Versteck. Im 19. Jahrhundert avancierte die Höhle zum Pflichtprogramm für Gelehrte und Wissenschaftlicher. Im Jahr 1964 wurde sie auf einer Länge von circa einem Kilometer für Besucher geöffnet. Eine ausgeklügelte Beleuchtung betont die Farben des Gesteins und seine fantastischen Formen. Die Besichtigung der Höhle erfolgt im Rahmen geführter Touren.

Mystisches Licht in der Cueva de los Verdes

Mystisches Licht in der Cueva de los Verdes


Jameos del Agua

Auf dem Lavafeld des Volcán de la Corona schuf César Manrique mit den Jameos del Agua ein Zentrum für Kunst und Kultur. Die im Jahr 1966 eröffnete Anlage besteht aus einer unterirdischen Grotte mit Restaurant und kleinem See. In dem Gewässer leben blinde Albinokrebse. Es ist über einen Tunnel mit dem Meer verbunden. Mit den Gezeiten verändert sich der Wasserspiegel des Sees.

Jameos del Agua - der Wohnort der Krebse

Jameos del Agua - der Wohnort der Krebse


Oberirdisch bietet die Anlage ein weißes Schwimmbecken, einen künstlichen Wasserfall und ein geologisches Museum. Zur Anlage gehört ein Auditorium. In diesem unterirdischen Konzert-, Ballett- und Theatersaal finden bis zu 600 Besucher Platz.

Jameos del Agua - das weißes Becken

Jameos del Agua - das weißes Becken


Haría – Besuch im Tal der 1000 Palmen

Eine weitere Lanzarote-Sehenswürdigkeit ist Haría im Norden der Insel. Die in einem weiten Tal gelegene Kleinstadt ist über serpentinenreiche Straßen zu erreichen. Ein wenig erinnert uns Haría mit seinen weißen Gebäuden an eine marokkanische Oasenstadt. – Warum wachsen gerade in diesem Ort viele Palmen? Brautpaare pflanzen traditionell eine Palme; und wenn sich später Kinder einstellen, werden weitere Bäume gepflanzt.

Haría - Stadt der 1000 Palmen

Haría - Stadt der 1000 Palmen


Guatiza – Jardín de Cactus

Siebzehn Kilometer Vulkanlandschaft trennen Haría vom Jardín de Cactus. Unter Leitung César Manriques wurde ein ausgebeuteter Steinbruch in ein 5.000 Quadratmeter großes, unvergleichliches Refugium für Kakteen verwandelt. In der 1990 eingeweihten Anlage wachsen insgesamt 1.500 Kakteen. Die Pflanzen wurden aus aller Welt zusammengetragen. Die auf dem Gelände befindliche, restaurierte Windmühle mahlt noch heute geröstete Gerste. Das Endprodukt wird „Gofio“ genannt. Es ist ein begehrtes, traditionelles kanarisches Lebensmittel. Ein zur Anlage gehörendes Restaurant sorgt für die entsprechende Kulinarik.

Jardín de Cactus
Jardín de Cactus
Riesenkakteen im Jardín de Cactus
Jardín de Cactus - die Gofio-Mühle

Montaña de Guenia – eine ungewöhnliche Gesteinsformationen

Autofahrer, die von Guatiza nach Teguise fahren, nehmen zuerst die LZ-1. Danach folgen sie der Landstraße LZ-404. Kurz hinter der Abzweigung liegen unterhalb der Montaña de Guenia vor der Siedlung El Mojón merkwürdige, meterhohe Gesteinsformationen. Einige Quellen bezeichnen sie als Ort religiöser Rituale der Ureinwohner. Reiseführer erwähnen die Felsklötze nur in seltenen Fällen. Für uns und viele andere sind sie eine Sehenswürdigkeit. Ein kurzer Ausflug zeigt das gesamte Ausmaß. Google Maps benennt die Formationen mit Stratified City.

