Mallorca


In den letzten beiden Jahren besuchten fast 14 Millionen Gäste pro Jahr die vier bewohnten Balearen-Inseln. Zu dieser Einschätzung gelangte das spanische Statistikinstitut Frontur. Der wesentliche Teil der Besucher entfällt auf Mallorca, die Hauptinsel der Autonomen Region der Balearen. Unstrittig ist, an Mallorcas Inselhauptstadt Palma kommt niemand vorbei. Ganz gleich ob die Besucher der Insel mit dem Flugzeug, der Fähre oder dem Kreuzfahrtschiff anreisen, sie landen immer in Palma an.

Palma – Mallorcas Inselmetropole

Mallorca ist die weitaus größte der vier Balearen-Inseln. Die Fläche misst 3.640 Quadratkilometer, und die Küstenlänge wird mit 550 Kilometern beziffert. Die Insel außerdem sehr bergig. Der höchste Gipfel liegt im Tramuntana-Gebirge. Es ist der Puig Major; er erreicht 1445 Meter Höhe. Mallorca bietet seinen Gästen neben angenehmen Temperaturen herrliche Berglandschaften, wunderschöne Buchten und mit der Playa de Palma eine riesige Strandregion. Viel mehr, als man in zwei oder drei Urlaubswochen bewusst erleben kann. Und dann wäre da noch Palma: Wer die Inselhauptstadt nicht gesehen hat, kennt Mallorca nicht.

Bucht nahe Palma

Bucht nahe Palma


In Palma lebten zu Beginn des Jahres 2017 mehr als 406.000 Menschen. Das sind deutlich mehr Einwohner als die deutschen Großstädte, Bielefeld, Bochum oder Wuppertal zählen. Palmas Areal erstreckt sich über gut 30 Kilometer. Es reicht von Magaluf im Westen bis S’Arenal im Osten. Mehr als die Hälfte der circa 900.000 Inselbewohner leben in dieser Region.

Palmas Panorama

Palmas Panorama


Palma – etwas Geschichte

Die ersten nachgewiesenen Siedler der prähistorischen Talayot-Kultur lebten bereits um 5.000 v. Chr. auf der Insel. Auf die Talayot-Kultur folgten die Römer. Sie eroberten Mallorca im Jahr 123 v. Chr. Sie gründeten die Hafenstadt Palma. Mit dem Zerfall des weströmischen Reiches im 4. Jahrhundert n. Chr. verlor Palma wieder an Bedeutung. Erst mit den Mauren, sie besetzten Palma im Jahr 903, gewann Palma erneut an Geltung. Die Herrschaft der Mauren währte mehr als 300 Jahre. Nach der Vertreibung der Mauren fiel Mallorca im Jahr 1229 an das Königreich Aragón. Unter dessen Führung wurden die Stadtbefestigung und die Kathedrale La Seu errichtet.

Kathedrale La Seu und der Parc de la Mar

Kathedrale La Seu und der Parc de la Mar


Die sich in Palma vermengenden Baustile der Mauren, der Gotik und der Renaissance sind Folge der jeweiligen Herrschaftsperioden. Weitere bemerkenswerte Bauten entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Stil des spanischen Modernisme.

Banys Àrabs - Zeugen arabische Kultur

Banys Àrabs - Zeugen arabische Kultur


Palma – Kirche, Kultur und Wissenschaft

Palma ist seit dem 5. Jahrhundert katholischer Bischofssitz. Die Diözese Mallorca ist dem Erzbistum Valencia unterstellt. Schöne Kirchen laden zum Besuch ein.

Basilica de Sant Francesc

Basilica de Sant Francesc


Kultur und Kunst unterschiedlicher Zivilisationen beeinflussten das Kulturleben der Insel. Einer der bedeutendsten Künstler Mallorcas war der Maler und Bildhauer Joan Miró. Er starb 1983 in Palma. Es wundert nicht, dass in einem solchen Ambiente Kunstmuseen und Galerien das Stadtbild bestimmen.

