Funchal

Ein Abend in Funchal


Wir verlassen das Kreuzfahrtschiff und machen uns zu Fuß, vorbei an den wartenden Taxen, auf den Weg nach Funchal. Die wie ein Amphitheater in den Hang gebaute Stadt ist nun erleuchtet. Das lässt den Fußweg zur Marina von Funchal in einem ganz anderen Licht als bei Tag erscheinen. Tagsüber ist Funchal eine äußerst geschäftige Stadt; nun ist sie zur Ruhe gekommen.

Funchal - wartende Taxen am Cruise Terminal

Funchal - wartende Taxen am Cruise Terminal


Fortaleza de São Lourenço und die Kathedrale Sé

Nach einer halben Umrundung des Hafens gehen wir unterhalb des Parque de Santa Catarina entlang. Auf Höhe des Kreisverkehrs queren wir die Straße. Dann wechseln wir auf die neben der Avenida do Mar verlaufende Uferpromenade. Der folgen ihr bis zur Fortaleza de São Lourenço. Der etwa halbstündige Fußweg lohnt in jedem Fall.

Die im 16. Jahrhundert erbaute Stadtfestung dient aktuell dem Präsidenten der Autonomen Region Madeira als Residenz. An der Fortaleza vorbei gehen wir die Avenida Zarco hinauf ins Zentrum der Stadt. Wir erreichen bald darauf die zum Teil als Fußgängerstraße ausgebaute Avenida do Infante. Von dort gehen wir nach rechts zur Kathedrale Sé.

Parque de Santa Catarina Kathedrale Sé

 

Ein Bummel durch Funchals Altstadt

Im Viertel um die Kirche herum kennen wir eine Reihe von Bars und kleinen Lokalen, in denen wir uns bei früheren Aufenthalten in Funchal immer sehr wohl gefühlt haben. Hier gibt es bodenständige Küche ohne Sterne-Ambitionen. Die Lokale sind nicht gestylt. Sie wirken authentisch. Die regionalen Weine tragen sicherlich auch das Ihre zum Genuss der Mahlzeiten bei. Unsere Empfehlung lautet: Wer in Funchal einen Abend oder gar einen ganzen Tag verbringen darf, sollte unbedingt eines der viele Restaurants ausprobieren! Möglicherweise ist ja auch der hässlich aussehende und dabei so gut schmeckende Espada auf der Speisekarte. Die schwarzen Degenfische werden vor Madeira in 600 Meter Meerestiefe gefangen.

Unterwegs in Funchals Zentrum

Unterwegs in Funchals Zentrum


Heute Abend zieht es uns aber nur durch die Gassen; gegessen haben wir ja schon an Bord. Wir passieren die Kathedrale und schlendern bis zur Rua Dos Ferreiros. Dort biegen wir nach links ab, und bald darauf stehen wir auf der Praça de Municipio, einem großen, rechteckigen Platz, dessen eine Schmalseite vom alten Rathaus eingenommen wird. Wir besuchen das Café do Museu. Es ist im Gebäude des Museu de Arte Sacra do Funchal untergebracht. Hier fühlen wir uns bei unseren Funchal-Besuchen immer gut aufgehoben. Die Speisen und Getränke sowie die freundlichen Bedienungen ziehen uns immer wieder an.

Igreja do Colegio Das Rathaus an der Praça de Municipio

 

Nach einigen Gläsern Madeira-Wein ist es schon sehr spät geworden. Der Folgetag erwartet uns mit einem Ganztagsprogramm. Es ist Zeit, zum Schiff zurück und ins Bett zu gehen. Das gilt offenbar nicht für alle: Kurz vor dem Hafen begegnen wir noch dem Kapitän unseres Kreuzfahrtschiffs. Ihn zieht es ins nächtliche Funchal. Die Auszeit vom Schiff sei ihm gegönnt.

(Update Februar 2019)