Montaña de Guenia - Stratified City

Montaña de Guenia - Stratified City


Teguise

Teguise ist von der Fläche die größte Kommune Lanzarotes. Mehr als 400 Jahre war Teguise die Insel-Hauptstadt. Der Stadtkern der Kleinstadt steht wegen seines architektonischen, historischen und künstlerischen Erbes unter Denkmalschutz.

Teguise - die Plaza de la constitución

Teguise - die Plaza de la constitución


Als Inselhauptstadt war Teguise oftmals Piratenangriffen ausgesetzt. Zum Schutz wurde Mitte des 15. Jahrhunderts das Castillo Santa Bárbara auf dem Gipfel des Vulkans Guanapay errichtet. Das Kastell ist eine Burganlage mit Zugbrücke und kleinen Rundtürmen. Einige Male hielt es Piratenüberfällen nicht stand. Aus der Höhe genießen Besucher schöne Ausblicke auf den Ort und große Teile der Insel. In der Festung sind ein Emigranten- und ein Piratenmuseum untergebracht.

Castillo Santa Bárbara

Castillo Santa Bárbara


Im Ortszentrum steht die Kirche Nuestra Señora de Guadelupe. Die sehenswerte Kirche steht Gläubigen und Besuchern tagsüber offen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist La Cilla, die Zehntscheune. Feudalherren und die Kirche beanspruchten Abgaben. Zehn Prozent der Erträge fielen dem Klerus zu. Heute ist La Cilla Sitz eines Kreditinstitutes. César Manrique plante und leitete die Restaurierungsarbeiten. – Viele Restaurants, Cafés und Läden laden in dem bildschönen Ort zum Verweilen ein. Am Samstagen findet in Teguise der Wochenmarkt statt. Ein wahres Erlebnis!

Iglesia de Nuestra Señora de Guadelupe

Iglesia de Nuestra Señora de Guadelupe


Monumento al Campesino

Zwischen den Orten San Bartolomé und Mozaga, neun Kilometer nördlich von Arrecife, schuf César Manrique das Monumento al Campesino. Das merkwürdige, 15 Meter hohe Fruchtbarkeitsdenkmal ist den Bauern gewidmet.

Das Monumento al Campesino

Das Monumento al Campesino


Fundación César Manrique - unbedingt ansehen!

Das ehemalige Wohnhaus César Manriques in Tahiche ist heute das Zentrum einer privaten Stiftung und ein Museum. Manrique errichtete das 1.800 m² große Wohnhaus auf einem Vulkanfeld. Dabei bezog er natürliche Vulkanblasen in die Raumgestaltung ein. Ein Rundweg leitet Besucher durch das zweistöckige Areal. Neben der einzigartigen „Bauweise“ nehmen viele Kunstobjekte die Besucher gefangen.

Fundación César Manrique - Eingangsbereich
Fundación César Manrique - im Untergeschoss die weiße Blase

 

In diesem Zusammen sei auf Manriques Metallobjekte hingewiesen: An den Kreisverkehren sind sie zu sehen, vom Wind bewegte Metallobjekte unterschiedlicher Größe.

Eines von César Manriques Metallobjekten nahe der Fundación César Manrique

Eines von César Manriques Metallobjekten nahe der Fundación César Manrique


Cesar Manrique hat sich viel Mühe gegeben, solch „nutzlos“ scheinende Dinge zu entwerfen.

Montaña de Fuego – das Land der Feuerberge

Zwischen 1730 und 1736 wurde der Südwesten Lanzarotes von schweren Vulkanausbrüchen heimgesucht. Elf Ortschaften wurden zerstört, und nahezu 170 Quadratkilometer Ackerland gingen verloren. Noch heute gleicht das Gelände einer Mondlandschaft.

Timanfaya Nationalpark

Timanfaya Nationalpark


Der Nationalpark Timanfaya mit seiner einmaligen Kraterlandschaft erstreckt sich über mehr als 50 Quadratkilometer Fläche. Seit 1987 ist das Gebiet Teil des Parque Natural de los Volcanes. Der Name ist Programm. Das Terrain weist über 30 Vulkankegel von bis zu 500 Meter Höhe auf. Weitläufige Lavafelder umgeben die Kegel.