Monumentalkunst an der La Rambla

Monumentalkunst an der La Rambla


Reichhaltig ist das Angebot der Musik-Festivals. Die Sparten Klassik, Pop oder Elektro werden gleicherweise bedient.

Palma ist ein Hochschulstandort. Im Jahr 1978 wurde dort die UIB, die Universität der Balearen gegründet. Der Lehrbetrieb gliedert sich in sechs Fakultäten.

Ein weiteres Beispiel zeitgenössischer Kunst

Ein weiteres Beispiel zeitgenössischer Kunst


Palma – Verkehr und Wirtschaft

Die Insel, besonders aber Palmas Umgebung, ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Der öffentliche Nahverkehr lässt kaum Wünsche offen.

Unterirdischer Omnibusbahnhof Estació Intermodal

Unterirdischer Omnibusbahnhof Estació Intermodal


Mit Europa und dem spanischen Festland ist Mallorca durch Flugverbindungen und Fährlinien verbunden. Palmas Flughafen Son Sant Joan verzeichnete im Jahr 2018 mehr als 29 Millionen Fluggäste. Damit spielt er in der Liga der Flughäfen Kopenhagen, Oslo oder Zürich.

Wirtschaftlich betrachtet lebt Palma vor allem von Tourismus, Dienstleistungen und Handel. Industriebetriebe dürfen sich seit den 1970er Jahren nicht in der Stadt ansiedeln und fehlen somit gänzlich. Wichtige Arbeitgeber sind der Flughafen sowie der gesamte maritime Bereich. Zu nennen wären noch die kommunalen Bereiche sowie die Verwaltungen der Autonomen Region der Balearen.

Palma – aus Sicht der Kreuzfahrer

Palma ist eine der wichtigsten Kreuzfahrt-Destinationen im westlichen Mittelmeer. Im Jahr 2017 legten 889 Kreuzfahrtschiffe auf Mallorca an. Die Zahl der Passagiere wird mit 1,66 Millionen beziffert.

Palma ist reich an Sehenswürdigkeiten. Es ist eine jener Städte, die – bei entsprechender Vorbereitung – keiner geführten Ausflüge bedürfen. Unter Palma de Mallorca – Sehenswürdigkeiten zeigen wir die empfehlenswerten Attraktionen der Stadt und des Umlands auf.

In Palma docken Kreuzfahrtschiffe an zwei Piers:

Liegeplatz No. 1:

Estació Maritima nahe dem Yachthafen. Fußweg in die Stadt etwa 30 Minuten.

Estación Maritima mit der Silver Spirit

Estación Maritima mit der Silver Spirit


Liegeplatz No. 2:

Im Gewerbehafen Porto Pi hinter der Festung San Carlos. Fußweg in die Stadt etwa 75 Minuten.

Mole Dique Oeste mit AIDA-Schiff

Mole Dique Oeste mit AIDA-Schiff


Die an sich abgelegene Mole Dique Oeste ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Von den Kreuzfahrtunternehmen gecharterte Busse, Taxen und die Buslinie 1 des ÖPNV verbinden das Kreuzfahrtterminal mit dem Stadtzentrum. Die Buslinie 1 endet am Flughafen. Bei einem Besuch des Stadtzentrums sollte man entweder unterhalb des Königspalasts Palacio Real de La Almudaina (Haltepunkt: vom Hafengebiet kommend hinter der Einbiegung in die Av. d‘Antonio Maura) oder an der Plaça España aussteigen. Von beiden Haltestellen lässt sich Palma gut entdecken.

Plaça España

Plaça España


Gästen, deren Kreuzfahrt in Palma endet und deren Flüge erst abends abgehen, finden im Hafenbereich sowohl eine Gepäckaufbewahrung als auch ein Check-In für den Heimflug. Nach Abschluss der Formalitäten können sie sich in Ruhe der Stadt widmen. Nach ihrer Besichtigungstour fahren sie mit der Buslinie 1 weiter zum Flughafen.