Vulkankrater im Timanfaya Nationalpark

Vulkankrater im Timanfaya Nationalpark


Der Timanfaya Nationalpark zählt zu den absoluten Höhepunkten Lanzarotes. Täglich steuern geführte Touren die einzigartige Landschaft an. Touristen, die auf eigene Faust in den Kernbereich des Nationalparks vorstoßen, fahren mit dem Mietwagen bis zum Islote del Hilario. An einem Kontrollpunkt am Weg ist der Eintritt in das Reservat zu entrichten. Abgestellt wird der Wagen am Parkplatz des Islote del Hilario.

Besucherparkplatz im Timanfaya Nationalpark

Besucherparkplatz im Timanfaya Nationalpark


Das gesamte Gelände ist außerhalb der Publikumsbereiche für individuelle Besucher gesperrt. Busse bringen die Besucher auf einer 14 Kilometer langen und 50-minütigen Rundfahrt zu einigen bemerkenswerten Aussichtspunkten. Die mehrsprachig kommentierten Busfahrten sind im Eintrittspreis inkludiert.

Aussichtsbusse im Timanfaya Nationalpark

Aussichtsbusse im Timanfaya Nationalpark


Am Islote del Hilario steht das von César Manrique geplante Restaurant El Diablo. In dessen Umgebung beträgt die Temperatur wenige Meter unter der Erde mehr als 400 °Celsius. Zur Demonstration des Natur-Phänomens wird Wasser in eine Metallröhre gegossen. Gleich darauf schießt es wie ein Geysir empor. Zur Illustration der Erdwärme stecken Mitarbeiter der Parkverwaltung Dornbüsche in Erdlöcher. Der Vulkanismus lässt die Büsche zur Freude der Zuschauer schnell in Flammen aufgehen. Wir meinen: eine unvergessliche Landschaft!

Timanfaya Nationalpark - Restaurant el Diablo

Timanfaya Nationalpark - Restaurant el Diablo


Zwei weitere Sehenswürdigkeiten des Nationalparks:

Vor dem Eingang zum Nationalpark liegt das Informationszentrum von Mancha Blanca. Es informiert über den Vulkanismus im Allgemeinen und die geologische Situation der Insel im Speziellen. In einem Raum wird ein Vulkanausbruch simuliert. Ein Besuch des Zentrums stellt keine Zeitverschwendung dar.

Centro de Visitantes de Mancha Blanca

Centro de Visitantes de Mancha Blanca


Der Echadero de los Camellos, der „Kamelstall“, ist ebenfalls einen Besuch wert.
Neben der Landstraße LZ-67, der „Ruta de los Volcanes“, liegt der Ruheplatz der Dromedare. Von dort ziehen regelmäßig die Karawanen der Lasttiere mit Besuchern auf dem Rücken 15 bis 20 Minuten durch die Vulkanregion.

Dromedare im Timanfaya Nationalpark
Dromedare im Timanfaya Nationalpark


Der Weinanbau von La Geria

Wein gedeiht gut auf Vulkanasche. Das mehrere Tausend Hektar große Weinanbaugebiet, die Zahlenangaben zur Größe schwanken, liegt am Rande des Timanfaya-Nationalparks. La Geria ist die größte Weinbauregion der Kanaren. In künstlichen Vertiefungen, geschützt von Mauern, werden die Rebstöcke gehegt und gepflegt. „Bodega“ genannte Weinkellereien bieten gegen Entgelt Besichtigungen an.

Im Weinbaugebiet La Geria

Im Weinbaugebiet La Geria


Die Lagune von El Golfo und Los Hervideros – die Kochlöcher

Von intensiv grüner Farbe ist die Charco de los Clicos genannte Lagune beim Fischerort El Golfo im Südwesten der Insel. Die Wasserfläche entstand, als ein teilweise im Meer versunkener Krater sich mit Meereswasser füllte. Die Farbgebung bewirken Algen. Leider ist der Wasserzufluss mittlerweile gestört; die Lagune schrumpft. Bis auf weiteres bleibt sie eine unserer Sehenswürdigkeiten.

Lagune Charco de los Clicos

Lagune Charco de los Clicos


Einen Besuch wert sind die nahe El Golfo liegenden Los Hervideros, die „Kochlöcher“ der südlichen Lavaküste. Der Seegang des Atlantiks formte das Gestein zu spektakulären Grotten, Löchern und Felsgebilden. Auf schmalen Küstenwegen erleben Besucher das Naturphänomen hautnah.

Die Salinas de Janubio

Unweit von Los Hervideros erstrecken sich die weitläufigen Salzpfannen der Salinas de Janubio. Eine Landzunge trennt die Salzgärten vom Meer. Die Salzgewinnung wird am Standort seit dem Jahr 1895 betrieben. Zwar hat die Bedeutung des Salzes für die Region nachgelassen; zur Erhaltung der Tradition unterstützt die EU noch heute die Salzproduktion. Jährlich werden 2.000 Tonnen Salz durch Verdunstung gewonnen.

Salinas de Janubio

Salinas de Janubio


Arrecife-Inselhauptstadt – die zwei Kastelle

Viele Sehenswürdigkeiten besitzt die Inselhauptstadt Arrecife nicht. Ins Auge fallen die Parkanlage Parque Temático und die Lagune El Charco de San Ginés. Einst war sie der Fischereihafen. Heute bezaubert sie mit einer von Palmen gesäumten Promenade ihre Besucher. Bars, Restaurants und Läden sorgen für Abwechslung.

Arrecife - Lagune El Charco de San Ginés

Arrecife - Lagune El Charco de San Ginés


An Arrecife gefallen uns vor allem die beiden weithin sichtbaren Festungen. Das Castillo de San Gabriel wurde auf der Islote de Fermina erbaut. Die Festung beschützte Arrecife vor Überfällen von Freibeutern. Lange Zeit machten Piraten die Handelswege in die Neue Welt unsicher. Sie plünderten hemmungslos Schiffe und Städte. Einen wirkungsvollen Schutz bot San Gabriel.

Castillo de San Gabriel

Castillo de San Gabriel


Die zweite Festung ist das Castillo de San José. Es wurde zwischen 1774 und 1779 im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme gebaut. Die nach den schweren Vulkanausbrüchen der Jahre 1730 bis 1736 erwerbslose und hungernde Bevölkerung kam durch den Festungsbau in Lohn und Brot. Das erklärt den Beinamen „Hungerfestung“. Im Jahr 1975 wurde im Kastell ein von César Manrique gestaltetes Museum für zeitgenössische Kunst (MIAC) eingerichtet. Das Kastell liegt in Sichtweite der beiden Kreuzfahrt-Terminals.

Castillo de San José

Castillo de San José


Zusammenfassung

Eine Insel von der Größe Lanzarotes erfordert viel Zeit, um sie ausreichend kennenzulernen. Wir besuchen die Welt vorzugsweise mit Kreuzfahrtschiffen. Unsere 14 Top-Highlights unter Lanzarotes Sehenswürdigkeiten entsprechen unseren Erfahrungen aus mehreren Besuchen der Insel. Nicht alle der aufgeführten Ziele sind an einem einzigen Tag zu schaffen. Wir haben die wichtigsten Destinationen dieser kontrastreichen Insel vorgestellt. Die Entscheidung, was sie sehen möchten, liegt bei Ihnen. Weitergehende Informationen finden Sie hier: Ein Tag auf Lanzarote  und Lanzarote – den Westen der Insel entdecken. Nützliche Informationen bietet ebenfalls die Broschüre des Tourismusbüros von Lanzarote. Sie ist unter https://turismolanzarote.com/ abrufbar.

(Update Juli 2019)